Der Philosoph gab sich mit Autor und Regisseur Markus Kupferblum ein „Stelldichein“ im Gabillonhaus Grundlsee.
Franz Schuh gehört wohl noch zu den gebildetsten Menschen in Österreich, denn er kann zu -fast- jedem Thema ein „Zwiegespräch“ führen, hat eine Meinung, die er zum Teil auch verschmitzt vertritt, und die ist mehr als interessant und entspricht nicht immer dem „Mainstream“!
Seine scharfzüngigen Bemerkungen, auch über Karl Kraus und Elias Canetti, waren an diesem Abend klar zu hören.
Er ist belesen, philosophiert, klärt auf, vermittelt und zieht jegliche Aufmerksamkeit sofort an sich.
Er hat eine Meinung und von dieser ist er überzeugt. Seine präzisen Analysen kann man nicht vergessen, sie beeindrucken, auch wenn man nicht der gleichen Meinung sein muss.
Wenn zwei Wiener auf Sommerfrische in Grundlsee sind und die Behauptung aufstellen, dass „Grundlsee fast zu schön ist, um wahr zu sein!“, dann kostet das sowohl die Hiesigen, als auch die Zuagroasten oder Sommerfrischler einen lautstarken Lacher.
Er könnte stundenlang Anekdoten aus seinem bewegten und viel gereisten Leben erzählen, das gilt gesellschaftspolitisch genauso wie für das Insiderwissen aus der Literatur- oder Künstlerszene.
Markus Kupferblum wurde zwischendurch von Franz Schuh-die beiden sind in Wien fast Nachbarn-schmähstad genannt und das sagt wohl viel über das gelungene abendliche „Zwiegespräch im Hause Gabillon“, eine Veranstaltung der Arche am Grundlsee, aus.
Syang Kim,eine südkoreanische Pianistin, begeisterte mit pianistischen „Schmankerln“.
Franz Schuh meinte schmunzelnd: “Was gibt es Schöneres und Überraschenderes als, wenn eine Südkoreanerin, in Grundlsee, amerikanische Musik, am Piano Gästen aus nah und fern vorspielt!“
Die „frohe Botschaft“ lautet wohl-wie ein Titel eines seiner Essays: “Steckt den Kopf nicht in den Sand!“


Text und Bild: Doris Bittmann
