GESCHAFFT: Der österreichische Extremschwimmer Josef Köberl hat den Catalina Channel erfolgreich durchschwommen

Der österreichischer Extremschwimmer komplettiert die Triple Crown of Open Water Swimming und schafft mit Catalina die fünfte der sieben Ocean’s-Seven-Querungen – vier Stunden lang kämpfte er nahezu ohne sichtbaren Fortschritt gegen die Strömung.

Los Angeles / Wien / Grundlsee, 15. August 2026 – Geschafft: Der österreichische Extremschwimmer Josef Köberl hat den Catalina Channel erfolgreich durchschwommen. Nach 15 Stunden und 20 Minuten im Pazifik erreichte er das kalifornische Festland und setzte damit einen weiteren großen Meilenstein auf seinem Weg zu den Ocean’s Seven.

Dabei hatte zunächst alles nach einer wesentlich schnelleren Querung ausgesehen. Nach rund fünf Stunden lag Köberl so gut im Zeitplan, dass sogar eine Gesamtzeit von unter elf Stunden möglich erschien.

Dann änderten sich die Bedingungen dramatisch.

Eine starke seitliche Strömung bremste Köberls Vorwärtskommen massiv. Rund vier Stunden lang kämpfte er gegen die Strömung – ohne für ihn erkennbaren Fortschritt.

„Es hat sich einfach nichts bewegt. Weder das Ufer vor mir noch mein Standort. Du schwimmst und schwimmst, Stunde um Stunde, aber hast das Gefühl, keinen Meter näher ans Ziel zu kommen und es ist noch so weit!“, beschreibt Köberl diese Phase.

„Den größten Kampf hatte ich gegen meine Gedanken“

Die vier Stunden gegen die Strömung wurden nicht nur zur körperlichen, sondern vor allem zur mentalen Herausforderung.

„Den größten Kampf hatte ich gegen meine Gedanken – den habe ich dann nach mehreren Stunden gewonnen“, sagt Köberl. „Irgendwann musste ich aufhören darüber nachzudenken, wie lange es noch dauern könnte. Ab diesem Moment war nur noch klar: Ich schwimme weiter.“

Aus dem möglichen Sub-11-Stunden-Swim wurde damit eine der härtesten Querungen seiner bisherigen Karriere.

Nach insgesamt 15 Stunden und 20 Minuten erreichte Köberl schließlich das Festland und beendete die Querung erfolgreich.

Triple Crown geschafft

Mit dem Catalina Channel erreicht Köberl gleichzeitig einen weiteren bedeutenden Meilenstein im internationalen Open-Water-Schwimmen: die Triple Crown of Open Water Swimming.

Sie besteht aus der Querung des Ärmelkanals, der Umrundung von Manhattan und der Durchquerung des Catalina Channels. Alle drei Herausforderungen hat Köberl nun erfolgreich absolviert.

Erst im Juni 2026 war er beim 20 Bridges Swim rund um Manhattan geschwommen. Nur zwei Monate später folgte nun Catalina.

Fünf von sieben Ocean’s Seven geschafft

Noch größer ist das langfristige Ziel des Österreichers: die Ocean’s Seven, die sieben legendären Meeresquerungen des Langstreckenschwimmens.

Fünf davon hat Köberl nun erfolgreich absolviert:

  • Ärmelkanal
  • Straße von Gibraltar
  • Cook Strait
  • Nordkanal
  • Catalina Channel

Damit fehlen nur noch zwei Querungen.

Bereits Ende August wartet mit der Tsugaru Strait in Japan die sechste Herausforderung. Als siebente und letzte Querung soll 2027 der Kaiwi Channel zwischen Molokai und Oʻahu auf Hawaii folgen.

Zuvor wartet in Kalifornien bereits das nächste Abenteuer: Nur wenige Tage nach der 15-stündigen Belastung im Catalina Channel möchte Köberl auch die legendäre „Escape from Alcatraz“-Strecke schwimmen. Mit dabei ist auch Freund und Unterstützer Markus Rogan.

Ein Sieg, der im Kopf entschieden wurde

Nach mehr als 15 Stunden im Wasser bleibt für Köberl vor allem die Erinnerung an jene Stunden, in denen das Ziel scheinbar nicht näher kommen wollte.

Der Catalina Channel wurde damit zu mehr als einer weiteren sportlichen Etappe auf dem Weg zu den Ocean’s Seven.

„Im Nachhinein sind es nicht die Kilometer, an die ich zuerst denke. Es sind diese Stunden, in denen ich gegen meine eigenen Gedanken geschwommen bin. Als ich diesen Kampf gewonnen hatte, wusste ich: Jetzt komme ich auch ans andere Ufer – es wird halt dauern.“

15 Stunden und 20 Minuten nach dem Start war es geschafft.

Fotos und Videos Copyright Barbara Anderl

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

error: (c) arf.at