Wenn es musikalisch Frühling wird in Bad Mitterndorf erklingen bei allen drei Musikkapellen (Kumitz, Tauplitz, Bad Mitterndorf) zauberhafte Konzerte. Die Musikkapelle Bad Mitterndorf ist eine der ältesten Kapellen in Österreich und die älteste im Musikbezirk Bad Aussee. Sie wurde bereits im Jahre 1850 gegründet. Umso erfreulicher ist es, dass es innerhalb des Musikvereins ein eigenes Jugendorchester gibt, das an diesem Abend auch einen eigenen Vorspiel-Part hatte. Beherzt und selbstbewusst musizierten sie-mit Unterstützung von ein paar erfahrenen Musikern und souverän geleitet von ihrem Kapellmeister Martin Davison (er wurde an diesem Abend auch von BM Herbert Hansmann, Obmann Hannes Egger und Bezirkskapellmeister Stellvertreter Roland Peer-in Vertretung von Dominik Kainzinger Weber mit dem Verdienstkreuz in Silber geehrt)-drei sehr unterschiedliche Stücke wie “Young Amadeus“(aus dem Klarinettenkonzert von Mozart), „My heart will go on“ (Filmsong aus dem Filmdrama „Titanic“) und „Tausend Stern“(Woodstock Music).
Die Jugendarbeit ist das „Herzstück“ des Vereins und die Grundlage für die musikalische Zukunft jeder Musikkapelle. Drei Musiker (Hilbel Johanna, Schrettenhauser Leni und Stocker Thomas) musizierten das erste Mal in der „Big Band“ des Konzertabends.
Derzeit musizieren 45 aktive Musikanten, sowie 18 Musikschüler in der Musikkapelle Bad Mitterndorf, worauf Obmann Hannes Egger besonders stolz und dankbar ist, denn alle gemeinsam haben sich besonders gewissenhaft auf diesen Abend vorbereitet. Die Zeiten, in denen nur Märsche gespielt wurden, sind vorbei. Mittlerweile nützt man die Chance, in einer traditionellen Musikkapelle alle Arten von Musik-von Polkas über Klassik, von Filmmusik und „Ohrwürmern“ aus der „guten alten Zeit“ bis zu modernen Stücken zu spielen. So ist auch die Programmabfolge des Frühlingskonzertabends gelungen und abwechslungsreich. Zurecht kann man sagen, da war für jeden Musikbegeisterten etwas dabei: Vom „Schönen Böhmerwald“ zu Beginn, über die „Böhmischen Liebe“ bis zum „Gruß aus Österreich“, ein Potpourrie von Wien über Kärnten u.v.m. Daher konnte natürlich das Konzert am 11. April 2026 nur mit drei Zugaben, eine davon hieß „Ein Herz für das Steirerland“ ( Marsch mit Erzherzog Johann Lied und Jodler im Trio) oder „Bis bald auf Wiedersehen“ (Böhmische Polka), enden. Zwei Solisten müssen noch extra erwähnt werden: Alisa Kochauf am Euphonium, beim Song „When I fall in love“ und Tenorhornsolist Florian Stocker bei „The Harmonious Blacksmith“. Das Publikum war restlos begeistert.
Wohl auch deshalb, weil Moderator Herbert Gasperl, selbst ein ambitionierter Musiker und Chorleiter, mit viel Charme und Schmäh durch den Abend führte und jedes musikalische „Schmankerl“ würdevoll hervorhob. Obmann und Kapellmeister wünschten zu Beginn „Gute Unterhaltung“.
Dieses Versprechen gelang, auch dank der kulinarischen, musikalischen und erzählerischen „Gustostückerln“. Dank gilt auch den Sponsoren, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Blumengeschäft Maierhofer. Nicht nur musikalisch beschwingt sollte das Frühjahr weiter gehen!
Es darf weiter getrommelt, geblasen, marschiert, ausgerückt und rundherum musiziert werden.
Beitrag: Doris Bittmann
