Nationalpark, Stift Admont, Natur- und Geopark, Schloss Röthelstein und TVB bündelten Kräfte
Erstmals luden der Nationalpark Gesäuse, das Benediktinerstift Admont, der Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen, Schloss Röthelstein Admont und der Tourismusverband Gesäuse am 29. Mai zur gemeinsamen Sommer-Pressekonferenz in den neu gestalteten Weidendom des Nationalparks ein. Gemeinsam wurden die wichtigsten Neuigkeiten und Themen im Gesäuse für das kommende Halbjahr vorgestellt.
Nach der Begrüßung durch den Tourismusverband brachten Nationalpark Gesäuse-Direktor Herbert Wölger, Pater Prior Maximilian Schiefermüller, Bibliothekar und Archivar des Stiftes Admont, Oliver Gulas-Wöhri, Geschäftsführer des Natur- und Geoparks Steirische Eisenwurzen, JUFA-Geschäftsführer Gerhard Wendl und Tourismusverband Gesäuse-Geschäftsführerin Jaqueline Egger jeweils das wichtigste Thema ihrer Institution vor. Auch die starke Vernetzung der Projekte untereinander sowie die gemeinsame Kooperation standen im Vordergrund.

(C) Andreas Hollinger
Die Sommer-Themen im Gesäuse 2026:
Nationalpark Gesäuse: Weidendom und Sommerprogramm
Neben dem neu gestalteten Weidendom bietet der Nationalpark Gesäuse im Juli und August an jedem Wochentag ein kostenloses Sommerprogramm für Besucher:innen. Die Palette reicht vom Familienabenteuer in Johnsbach über geführte Wanderungen und kurze Natur-Einblicke bis zu Campfire Talks und dem beliebten „Kino im Weidendom“ mit Filmen unter freiem Himmel. Auch die Nacht rückt in den Fokus: Bei geführten Nachtwanderungen erleben Besucher:innen den Nationalpark nach Sonnenuntergang – mit seinen außergewöhnlich dunklen Nächten als Teil des zertifizierten Naturnachtgebiets Eisenwurzen. So macht das Sommerprogramm Natur, Landschaft und Schutzgebiet auf niederschwellige Weise für unterschiedliche Zielgruppen erlebbar. Nationalpark-Direktor Herbert Wölger: „Der neu gestaltete Weidendom dient uns bereits heute als Treffpunkt für diese Pressekonferenz. Unser Sommerprogramm lädt dann im Juli und August jeden Tag kostenlos dazu ein, den Nationalpark Gesäuse in seiner ganzen Vielfalt zu erleben – von leichten Wanderungen und Campfire Talks bis hin zum Kino im Weidendom und Nachtwanderungen. Besonders die Nachtangebote zeigen, was unser Schutzgebiet auch auszeichnet: Bei uns sind die Nächte noch außergewöhnlich dunkel. Damit möchten wir auch Bewusstsein dafür schaffen, wie wertvoll natürliche Dunkelheit für Mensch, Tier und Landschaft ist.“
Benediktinerstift Admont: 250 Jahre Stiftsbibliothek
Seit 250 Jahren gilt der Prunksaal der Stiftsbibliothek Admont als Magnet für Touristen, Wissenschaftler und Kulturliebhaber: Bartholomeo Altomonte stellte 1776 die sieben Kuppelfresken des Bibliotheksraumes fertig. Ein Anlass, der Bibliothek eine eigene Sonderausstellung zu widmen. Auch die umfangreichen Sammlungen, die dauerhaft oder im Wechsel in den Museumsräumlichkeiten präsentiert werden – so die Sonderausstellung „Admont 1074 – Ein Streifzug durch die Stiftsgeschichte“ – laden 2026 zum Museumserlebnis ein. Zudem werden die beliebten Führungen „Bibliothek bei Nacht“ im August und September wieder jeweils Freitag um 21 Uhr veranstaltet.
Pater Prior Maximilian Schiefermüller OSB, Bibliothekar und Archivar Benediktinerstift Admont: „Eine Bibliothek wie jene von Admont ist mehr als ein Raum voller Bücher – sie ist ein lebendiges Gedächtnis unseres Glaubens, unserer Kultur und unseres Strebens nach Erkenntnis. Seit 250 Jahren lädt sie uns ein, im Licht des Wissens Gott und die Welt tiefer zu verstehen.“
Natur- und Geopark Steirische Eisenwurzen: Dark Sky Reserve
Im Natur- und Geopark entstehen 2026 neue Sternenbeobachtungsplätze, die Naturerlebnis und gezielte Besucherlenkung verbinden. Seit März 2026 ist der Natur- und Geopark als Dark Sky Reserve ausgezeichnet – ein wichtiger Schritt zum Schutz der Nachtlandschaft. Insgesamt werden 11 Sternenschauplätze in vier Gemeinden geschaffen. Diese thematischen Verweilorte richten sich an Einheimische wie Gäste und stärken insbesondere die Ortskerne als auch Ausflugsziele in Altenmarkt, Sankt Gallen, Landl und Wildalpen.
Natur- und Geopark Geschäftsführer Oliver Gulas-Wöhri: „Die Standorte wurden gemeinsam mit der Bevölkerung entwickelt. Drei Plätze entstehen in Kooperation mit dem Seelsorgeraum Eisenwurzen bei Kirchen. Hier wird ab 22 Uhr die Beleuchtung reduziert, auf warme Lichtfarben umgestellt und Lichtverschmutzung minimiert. So entstehen Orte der Ruhe und des Staunens, die zum Verweilen unter dem Sternenhimmel einladen. Kirche wird dadurch neu erlebbar – durch Atmosphäre statt Helligkeit. Die feierliche Eröffnung findet am 11. September im Rahmen der internationalen Earth Night in Sankt Gallen statt.“
Schloss Röthelstein: Wiedereröffnung in Admont
Das Wiedererwachen von Schloss Röthelstein im Frühsommer 2026 bringt neue Impulse für den regionalen Tourismus und schafft gleichzeitig einen Mehrwert für die lokale Bevölkerung. Durch eine enge Partnerschaft zwischen den JUFA Hotels, der Gemeinde und den touristischen Leitbetrieben der Region soll das historische Juwel künftig als vielseitiger und regional verankerter Begegnungsort etabliert werden. Ob als exklusiver Rahmen für Events und Hochzeiten oder als regionaler Veranstaltungsort für Konzerte, Kindergeburtstage und gemütlicher Frühstücksplatz – das Schloss stärkt bewusst das touristische Angebot vor Ort. Die gezielte Schaffung von kombinierbaren Gästeerlebnissen steht im Fokus: Regionale Leuchtturm-Themen wie das Dark Sky Reserve oder die Admonter Stiftsbibliothek werden künftig eng mit dem Angebot im Schloss verzahnt.
Gerhard Wendl, Gründer & CEO der JUFA Hotels: „Für uns als JUFA Hotels ist es ein zentrales Selbstverständnis, nicht nur Beherberger, sondern immer auch Förderer der regionalen Identität zu sein. Es ist einfach großartig, an unseren Hotelstandorten hautnah zu merken, mit welch motivierter und talentierter Energie eine Region auf aktuelle touristische Entwicklungen reagiert und diese aktiv mitgestaltet. Ich bin begeistert von der kreativen und erfrischenden Energie, mit der hier im Gesäuse gearbeitet wird – genau das macht Admont zu einer so hochspannenden Destination und lässt uns voller Vorfreude auf das Reopening blicken.“
Tourismusverband Gesäuse: „Bussi Baba“ als erste Gravelbike-Strecke
Im Sommer erblickt die erste Gravelbike-Strecke im Gesäuse das Licht der Welt. Das Motto: „Bussi Baba. Ich bin dann mal weg … im Gesäuse“. Sie führt in 180 Kilometern und über 3.000 Höhenmeter quer durch die Erlebnisregion Gesäuse und kann in 1, 2 oder 3 Tagen absolviert werden. Wald, Wasser, Berg und Kultur liegen dabei einfach auf dem Weg. Gäste und Einheimische sehen neue Ecken und Ausblicke der Region, auf dem Weg warten nasse Abkühlung, regionale Köstlichkeiten und kulturelle Highlights. Die Route von Bussi Baba ist dabei von unterschiedlichen Startpunkten aus möglich und mit ganzen neun Bahnhöfen auf der Strecke perfekt öffentlich erreichbar. Ein wesentliches Merkmal ist die Einbindung der Betriebe der Region.
„Nach der Bike-Klausur von TVB und Gemeinden im vergangenen Jahr und dem gemeinsamen Wunsch, eine radfreundlichere Region zu werden, können wir mit Bussi Baba nun einen wichtigen ersten Schritt setzen. Dafür wird ein neues touristisches Angebot geschaffen, das so viele Menschen und Betriebe der Region mitnimmt, wie nur möglich. Wir tun genau das, was in der Region unser Erkennungsmerkmal ist: Immer das gesamte Ökosystem verantwortungsvoll mitdenken. Den Fahrradshop, das Kaffeehaus, den Badesee, das Museum und die Beherberger:innen vor Ort. Auch Einheimische lernen die Region von Mitterberg bis Sankt Gallen auf der Strecke aus neuen Blickwinkeln kennen.“
Nach zahlreichen Fragen fanden die Gespräche bei kulinarischen Köstlichkeiten ihren Ausklang.









