Erfolgreiche Alarmübung stellte Feuerwehren vor anspruchsvolle Szenarien: Abschnittstag 2026 FF Klachau

Beim diesjährigen Abschnittstag der Feuerwehren des Abschnittes Bad Mitterndorf stand neben dem traditionellen Formalexerzieren und der Schauübung vor allem die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte bei einer umfangreichen Alarmübung im Mittelpunkt. Die von der Freiwilligen Feuerwehr Klachau ausgearbeitete Übung umfasste mehrere realitätsnahe Einsatzszenarien nach einem Unwetterereignis und forderte die teilnehmenden Feuerwehren in unterschiedlichen Bereichen.

Nach dem Antreten der Einsatzmannschaft und der Delegationen der Feuerwehren wurde der Abschnittstag mit dem Formalexerzieren eröffnet. Im Anschluss folgte eine Schauübung der FF Klachau. Danach wurden die Delegierten durch ABI Demmerer und das Kommando der FF Klachau über den Ablauf der anschließenden Alarmübung informiert.

Im Mittelpunkt standen drei unterschiedliche Einsatzszenarien, die von den Einsatzkräften parallel beziehungsweise aufeinander abgestimmt abgearbeitet werden mussten.


Beim ersten Szenario wurde ein Wald- und Flurbrand im Bereich Furtberg nach einem angenommenen Blitzeinschlag simuliert. Die Einsatzkräfte mussten eine Wasserversorgung aufbauen, den Brand mit mehreren C-Rohren bekämpfen und zahlreiche Glutnester ablöschen. Weiters wurde ein Pendelverkehr mit 2 HLF eingerichtet. Unterstützt wurden die eingesetzten Mannschaften unter anderem durch das Einsatzleitfahrzeug der FF Zauchen, das neben der übergeordneten Einsatzleitung auch die Drohne zur Lageerkundung einsetzte.


Das zweite Szenario führte die Einsatzkräfte zu einem Verkehrsunfall mit mehreren umgestürzten Bäumen und einem PKW mit eingeklemmten Personen. Neben der Beseitigung der Hindernisse und der Absicherung der Unfallstelle stand insbesondere die Menschenrettung im Vordergrund. Insgesamt mussten sechs verletzte Personen gerettet und anschließend dem Roten Kreuz zur weiteren Versorgung übergeben werden.


Beim dritten Einsatzauftrag galt es, eine Überflutung der Kläranlage in Klachau zu bewältigen. Mittels Tragkraftspritze und Schlammpumpe wurden überflutete Bereiche ausgepumpt, gefährdete Gegenstände gesichert und provisorische Ölsperren errichtet. Zusätzlich wurden Sandsäcke befüllt und eine Tür im Bereich des ASZ abgedichtet. Auch der mobile Hochwasserschutz der Kläranlage wurde installiert.

Neben den drei Hauptszenarien waren von der Einsatzleitung weitere fiktive Einsatzmeldungen zu erfassen und durch die Einsatzleiter zu beurteilen. Dadurch wurde auch die Koordination und Entscheidungsfindung innerhalb der Einsatzleitung unter realitätsnahen Bedingungen geübt.


Bei der abschließenden Übungsnachbesprechung wurden die wichtigsten Erkenntnisse gemeinsam aufgearbeitet. Die anwesenden Delegierten sowie Vizebürgermeister Kurt Berger zeigten sich beeindruckt von der professionellen Vorbereitung und Durchführung der Übung und sprachen der Mannschaft der FF Klachau großes Lob für die Ausarbeitung der anspruchsvollen Szenarien aus.


HBI Ladstätter bedankte sich bei den acht beteiligten Feuerwehren, dem Roten Kreuz und insbesondere bei der Mannschaft der FF Klachau für die umfangreiche Vorbereitung und Durchführung. Ein besonderer Dank galt auch den zahlreichen Statisten, die wesentlich dazu beitrugen, die Übung möglichst realitätsnah zu gestalten.

ABI Demmerer schloss den Abschnittstag 2026 mit seiner Schlussrede und einem traditionellen steirischen „Gut Heil!“.

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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