22. März 2026 Weltwassertag


ReNaturEnns – Schüler:innen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein forschen zu Gewässerökologie und Flussraummanagement

Das Projekt ReNaturEnns – Schüler:innen forschen zu Gewässerökologie und Flussraummanagement im Mittleren Steirischen Ennstal – bietet den Schüler:innen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ein Forschungserlebnis der besonderen Art. Der Ennsfluss schlängelt sich unterhalb des Lern- und Wohnortes der Schüler:innen durch den stark landwirtschaftlich geprägten Kulturraum. Seine Umgebung ist historisch gewachsen und aktuell betrachtet großen Veränderungen ausgesetzt. Die Themen Wasserwirtschaft, Gewässer- und Hochwasserschutz sowie Renaturierung haben vor allem in diesem Flussraum – die vielen Wildbäche als Zubringer eingeschlossen – eine sehr starke Bedeutung für den Siedlungs- und Wirtschaftsraum der Region.

Ziel des Projektes ist es, durch theoretischen Unterricht mit Expert:innen und anhand von Outdoor-Aktivitäten ein Bewusstsein für Flussökosysteme an der Enns und ihrem Umland zu schaffen sowie aktuelle Mensch-Fluss-Beziehungen unter die Lupe zu nehmen. Die Schüler:innen werden in der Lage sein verschiedene Ökosysteme, ihre Lebewesen und Zusammenhänge in der Natur zu erkennen und analysieren, welche Einflüsse Menschen in diesen Ökosystemen haben. Ein weiterer thematischer Fokus ist das aktuelle Projekt des Verbundes zur Enns-Aufweitung, bei dem auf der stark begradigten Enns neue Ökosysteme durch Flussaufweitungen geschaffen werden. Behandelt werden Themengebiete wie: Fließgewässer-Ökosysteme, vorhandene Lebewesen in der Enns und ihren Zubringer (z.B. Fische, Vögel, Biber), Ufervegetation und invasive Neophyten, Naturgefahren mit historischen Überschwemmungen im Ennsboden, geplante Wasserkraftwerke im Mittleren Ennstal und ihren Zubringern in und außerhalb von Schutzgebieten mit den umfangreichen sozial-ökologischen Auswirkungen. Zusätzlich werden interessante Berufsfelder und flussbezogene Karrieren vorgestellt, wie z.B. bei der Wildbach- und Lawinenverbauung und der Österreichischen Wasserrettung.

Das pädagogische Konzept umfasst den theoretischen Unterricht im Fach Biologie, wo die Themenschwerpunkte vorbereitet werden und die Schüler:innen in Gruppenarbeiten zu den unterschiedlichen Fachbereichen angeleitet werden. Selbständige Literaturrecherche und ein Austausch mit Expert:innen aus der Region ergänzen den Biologieunterricht und bieten die Grundlagen für die Gestaltung der Posterpräsentationen.

Beobachtungen und Erkundungen erfolgen im Gelände durch eine Flusswanderung an der Enns als Erkundungsfahrt. Im „Marktplatz-Format“ präsentieren die Schüler:innen ihre Forschungsergebnisse und -erlebnisse als Gruppenarbeiten. Zudem gibt es Platz für Diskussionen und Feedback mit den teilnehmenden Partnerinstitutionen wie: Naturschutzbund, Berg- und Naturwacht, apodemus – Privates Institut für Wildtierbiologie, Kajakaktiv, Österreichische Wasserrettung, Wildbachaufseher, Wildbach- und Lawinenverbauung oder der Baubezirksleitung Liezen.

Foto: HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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