Die Rolle des Herzes als lebenswichtiges Organ ist allen bekannt. Der Muskel pumpt Blut durch den Körper und sorgt somit dafür, dass alle Organe und Gewebe ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Wenn die Funktionsweise des Herzes eingeschränkt ist, spricht man von einer Herzinsuffizienz. Die Ursachen für eine Herzinsuffizienz sind vielfältig und reichen von Herzinfarkten über Bluthochdruck und Herzklappenerkrankungen bis hin zu angeborenen Herzfehlern oder hormonellen Störungen. An der Med Uni Graz wurde der Risikofaktor Übergewicht mit seinen Auswirkungen untersucht.
Herzinsuffizienz
Allein in Österreich leben rund 300.000 Menschen mit Herzinsuffizienz, wobei etwa die Hälfte von ihnen an der Form der Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) leidet. Bei der HFpEF bleibt die Pumpkraft des Herzes zwar erhalten, aufgrund eines versteiften Muskels kann sich das Herz aber nicht ausreichend mit Blut füllen, um seine Aufgabe optimal zu erfüllen. Die Folgen sind insbesondere bei körperlicher Belastung Kurzatmigkeit, Leistungseinbußen und eine dramatische Verringerung der Lebensqualität – und über 50 % Mortalität innerhalb von fünf Jahren nach der ersten Diagnose.
HFpEF ist eine der häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte von Patient*innen über 65 Jahre. Aufgrund des demografischen Wandels nimmt die Zahl der Personen mit Herzinsuffizienz stetig zu. HFpEF stellt eine erhebliche Herausforderung dar, da es nur begrenzte Therapiemöglichkeiten gibt, was auf die unzureichende Erforschung und die noch nicht vollständig verstandenen Mechanismen zurückzuführen ist.
HFpEF ist aber nicht „nur“ eine Herzerkrankung, erklärt Simon Sedej: „HFpEF ist eine systemische Erkrankung, die den gesamten Organismus betrifft. Sie entsteht vor allem durch die Wechselwirkung von Alterung, Bewegungsmangel und begleitenden Stoffwechselstörungen wie Übergewicht bzw. Adipositas, Bluthochdruck und metabolischem Syndrom. Diese Erkrankungen, die zu den größten Risikofaktoren für HFpEF gehören, führen zu einem Teufelskreis aus entgleistem Stoffwechsel und einer zunehmenden Beeinträchtigung der Herzfunktion.“
Die Publikation „Inhibition of Adipose Tissue Lipolysis Treats Obesity-Related HFpEF“, die im Journal Circulation Research erschienen ist, wirft einen Blick auf den Faktor Übergewicht bei der Behandlung von HFpEF. Die Erstautorin Alina Stockner zeigt sich von den Ergebnissen begeistert: „Tatsächlich spielt das Fettgewebe eine zentrale Rolle in der HFpEF, indem es zur Entwicklung einer chronischen systemischen Entzündung beiträgt. Trotz der maßgeblichen Bedeutung des Fettgewebes im Krankheitsverlauf gibt es derzeit noch keinen Beleg dafür, dass die direkte Modulation des Fettgewebsstoffwechsels allein ausreicht, um die adipositasassoziierte HFpEF zu behandeln. In der vorliegenden Arbeit liefern wir überzeugende Evidenz dafür, dass die genetische beziehungsweise pharmakologische Hemmung der Lipolyse spezifisch im Fettgewebe ausreicht, um übergewichtsassoziierte HFpEF vorzubeugen beziehungsweise diese zu behandeln.“
Atglistatin im Fokus
Im Zentrum der Forschung stand ein Stoff namens Atglistatin. Er hemmt spezifisch die Adipozyten-Triglyzeridlipase, ein zentrales Enzym des Fettstoffwechsels. Die Studie konnte zeigen, dass der Einsatz von Atglistatin die Herzfunktion in einem HFpEF-Mausmodell wirksamer positiv beeinflusst als nur die ernährungsbasierte Reduktion von Kalorien. Weiters konnte gezeigt werden, dass wichtige entzündungsfördernde Mediatoren wie IL-1β, die das Fortschreiten einer Herzinsuffizienz begünstigen, durch Atglistatin reduziert werden können. Die Forscher*innen gehen davon aus, dass die Ergebnisse dazu beitragen, weitere Studien zur Hemmung der Lipolyse bei HFpEF zu initiieren und so zu einer Verbesserung der Behandlung von adipösen Patient*innen beizutragen.
Link zur Studie: „Inhibition of Adipose Tussue Lipolysis Treats Obesity-Related HFpEF“
Foto von Simon Sedej , Credit: Med Uni Graz/Wiesner
Steckbriefe Alina Stockner und Simon Sedej
Alina Stockner hat an der Technischen Universität Graz das Bachelorstudium Molekularbiologie und folgend das Masterstudium Biochemie und molekulare Biomedizin abgeschlossen. Sie ist Studentin des PhD-Programms Molekulare Medizin.
Simon Sedej ist assoziierter Professor für Herzphysiologe und forscht als Gruppenleiter an der Med Uni Graz an Mechanismen des Alterns im Herzen und innovativen Therapieansätzen zur Behandlung von altersbedingter Herzinsuffizienz. Er leitete in den letzten drei Jahren das europäische Forschungskonsortium „MINOTAUR“, gefördert von FWF und EU, an dem Expert*innen aus Österreich, Frankreich, Portugal, Spanien und Deutschland beteiligt waren. Die klinisch relevanten Ergebnisse seiner Forschungsgruppe, eingebettet in das universitäre Herzzentrum, wurden in den letzten Jahren regelmäßig in hochrangigen wissenschaftlichen Journalen publiziert und mit renommierten Preisen ausgezeichnet.
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Datenrettung:
Der Verlust von Daten kommt meist überraschend. Wer hier nicht auf ein Backup zurück greifen kann, kommt schnell ins Schwitzen.
Nicht immer müssen die Daten aber gleich hoffnungslos verloren sein. Um weitere Schäden zu vermeiden sollten Sie im Falle des Falles keine Aktivitäten mehr mit dem Datenträger unternehmen. Holen Sie sich am besten fachmännischen Rat. Jeder noch so gut gemeinte Rat von Freunden/Bekannten könnte eine Datenrekonstruktion erschweren oder sogar unmöglich machen. Fertigen Sie in Zukunft regelmäßig Backups an und beugen Sie damit einen evtl. Datenverlust vor.
Datensicherung:
Fertigen Sie regelmäßig Backups an und beugen Sie damit einen evtl. Datenverlust vor. Die Datensicherung kann auf verschiedene Weise geschehen. Meist aber wird dazu ein Bandlaufwerk oder eine externe Festplatte verwendet. Welche Backup-Software verwendet wird, hängt ganz vom System ab. Bei Server-Betriebssystemen meist das VERITAS-Backup, bei Workstations genügt meist schon das interne Sicherungsprogramm (nicht aber die Systemwiederherstellung) oder von Acronis das Programm “TRUE IMAGE HOME”. Lassen Sie sich beraten, damit für Sie eine maßgeschneiderte Lösung gefunden werden kann.
Virenentfernung:
Sollte Ihr PC oder Notebook tatsächlich mal von einem Virus oder Trojaner befallen sein, sollten Sie vorsichtshalber die bestehende Internetverbindung – im Netzwerk zusätzlich die Netzwerkverbindung – trennen. Beenden Sie anschließend Windows ordnungsgemäß und bringen Sie dann am besten den PC (Notebook) zur Virenentfernung/Virenbeseitigung vorbei. Die Beseitigung der Viren/Trojaner erfolgt i.d.R. innerhalb von 48 Stunden.
Tipps für die Zukunft:
Achten Sie darauf, dass Ihr Virenscanner stets AKTUELL ist (Update!)
Installieren Sie alle Windows und Office-Updates
Surfen Sie mit einem »eingeschränkten Benutzerkonto«
Besuchen Sie keine illegalen Webseiten (z.B. Cracks)
Benutzen Sie keine P2P-Programme zum illegalen Download
Scannen Sie gebrannte CDs/DVDs oder USB-Sticks vor deren Benutzung
Geben Sie niemals das Laufwerk C: im Netzwerk frei
Speichern Sie niemals Passwörter, auch wenn es bequem ist
Scannen Sie regelmäßig den kompletten PC nach Viren/Trojanern