In der Steiermark große Unterschiede bei der autofreien Mobilität je nach Alter, Wegzweck und Regionen

VCÖ: Jugendliche sind am häufigsten autofrei mobil 

VCÖ (Wien, am 22. September 2026) – Bei der autofreien Mobilität gibt es in der Steiermark große Unterschiede, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Mobilitätserhebung Steiermark zeigt. Steirische Jugendliche sind am häufigsten autofrei mobil, Frauen sind häufiger zu Fuß, mit Öffentlichem Verkehr und mit Fahrrad mobil als Männer und auch zwischen den Regionen gibt es Unterschiede. Die Mobilitätsorganisation VCÖ betont, dass gerade die aktuelle Treibstoffkrise zeigt, wie wichtig ein gutes öffentliches Verkehrsangebot, eine gute Nahversorgung sowie gute Bedingungen zum Gehen und Radfahren sind.

“Die Mobilität mit Bahn, Bus, zu Fuß und mit dem Rad ist umweltfreundlicher, gesünder und kostengünstiger. Umso wichtiger ist es gerade in Zeiten gestiegener Treibstoffpreise, dass das autofreie Mobilitätsangebot verbessert wird, dass es mehr Radwege und mehr Bahn- und Busverbindungen gibt, dass die Städte und Gemeinden eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung umsetzen und vor allem auch, dass die Nahversorgung gestärkt und die Zersiedelung gestoppt wird”, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest.

Der VCÖ weist darauf hin, dass es bei der autofreien Mobilität in der Steiermark je nach Alter, Wegzweck, Geschlecht und Region Unterschiede gibt. So legen die 11- bis 15-Jährigen 70 Prozent ihrer Alltagswege mit dem Öffentlichen Verkehr, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück, knapp vor den 16- und 17-Jährigen, die auf 67 Prozent ihrer Wege autofrei mobil sind. “Die Jugendlichen sind damit die steirischen Spitzenreiter bei der autofreien Mobilität”, fasst VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk die VCÖ-Analyse auf Basis von Daten des Landes Steiermark zusammen. Sechs- bis zehnjährige Kinder sind im Schnitt auf 58 Prozent ihrer Alltagswege zu Fuß, mit Öffentlichem Verkehr und Fahrrad mobil. Die 18- bis 25-Jährigen sind immerhin auf 46 Prozent ihrer Wege autofrei unterwegs, die 26- bis 35-Jährigen auf 38 Prozent und die Generation 65 Plus auf 35 Prozent ihrer Wege. Am niedrigsten ist der Anteil der autofreien Mobilität bei den 46- bis 54-Jährigen mit nur 28 Prozent. 

Nach Wegzwecken werden die Fahrten zur Schule und zur Universität am häufigsten zu Fuß, mit dem Rad und mit dem Öffentlichen Verkehr zurückgelegt, nämlich 74 Prozent, informiert der VCÖ. Im Pendelverkehr werden 33 Prozent der Fahrten autofrei zurückgelegt, bei Einkäufen und privaten Erledigungen sind es 30 Prozent und im Freizeitverkehr immerhin 44 Prozent. 

Frauen sind auf 40 Prozent ihrer Alltagswege zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Öffentlichen Verkehr mobil und damit häufiger als die steirischen Männer, die insgesamt 35 Prozent ihrer Wege autofrei zurücklegen. Und auch zwischen den Regionen gibt es Unterschiede. Als Großstadt haben die Grazerinnen und Grazer mit 62 Prozent natürlich den höchsten Anteil autofreier Mobilität, vor Leoben und Bruck an der Mur, wo die Bevölkerung zusammen 36 Prozent der Wege zu Fuß gehen, mit dem Rad oder mit Bus und Bahn fahren, informiert der VCÖ. In der Region Liezen-Murtal-Murau sind es 32 Prozent der Wege, in Graz-Umgebung 29 Prozent und in den Regionen Hartberg-Fürstenfeld-Weiz-Südoststeiermark sowie Deutschlandsberg-Leibnitz-Voitsberg jeweils 24 Prozent. 

“Der Autofreie Tag ist vor allem eine Erinnerung an die Politik, das öffentliche Verkehrsangebot sowie die Bedingungen zum Gehen und Radfahren zu verbessern. Wo die Bevölkerung häufig mit dem Rad, zu Fuß und mit dem Öffentlichen Verkehr mobil sein kann, sind die Mobilitätskosten der Haushalte deutlich niedriger und es gibt weniger Lärm- und Abgasbelastung “, weist VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk auf Vorteile autofreier Mobilität hin.

VCÖ: Jugendliche sind am häufigsten autofrei mobil

(Anteil der Wege, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit Öffentlichem Verkehr zurückgelegt werden)

11 bis 15 Jahre: 70 Prozent

16 und 17 Jahre: 67 Prozent

6 bis 10 Jahre: 58 Prozent

18 bis 25 Jahre: 46 Prozent

26 bis 35 Jahre: 38 Prozent

Über 65 Jahre: 35 Prozent

36 bis 45 Jahre:  31 Prozent

56 bis 56 Jahre: 30 Prozent 

46 bis 54 Jahre: 28 Prozent 

Quelle: Land Steiermark, VCÖ 2026

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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