41 Grad: Noch nie wurde in Österreich eine höhere Temperatur gemessen.

Am heutigen Dienstag ist der österreichische Allzeit-Hitzerekord gebrochen worden: An der GeoSphere-Messstation Wien-Stammersdorf wurde um 15.30 Uhr ein vorläufiger Wert von 41,0 Grad gemessen. Die bis zum heutigen Tag höchste Temperatur, die jemals in Österreich gemessen worden war, lag bei 40,5 Grad und wurde am 8. August 2013 an der Messstation Bad Deutsch-Altenburg registriert.

Bereits um 14:40 Uhr hatte am heutigen Dienstag die GeoSphere-Messstation Wien-Stammersdorf eine Temperatur von 40,8 Grad gemeldet, was zu diesem Zeitpunkt das österreichische Allzeit-Hoch bedeutete. In der darauffolgenden Stunde kamen noch einmal 0,2 Grad dazu. Auch die Messstellen in Langenlebarn im Tullnerfeld (NÖ) mit 40,7 Grad und St. Pölten mit 40,6 Grad übertrafen den ehemaligen Höchstwert aus dem Jahr 2013.

Neun Mal 40 Grad und darüber

Insgesamt wurde die 40-Grad-Marke an neun Messstellen der GeoSphere Austria erreicht bzw. übertroffen: Neben Wien-Stammersdorf, Langenlebarn und St. Pölten waren das Wien-Innere Stadt und Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) mit jeweils 40,4 Grad, Krems und Langenlois (beide NÖ) mit jeweils 40,2 Grad, Wieselburg mit 40,1 sowie Gars am Kamp (beide NÖ) mit 40,0 Grad. Auf 39,9 Grad kam die Messstation Wien-Unterlaa.

Österreich als Hotspot der Erderwärmung

„Der heutige österreichische Allzeit-Hitzerekord mit 41 Grad in Wien Stammersdorf markiert den Höhepunkt der zweiten Hitzewelle in diesem Sommer“, bilanziert Andreas Schaffhauser, wissenschaftlicher Generaldirektor GeoSphere Austria. „Solche Hitzewellen werden zukünftig heißer, häufiger, dauern länger und treten deutlich früher im Jahr auf – wie heuer bereits im Juni. Diese Kombination aus Intensität, Dauer und Häufigkeit hat enorme Auswirkungen auf die Gesundheit und Produktivität unserer Gesellschaft“, betont Schaffhauser. Österreich und weite Teile Europas sind „absolute Hotspots der Erderwärmung. Der diesjährige Sommer macht deutlich, wie dringend wir hier gegensteuern und in Klimaschutz und Klima-Anpassungsmaßnahmen investieren müssen“.

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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