FC Mayrlife Ausseerland krönt sich zum Meister

Im Finale der Gebietsliga Enns setzte sich der FC Mayrlife Ausseerland daheim mit 6:0 gegen den SV Stein/Enns durch. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachen die Hausherren direkt nach Wiederbeginn den Bann und stellten mit zwei schnellen Treffern die Weichen. In der Schlussphase folgten weitere Tore, sodass am Ende nicht nur ein klarer Heimsieg stand, sondern auch der viel umjubelte Meistertitel und der Sprung in die Unterliga.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

Foto: Phillip Kofler 

Zur Pause stand es 0:0, und man merkte Ausseerland die Bedeutung dieser Partie an. Sportchef Georg Petritsch sprach offen über die ersten 45 Minuten: „Die erste Halbzeit war nicht das, was wir uns vorgestellt haben, wir waren wegen der Bedeutung des Spiels sehr nervös.“ Trotzdem fühlte sich sein Team früh im Spiel wohl: „Wir waren von Anfang an spielbestimmend.“ Direkt nach Wiederbeginn folgte die Erlösung. Jonas Kogler machte in Minute 46 das 1:0, nur vier Minuten später legte Nikolaus Eder zum 2:0 nach. „Durch die zwei raschen Tore Anfang zweiter Halbzeit sind wir immer besser ins Spiel gekommen“, erklärte Petritsch. Ausseerland hatte nun Oberwasser, spielte befreiter auf und bereitete den Boden für den großen Abend.

Die Vorentscheidung fiel in der Schlussphase der zweiten Halbzeit. In Minute 76 stellte Patrick Käfmüller auf 3:0 – jener Moment, der auch für Petritsch die letzte Restunsicherheit beseitigte: „Richtig klar war es dann nach dem 3:0.“ Danach rollte der Zug ungebremst weiter. Daniel Pinkney erhöhte in der 84. Minute auf 4:0, Tamas Lazok legte in der 88. das 5:0 drauf, und in der Nachspielzeit setzte Gabriel Grubesa (90+3) den Schlusspunkt zum 6:0. Zum Gegner meinte Petritsch: „Stein an der Enns war am Anfang der erwartete schwere Gegner. Nach dem 3:0 war das Spiel mehr oder weniger entschieden und es ist für uns leichter geworden.“ Ein Wort auch zum Unparteiischen: „Es war im Grunde alles in Ordnung, die Leistung des Schiedsrichters war sehr gut.“

Als der Titel feststand, löste sich bei den Ausseern alles. „Als wir wussten, dass auch das Parallelspiel für uns gelaufen ist, sind die Dämme gebrochen“, schilderte Petritsch die Minuten nach dem Schlusspfiff. Seine zentrale Botschaft zum Auftritt: „Wir haben trotz der schwierigen ersten Halbzeit Ruhe bewahrt, unsere Hausaufgabe gemacht und am Ende verdient gewonnen.“ Gleichzeitig bleibt der Sportchef geerdet: „Wir sind Meister geworden, trotzdem gibt es viele Punkte, die wir verbessern wollen. Wir haben viele junge Spieler, die wir weiter integrieren müssen.“ Und er ordnet die Saison ein: „Auch wenn wir den Titel erst in der letzten Runde geholt haben und in Wirklichkeit nur 20 Minuten an der Spitze waren, sind wir ein verdienter Meister. Von der Qualität her waren wir laut Feedback vieler Trainer die beste Mannschaft.“ Jetzt folgt eine kurze Pause: „Wir freuen uns auf eine ruhigere, fußballfreie Zeit, damit sich jeder sammeln kann – und dann starten wir mit viel Elan in die Unterliga.“

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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