Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Comments

  1. Ein Trauerspiel ,Sondergleichen, was hier abgeht . Für die Obersteiermark ist kein Geld vorhanden, wir nagen in Bezug “Gesundheits-versorgung” am Hungertuch ,für Graz ist ausreichend Geld vorhanden!!!
    Anscheinend fehlt unseren heimischen Politikern die fehlende Bereitschaft, sich dafür stark zu machen.

  2. Sehr geehrte Leser,
    ich finde es sehr mutig und großartig, dass sich die Ärzteschaft zu diesem öffentlichen Brief entschlossen hat. Ich kann dem nur zu 100 % zustimmen.
    Meine Familie wohnt ganzjährig in Altaussee. Wir wurden immer mehr als gut vom LKH Bad Aussee versorgt. Das gesamte Personal ist bemüht und kompetent. Die langjährige Erfahrung mancher Krankenschwestern und Ärzte ist unbezahlbar. Sie kennen ihre Patienten oft über Jahre und wissen nur zu gut, was gebraucht wird um schnell wieder fit zu werden. Was dann auch der Gesundheitskasse zu Gute kommt. Hut ab vom Personal. Das ständige Hin und Her, mal baut man ein neues Krankenhaus und dann sperrt man es nach einigen Jahren wieder zu, ist wohl nicht auszuhalten. Die Versorgung der ländlichen Bevölkerung ist den sogenannten Experten in Graz völlig egal. Das wir geographisch so weit von der Landeshauptstadt entfernt sind, trübt wohl das Urteilsvermögen so mancher Verantwortlichen. Dass, nur mehr die Rentabilität zählt ist eine besorgniserregende Situation. Jeder von uns zahlt ins System ein und hat es verdient optimal versorgt zu werden. Es ist für viele Einwohner am Land nicht zumutbar oder möglich ein Krankenhaus mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Wir haben keine U-Bahn oder Direktverbindungen zwischen Bad Aussee und Rottenmann. Auch das Personal muss dann Pendeln. Zusätzlich zur versorgungstechnischen Sichtweise ist es auch klimatechnisch eine Katastrophe wenn hunderte Mitarbeiter dann täglich zwischen Bad Aussee und Rottenmann oder Schladming mit dem Auto fahren müssen. Eine Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit den Arbeitszeiten vielfach nicht möglich. Es hilft nix, wenn in Graz ein paar CO2 Werte eingespart werden und Medial groß gefeiert wird, wenn dann solche Entscheidungen getroffen werden. Die Energiebilanz und die Bevölkerung ist da wohl zweitrangig. Das liebe Geld gibt den Ton an und überschattet alle Werte.
    Dass sich bei der Politik egal welcher Partei nach den Wahlen eine Art “Demenz” einstellt, ist hinlänglich bekannt. Wenn es sich aber um die Gesundheitsversorgung einer ganzen touristischen Region handelt, hört der Spaß auf. Die Rettungsstützpunkt Bad Aussee leistet schon jetzt unglaubliche Arbeit und übernimmt eine großartige notdienstliche Versorgung. Die vielen freiwilligen Helfer werden zu oft als selbstverständlich erachtet. Ist es nicht verwerflich, wenn fast neue Krankenhäuser aus Profitgründen geschlossen werden und dann Freiwillige die “Kosten” übernehmen sollen. Darauf wird es hinauslaufen, dass viele Patienten angewiesen sind den Rettungsdienst anzurufen um zu einer Versorgung zu kommen. Die Wege sind weit und die Rettungsautos begrenzt. Ein Drahtseilakt der dann von der Rettung Bad Aussee zu managen ist. Das Krankhaus Bad Ischl wird sicher sein Bestes geben um in Ernstfällen einzuspringen. Aber der Raum ist begrenzt und das LKH Bad Aussee hat in den vergangenen Jahrzehnten nicht in der Nase gebohrt und die Zeit totgeschlagen. So dürften das die Zuständigen in Graz sehen. Ist es nicht eher so, dass seit Jahren das LKH Bad Aussee “schlechtgerechnet” wird um ein Zusperren zu ermöglichen. Eine besorgniserregende Entwicklung ohne Plan und Verantwortungsbewusstsein.
    Wir in der Region Altaussee, Bad Aussee und Grundlsee haben das Glück großartige Allgemeinmediziner mit einem Übermaß an Einsatz auch außerhalb der Ordinationszeiten zu haben. Gott sei Dank.
    Die Zukunft wird zeigen, was die Schließung des LKH Bad Aussee, für die Region mit vielen Gästen im Sommer wie im Winter bedeutet.
    Es wird funktionieren, weil in unseren Gemeinden großartige Menschen leben, die Zusammenhalten wenn es darauf ankommt. Die alles übernehmen, damit in Graz das eingesparte Geld anderweitig versickern kann.
    Liebe Grüße und alles Gute für alle Mitarbeiter des LKH Bad Aussee
    D.H.

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