VCÖ: Mit spritsparendem Mobilitätsverhalten Sprit und Geld sparen sowie sicherer mobil sein
VCÖ (Wien, 7. Juli 2026) – Am Freitag beginnen die Schulferien in der Steiermark. Viele fahren mit dem Auto auf Urlaub. Die Mobilitätsorganisation VCÖ weist darauf hin, dass in einigen Urlaubsländern Treibstoff mehr kostet als in Österreich. Auch bei Tempolimits, Promillegrenze und Strafhöhen gibt es oft Unterschiede im Vergleich zu Österreich. Durch spritsparendes Fahren können nicht nur Verbrauch und damit auch die Spritkosten um gut 20 Prozent reduziert werden, sondern es können auch Verkehrsstrafen vermieden werden, empfiehlt die Mobilitätsorganisation VCÖ.
Im beliebtesten Auslandsreiseziel der Österreicherinnen und Österreich kostet tanken deutlich mehr. In Italien ist für 50 Liter Eurosuper mit fast 91 Euro im Schnitt um rund acht Euro mehr zu zahlen als hierzulande und für 50 Liter Diesel um rund neun Euro mehr, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der EU-Kommission zeigt. In Dänemark, Niederlande, Finnland und der Schweiz ist für 50 Liter Eurosuper oder Diesel sogar umgerechnet mehr als 100 Euro zu bezahlen. Tiefer in die Tasche greifen muss man beim Tanken unter anderem auch in Frankreich, Deutschland, Belgien, Portugal und bei Eurosuper auch in Griechenland.
Niedriger sind die Spritpreise insbesondere in einigen südeuropäischen und vor allem in osteuropäischen Ländern, aber teilweise nur in geringem Ausmaß. So kostet in Kroatien, dem zweitbeliebtesten Urlaubsland, eine 50 Liter Tankfüllung um nur rund zwei Euro weniger als in Österreich, in Ungarn nur zwischen einem (Eurosuper) und drei Euro (Diesel), in Slowenien zwischen zwei (Diesel) und vier Euro (Eurosuper). Am niedrigsten sind die Spritpreise in Malta und Polen.
Wie sich die Spritpreise in den kommenden Wochen entwickeln, hängt von der weiteren Entwicklung im Nahen Osten ab. “Was sich immer und in allen Urlaubsländern auszahlt, ist spritsparendes Fahren. Das heißt konkret vorausschauend fahren, um frühzeitig den Fuß vom Gaspedal zu nehmen, niedertourig und vor allem langsamer fahren, etwa auf Freilandstraßen maximal 80 km/h fahren und auf Autobahnen 100 oder 110 statt 130 km/h”, empfiehlt VCÖ-Experte Michael Schwendinger.
Langsamer und vorausschauend zu fahren, spart nicht nur Sprit, sondern reduziert auch das Unfallrisiko und erspart einem Verkehrsstrafen. Umso mehr, als in einigen Ländern die Tempolimits niedriger sind als in Österreich, vor allem auf Freilandstraßen. In Schweden darf höchstens 70 km/h gefahren werden, ein Tempolimit von 80 km/h gilt unter anderem in Dänemark, Finnland, Norwegen, der Schweiz und den Niederlanden, informiert der VCÖ. Auf Autobahnen gilt in Norwegen Tempolimit 100, in Schweden 110, Tempolimit 120 gilt unter anderem in Belgien, Finnland und der Schweiz.
Auch die Promillegrenze ist in einigen Ländern niedriger als in Österreich. In Estland, Polen, Schweden und Norwegen liegt das Alkohollimit bei 0,2 Promille. In unseren Nachbarländern Slowakei, Tschechien und Ungarn gilt 0,0 Promille, ebenso in Rumänien, berichtet der VCÖ. “Don’t Drink and Drive sollte im Interesse der eigenen Sicherheit immer das Motto sein. Schon bei 0,5 Promille steigt das Unfallrisiko auf das Doppelte”, erinnert VCÖ-Experte Michael Schwendinger.
Die Strafen für Alkohol am Steuer sind übrigens in einigen Ländern deutlich höher als in Österreich. In Italien beträgt die Mindeststrafe für alkoholisiertes Lenken 545 Euro, in Spanien mindestens 500 Euro. Handytelefonieren am Steuer kann in etlichen Ländern ebenfalls deutlich stärker ins Geld gehen. In Griechenland beträgt die Strafe für Handy am Steuer 350 Euro, in Dänemark 270 Euro, in Italien und Slowenien jeweils mindestens 250 Euro. Auch Geschwindigkeitsübertretungen kosten in etlichen Urlaubsländern mehr als in Österreich. Bei Überschreitung des Tempolimits um bis zu 20 km/h ist beispielsweise in Kroatien 130 Euro zu zahlen, in Frankreich 135 Euro und in Italien mindestens 175 Euro.
VCÖ: In vielen Urlaubsländern kostet Eurosuper mehr als in Österreich (Preis für 50 Liter Tankfüllung Eurosuper – in Klammer Differenz zu Österreich)
Dänemark: 116,90 Euro (+ 34,40 Euro)
Niederlande: 110,20 Euro (+ 27,70 Euro)
Finnland: 106,30 Euro (+ 23,80 Euro)
Schweiz: 101,00 Euro (+ 18,50 Euro)
Frankreich: 96,80 Euro (+ 14,30 Euro)
Griechenland: 96,10 Euro (+ 13,60 Euro)
Deutschland: 95,00 Euro (+ 12,50 Euro)
Portugal: 93,80 Euro (+ 11,30 Euro)
Italien: 90,60 Euro (+ 8,10 Euro)
Irland: 88,10 Euro (+ 5,60 Euro)
Großbritannien: 87,70 Euro (+ 5,20 Euro)
Belgien: 86,50 Euro (+ 4,00 Euro)
Lettland: 86,40 Euro (+ 3,90 Euro)
Slowakei: 83,30 Euro (+ 0,80 Euro)
Litauen: 83,20 Euro (+ 0,70 Euro)
Estland: 83,10 Euro (+ 0,60 Euro)
Rumänien: 82,60 Euro (+ 0,10 Euro)
ÖSTERREICH: 82,50 Euro
Luxemburg: 82,40 Euro (- 0,10 Euro)
Serbien: 82,20 Euro (- 0,30 Euro)
Ungarn: 81,20 Euro (- 1,30 Euro)
Kroatien: 80,60 Euro (- 1,90 Euro)
Tschechien: 79,90 Euro (- 2,60 Euro)
Slowenien: 78,80 Euro (- 3,70 Euro)
Schweden: 77,10 Euro (- 5,40 Euro)
Zypern: 75,20 Euro (- 7,30 Euro)
Bulgarien: 73,30 Euro (- 9,20 Euro)
Spanien: 71,90 Euro (- 10,60 Euro)
Polen: 69,50 Euro (- 13,00 Euro)
Malta: 67,00 Euro (- 15,50 Euro)
Quelle: EU-Kommission, VCÖ 2026
VCÖ: Große Unterschiede beim Dieselpreis zwischen den Urlaubsländern (Preis für Tankfüllung 50 Liter Diesel – in Klammer Differenz zu Österreich)
Schweiz: 110,10 Euro (+ 24,50 Euro)
Finnland: 107,20 Euro (+ 21,60 Euro)
Niederlande: 101,00 Euro (+ 15,40 Euro)
Dänemark: 100,30 Euro (+ 14,70 Euro)
Großbritannien: 97,00 Euro (+ 11,40 Euro)
Italien: 94,90 Euro (+ 9,30 Euro)
Frankreich: 93,50 Euro (+ 7,90 Euro)
Belgien: 93,40 Euro (+ 7,80 Euro)
Serbien: 92,50 Euro (+ 6,90 Euro)
Portugal: 88,40 Euro (+ 2,80 Euro)
Deutschland: 88,20 Euro (+ 2,60 Euro)
Irland: 88,00 Euro (+ 2,40 Euro)
Rumänien: 87,50 Euro (+ 1,90 Euro)
Litauen: 86,90 Euro (+ 1,30 Euro)
ÖSTERREICH: 85,60 Euro
Schweden: 84,20 Euro (- 1,40 Euro)
Slowenien: 83,90 Euro (- 1,70 Euro)
Lettland: 83,70 Euro (- 1,90 Euro)
Kroatien: 83,20 Euro (- 2,40 Euro)
Ungarn: 82,10 Euro (- 3,50 Euro)
Luxemburg: 81,20 Euro (- 4,40 Euro)
Zypern: 80,90 Euro (- 4,70 Euro)
Griechenland: 80,40 Euro (- 5,20 Euro)
Estland: 79,30 Euro (- 6,30 Euro)
Spanien: 75,20 Euro (- 10,40 Euro)
Slowakei: 74,30 Euro (- 11,30 Euro)
Bulgarien: 73,90 Euro (- 11,70 Euro)
Tschechien: 72,30 Euro (- 13,30 Euro)
Polen: 70,40 Euro (- 15,20 Euro)
Malta: 60,50 Euro (- 25,10 Euro)
Quelle: EU-Kommission, VCÖ 2026
Der VCÖ – Mobilität mit Zukunft ist eine auf Mobilität und Transport spezialisierte, gemeinwohlorientierte Organisation. Ziel des VCÖ ist ein ökologisch verträgliches, ökonomisch effizientes und sozial gerechtes Verkehrssystem. Die Sichtweise des VCÖ ist global orientiert, themenübergreifend und berücksichtigt die Interessen zukünftiger Generationen.




