VCÖ-Spritspar-Tipps: Langsamer, niedertourig, vorausschauend fahren
VCÖ (Wien, 24. September 2026) – Im Schnitt tanken die Autos der steirischen Haushalte pro Monat 52 Liter Benzin beziehungsweise 68 Liter Diesel, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Die Spritpreisbremse bringt im Oktober und November im Schnitt eine Ersparnis von rund sechs Euro pro Benzin-Pkw und von acht Euro pro Diesel-Pkw. Wirksamer als die Spritpreisbremse ist eine Spritverbrauchsbremse. Sinkt der Verbrauch durch spritsparendes Fahren um 20 Prozent, beträgt die durchschnittliche Ersparnis pro Benzin-Pkw 20 Euro und pro Diesel-Pkw sogar 30 Euro, macht der VCÖ aufmerksam. Der VCÖ gibt Tipps, wie der Spritverbrauch gesenkt werden kann.
Der Durchschnittsverbrauch der Benzin-Pkw der steirischen Haushalte liegt laut Statistik Austria bei rund 6,7 Litern pro 100 Kilometer, jener von Diesel-Pkw bei 6,4 Litern. Pro Jahr flossen zuletzt 620 Liter Benzin beziehungsweise 821 Liter Diesel in den Tank eines steirischen Autos. “Im Fahrstil schlummert ein riesiges Potenzial, um den Verbrauch und damit die Spritkosten deutlich zu verringern. Wer durch spritsparendes Fahren den Verbrauch um 20 Prozent reduziert, senkt auch die Spritkosten um 20 Prozent”, verdeutlicht VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Spritsparend fahren heißt zum einen, langsamer zu fahren. Tempo 110 statt 130 auf der Autobahn reduziert den Verbrauch im Schnitt um 16 Prozent, wie Daten des Umweltbundesamts zeigen, Tempo 100 statt 130 sogar um 23 Prozent. Zum zweiten ist vorausschauendes Fahren sehr wirksam, weil damit frühzeitig der Fuß vom Gaspedal genommen und gleichmäßiger gefahren werden kann. Beim Beschleunigen ist der Verbrauch am höchsten. Stop-and-go bedeutet entsprechend mehr Verbrauch. Weiters spart niedertouriges Fahren Sprit, daher rasch in den nächsthöheren Gang schalten. Spritfresser wie Dachboxen oder eine zu stark eingestellte Klimaanlage vermeiden und auf den richtigen Reifendruck achten. Und: Den Motor nicht am Stand laufen lassen.
Minus 20 Prozent Spritverbrauch bedeutet bei Benzin-Pkw, dass der monatliche Verbrauch von durchschnittlich 52 auf 41 Liter sinkt. Bei aktuellen Spritpreisen beträgt die Ersparnis 20 Euro pro Monat, macht der VCÖ aufmerksam. “Das ist dreimal so viel wie die Ersparnis durch die Spritpreisbremse”, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest. Bei Diesel-Pkw reduziert spritsparendes Fahren den monatlichen Durchschnittsverbrauch um 13 Liter von 68 auf 55 Liter, was bei aktuellen Spritpreisen eine Ersparnis von 30 Euro bringt. Das ist sogar fast viermal so viel wie die acht Euro der Spritpreisbremse.
Wer darüber hinaus mit Arbeitskolleginnen und Kollegen Fahrgemeinschaften bildet und kurze Strecken statt mit dem Auto zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad fährt, reduziert den Verbrauch und damit die Spritkosten noch zusätzlich, betont der VCÖ.
“Österreichs Bundesregierung ist gefordert, rasch Maßnahmen zu setzen, die die Abhängigkeit des Verkehrs von Erdöl deutlich reduzieren. Den Spritverbrauch in Österreich zu reduzieren, ist das Gebot der Stunde, auch, weil durch den Krieg im Nahen Osten und die Blockaden der Straße von Hormus und der Meerenge von Bab al-Mandab Versorgungsengpässe drohen”, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest.
Rückfragen: VCÖ-Kommunikation, Christian Gratzer (0699)18932695
10 VCÖ-Tipps für spritsparende Mobilität
1. Hohes Tempo vermeiden: Gleiten statt rasen spart Sprit und man ist damit auch sicherer unterwegs. Im Schnitt reduziert auf der Autobahn Tempo 110 statt 130 den Verbrauch um 16 Prozent, Tempo 100 statt 130 um 23 Prozent.
2. Vorausschauend fahren: So kann der Fuß rechtzeitig vom Gaspedal genommen und auch die Motorbremse öfters eingesetzt werden.
3. Gleichmäßig fahren: Anfahren und beschleunigen verbrauchen viel Sprit.
4. Niedrigtourig fahren: Rasch in den nächsthöheren Gang schalten. Je höher die Drehzahl, umso mehr Sprit frisst der Motor.
5. Spritfresser vermeiden: Eine Dachbox erhöht den Verbrauch, deshalb runter vom Dach, wenn sie nicht benötigt wird.
6. Den Motor nicht am Stand laufen lassen. Bei längeren Wartezeiten, etwa vor einem Bahnschranken, Motor abschalten.
7. Auf den richtigen Reifendruck achten.
8. Auf Kurzstrecken ist der Verbrauch pro Kilometer besonders hoch. Auf Kurzstrecken statt mit dem Auto möglichst oft zu Fuß oder mit dem Fahrrad mobil sein. Kalorien statt Benzin und Diesel verbrennen ist zudem gesund.
9. Fahrgemeinschaften bilden: Dort, wo es keine gute Alternative zum Auto gibt, reduzieren Fahrgemeinschaften, etwa in die Arbeit oder für Einkäufe, die Kosten.
10. Wenn möglich öffentliche Verkehrsmittel sowie Park & Ride benutzen. Gerade für Pendlerinnen und Pendler ist mit dem Klimaticket der Öffentliche Verkehr um ein Vielfaches günstiger als das Auto.
Der VCÖ – Mobilität mit Zukunft ist eine auf Mobilität und Transport spezialisierte, gemeinwohlorientierte Organisation. Ziel des VCÖ ist ein ökologisch verträgliches, ökonomisch effizientes und sozial gerechtes Verkehrssystem. Die Sichtweise des VCÖ ist global orientiert, themenübergreifend und berücksichtigt die Interessen zukünftiger Generationen.







