VCÖ: Gleiten statt rasen, aufmerksam fahren, wenn möglich mit Öffentlichem Verkehr fahren
VCÖ (Wien, 19. Juni 2026) – Hitze hat auch Einfluss auf die Verkehrssicherheit, das Unfallrisiko steigt, weist die Mobilitätsorganisation VCÖ auf Daten der Statistik Austria hin. Im Vorjahr wurden in der Steiermark im Juni, Juli und August im Monatsschnitt um 58 Prozent mehr Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt als im Schnitt der anderen Monate. Für die Jahre 2024 und 2023 zeigen Auswertungen der Statistik Austria, dass an Hitzetagen in Österreich die Zahl der Verkehrsunfälle zwischen 13 und 15 Prozent höher ist als an weniger heißen Tagen im Sommer. Hitze belastet den Körper, die Konzentrationsfähigkeit sinkt, Fahrfehler nehmen zu. Der VCÖ empfiehlt, möglichst auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Wer Auto fährt, langsamer und besonders aufmerksam fahren, nicht telefonieren, auch nicht mit Freisprecheinrichtung, bei längeren Fahrten häufiger Pause machen und ausreichend trinken.
18 Todesopfer und 2.412 Verletzte. Das war die erschütternde Opferbilanz des Straßenverkehrs im meteorologischen Sommer 2025 in der Steiermark. In den drei Monaten Juni, Juli und August wurden im Schnitt um 58 Prozent mehr Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt als im Monatsdurchschnitt der anderen Monate, die Zahl der Todesopfer war um acht Prozent höher, wie die aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Im Sommer 2024 war die Zahl der Verkehrstoten im Monatsschnitt sogar um 61 Prozent höher als der Durchschnitt der anderen Monate im Jahr 2024, die Zahl der Verletzten war im Sommer 2024 um 52 Prozent höher als in den anderen Monaten.
„Durch mehr Verkehr gibt es in den Sommermonaten auch mehr schwere Unfälle. Auswertungen der Statistik Austria zeigen, dass sich zusätzlich auch Hitze negativ auf die Verkehrssicherheit auswirkt und das Unfallrisiko erhöht“, stellt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk fest. Im Sommer 2024 passierten laut Statistik Austria an Hitzetagen in Österreich um 13 Prozent mehr Verkehrsunfälle als an weniger heißen Tagen im Sommer, im Sommer 2023 stieg die Zahl der Verkehrsunfälle an Hitzetagen um 15 Prozent.
„Hitze belastet das Herz-Kreislaufsystem und führt zu reduzierter Konzentrationsfähigkeit. Auch schlafen zahlreiche Menschen schlechter, sind müder und reagieren gereizter. All das hat negative Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, die Fahrfehler nehmen zu“, erklärt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Der VCÖ empfiehlt, möglichst öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Wenn das nicht auf der gesamten Strecke möglich ist, dann mit Park & Ride zumindest einen Teil des Weges mit Bahn oder Bus fahren. Wer unvermeidbare Autofahrten unternimmt, kann durch das eigene Fahrverhalten dazu beitragen, das Unfallrisiko zu reduzieren: Langsamer fahren, das Motto „gleiten statt rasen“ beherzigen und besonders aufmerksam fahren. Beim Fahrzeuglenken nicht telefonieren, auch nicht mit Freisprecheinrichtung und hinsichtlich Alkohol das Motto „Don’t drink & drive“ beherzigen. Bei längeren Fahrten unbedingt häufiger Pausen machen und ausreichend Wasser trinken.
Mehr Informationen: www.vcoe.at
VCÖ: In den Sommermonaten deutlich mehr Verkehrstote und Verletzte (Anzahl Verkehrstote und Verletzte in den Monaten Juni, Juli, August in der Steiermark)
Sommer 2025: 18 Verkehrstote, 2.412 Verletzte
Differenz Monatsschnitt Sommer zu Monatsschnitt restliche Monate:
Verkehrstote: plus 8 Prozent
Verletzte: plus 58 Prozent
Sommer 2024: 22 Verkehrstote, 2.291 Verletzte
Differenz Monatsschnitt Sommer zu Monatsschnitt restliche Monate:
Verkehrstote: plus 61 Prozent
Verletzte: plus 52 Prozent
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2026
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