Bei 5 von 11 Fahrrädern ist die Bremsleistung problematisch
Passend zum Frühlingsbeginn werden Kinderfahrräder gerne zu Ostern verschenkt. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat in Kooperation mit Stiftung Warentest elf 14-Zoll-Fahrräder für Kinder im Alter von etwa drei bis fünf Jahren getestet. Nur ein Kinderfahrrad konnte mit einer „guten“ Bewertung überzeugen. Fünf Räder erhielten aufgrund problematischer Bremsen ein „nicht zufriedenstellend“. Die restlichen Räder erhielten eine „durchschnittliche“ Bewertung. Sämtliche Informationen zu den Tests gibt es online auf www.vki.at/kinderfahrrad-2026 und ab dem 26.03. in der April-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT.
Getestet wurden Marken wie Bulls, Cube, Decathlon, Puky oder Woom, deren Preisspanne von 115 bis 533 Euro reicht. Von elf Fahrrädern fielen fünf durch problematische Bremsen auf. Bei vier Rädern sind die Vorderbremsen gefährlich stark – und zwar bei den getesteten Modellen von Academy, Bachtenkirch, Bikestar und Cube. Im Praxistest verloren einige Kinder dadurch die Kontrolle und stürzten über den Lenker, blieben aber – auch dank Helm – unverletzt. Ein weiteres Rad von Dino Bikes fiel aufgrund einer zu schwachen Hinterbremse durch. Zudem brach beim Belastungstest der Gabelschaft. Das ist das senkrechte Rohr, das die Fahrradgabel mit dem Lenker verbindet.
In den Sätteln von Academy, Bulls, Cube und Puky wurden hohe Mengen Benzo(ghi)perylen gefunden. Dabei handelt es sich um einen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoff (PAK), der im Verdacht steht, erbgutverändernd zu wirken. Im Sattel von Bikestar wurden wiederum hohe Mengen des Weichmachers DPHP nachgewiesen. Dieser Weichmacher ist zwar nicht verboten, in Kinderprodukten sollte aber laut Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) darauf verzichtet werden. DPHP schädigte im Tierversuch Schilddrüse und Hirnanhangdrüse.
Beim Kauf von Rädern sollten Eltern darauf achten, dass die Sattelhöhe zur Beinlänge des Kindes passt. Als Faustregel gilt: Wenn ein Kind im Sattel sitzt, sollte es mit den Fußspitzen stabil den Boden erreichen können. Während manche Räder im Test nur wenige Zentimeter Wachstum zulassen (z. B. Bulls mit 4,5 Zentimetern), bieten andere deutlich mehr Spielraum (z.B. Puky mit elf Zentimetern).
SERVICE: Die ausführlichen Testergebnisse gibt es ab 26.03.2026 in der April-Ausgabe der Zeitschrift KONSUMENT und auf www.vki.at/kinderfahrrad-2026.
















