Ein voller Saal und ein beeindruckender Theaterabend: Gerhard Ernst begeisterte im einstündigen Monolog „Der Herr Karl“, einem Meisterwerk der österreichischen Literatur, das Publikum. Eine eindringliche Darstellung des anpassungsfähigen Opportunisten Herr Karl, der sich immer wieder als Opfer darstellt und dabei zu leicht seine eigene Schuld vergisst.
Der minutenlange Applaus am Ende sprach für sich – ein großartiger Abend, der aber durchaus zum Nachdenken anregt. Qualtinger und Merz schrieben dieses Stück 1961. Es erscheint mit vielen Themen auch 65 Jahre später leider noch sehr aktuell.

Foto: Literaturmuseum Altaussee
