Die Entwicklung des steirischen Lehrstellenmarktes verläuft trotz konjunkturell schwieriger Zeiten positiv, wie die vorliegende Bilanz des Jahres 2025 zeigt. So absolvieren derzeit 14.442 Jugendliche in der Steiermark eine Lehrausbildung. 4.292 Mädchen und Burschen haben im vergangenen Jahr eine Lehre begonnen. Das entspricht zwar einem Minus von 5,3 Prozent, ist aber zu einem großen Teil der Demografie geschuldet. Denn das Interesse der Betriebe Fachkräfte auszubilden sei nach wie vor groß, betonen WKO Vizepräsident Herbert Ritter und WKO Regionalstellenobmann Egon Hierzegger: „Allen wirtschaftlichen Herausforderungen zum Trotz klafft am Lehrstellenmarkt nach wie vor eine große Lücke.“ Für Vizepräsident Ritter und Regionalstellenobmann Hierzegger ist darum klar: „Wir müssen heute dafür sorgen, dass morgen genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen“ In der Region Ennstal/Salzkammergut (Bezirk Liezen) haben im Vorjahr 1.036 eine Lehre absolviert, ausgebildet wurden sie dabei in 408 Lehrbetrieben. Die besten Absolventinnen und Absolventen werden gemeinsam mit ihren Ausbildungsbetrieben von der WKO zu STARS OF STYRIA – powered by Raiffeisen, Uniqa und Energie Steiermark – gekürt.
Nachwuchs-Fachkräfte bilden das Rückgrat für eine wirtschaftlich schlagkräftige Region und sind darum auch in turbulenten Zeiten höchst gefragt. 4.292 Jugendliche haben 2025 eine Lehre gestartet, wobei die Ausbildungsbetriebe sogar noch wesentlich mehr Lehrlinge einstellen könnten – wenn ausreichend geeignete Bewerber zur Verfügung stehen würden. „Laut AMS haben wir zuletzt 851 offene Lehrstellen verzeichnet, ihnen stehen 857 Lehrstellensuchende gegenüber. Es gibt in der Steiermark also immer noch genug Plätze für interessierte Jugendliche“, so Vizepräsident Ritter und Regionalstellenobmann Hierzegger. Insgesamt 4.695 Unternehmen und überbetriebliche Ausbildungseinrichtungen engagieren sich in der grünen Mark derzeit in der Lehrlingsausbildung. „Immer mehr Firmen sehen in der dualen Ausbildung eine wirksame Strategie, den Fachkräftemangel zu bekämpfen“, erklären Vizepräsident Ritter und Regionalstellenobmann Hierzegger. Trotzdem sei der Mangel quer durchs Land spürbar.
Ein Hauptgrund für diese Herausforderung ist die demographische Entwicklung. Innerhalb von 15 Jahren hat sich der Anteil der über 50-jährigen unselbständig Beschäftigten in der Steiermark von 68.893 auf 150.981 mehr als verdoppelt. Der Anteil der unter 25-Jährigen in den steirischen Firmen hat dagegen im selben Zeitraum von 71.959 auf 60.962 rapide abgenommen. Tendenz: sinkend. „Wir befinden uns inmitten eines demographischen Tsunamis, dessen Folgen für unsere Gesellschaft nach und nach sichtbar werden.“, weiß WKO Regionalstellenobmann Egon Hierzegger. „Wir dürfen hier keine Jugendlichen mehr als Bildungsabbrecher verlieren. Darum haben wir als WKO auch das Talentcenter ins Leben gerufen. Mehr als 8000 Jugendliche im Alter von 13 bis 15 Jahren nutzen dieses Angebot bereits jährlich und die Kapazitäten wurden bereits erweitert.“, betont Hierzegger und ergänzt: „Wir setzen uns auch für ein neues Bewusstsein für technische Berufe ein, besonders Mädchen sollen hier begeistert werden. Mit Metalltechnik, Elektrotechnik und Industriekauffrau finden sich immerhin schon drei solche Berufe unter den zehn häufigsten Lehrberufen von Mädchen, das war vor einigen Jahren noch undenkbar. Diesen Weg gilt es, weiterzugehen. Auch die Lehre mit oder nach der Matura gehört weiter gepusht.“
Lehre und Matura
Rund 2.000 steirische Jugendliche nutzten 2025 das kostenlose Angebot während bzw. im Anschluss an ihre Lehre (der maximal mögliche Zeitraum beträgt 5 Jahre) die Berufsmatura-Vorbereitungskurse zu besuchen. Sie werden dabei vielfach von ihren Ausbildungsbetrieben unterstützt, die ihren jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Arbeitszeit für den Kursbesuch zur Verfügung stellen.
Förderung und Lehrlingsausbildung
Die Lehrlingsstelle der WKO Steiermark hat im Rahmen der Lehrbetriebs- und Lehrlingsförderung des Bundes im vergangenen Jahr über 36.000 Förderfälle abgewickelt. Die Ausbildung wurde damit gestärkt und eine qualitative Weiterentwicklung unterstützt. Das ausbezahlte Fördervolumen betrug über 42 Millionen Euro.
Lehrlingssituation und 76 neue STARS OF STYRIA in der Region Ennstal/Salzkammergut (Bezirk Liezen)
In der Region Ennstal/Salzkammergut (Bezirk Liezen) gab es im Jahr 2025 insgesamt 1.036 Lehrlinge in 408 Ausbildungsbetrieben. (Quelle Lehrlingsstatistik Jänner 2026). 160 haben die Lehrabschlussprüfung bestanden, davon 65 mit ausgezeichnetem und 78 mit gutem Erfolg. Sie stärken als qualifizierte Fachkräfte nun dem Wirtschaftsstandort den Rücken.
Lehrlinge, die ihre Lehrabschlussprüfung mit Auszeichnung ablegen, werden gemeinsam mit ihren Ausbildungsbetrieben und mit Absolventen von Meister- und Befähigungsprüfungen jährlich als STARS OF STYRIA – powered by Raiffeisen, Uniqa und Energie Steiermark – geehrt. Am 5. Mai 2026 wurden in WKO Servicestelle Gröbming die Trophäen und Urkunden im feierlichen Rahmen überreicht: Rund 15 Meister, 30 Lehrabsolventen und 31 Ausbildungsbetriebe nahmen mit strahlenden Gesichtern ihren Stern und ihre Urkunde auf der Bühne von WKO Vizepräsident Herbert Ritter und WKO Regionalstellenobmann Egon Hierzegger entgegen.
Christoph Schlüßlmayr freute sich über seinen erhaltenen STARS OF STYRIA und erwähnt dabei: „Für mich bedeutet die Auszeichnung eine zusätzliche Würdigung meiner Ausbildung und Prüfung zum Baumeister, die neben der Erlangung der fachlich höchsten Qualifkation im Baugewerbe, vorallem die uneingeschränkte, gewerberechtliche Basis für die Selbständigkeit bedeutet.“
„Die Auszeichnung zum STAR OF STYRIA ist ein kräftiges Zeichen der Wertschätzung gegenüber jenen Menschen und Unternehmen, die in besonderem Maße in die Ausbildung – und damit in die Zukunft unseres Landes – investieren.“ bekräftigt WKO Regionalstellenobmann Hierzegger. Hier werden die Fachkräfte präsentiert, die die Wirtschaft und Gesellschaft so dringend benötige. „Für die hohe Qualität der Berufsausbildung danken wir den über 400 Ausbildungsbetrieben im Bezirk und gratulieren allen frischgebackenen STARS herzlich. Gleichzeitig sagen wir auch unseren Sponsoren Raiffeisen, Energie Steiermark und Uniqa Dank für ihre Unterstützung.“


