Preis für Öffi-Jahreskarte entspricht etwa den Kosten für einen Monat Autofahren
VCÖ (Wien, 13. März 2026) – In der Steiermark haben rund 164.000 Haushalte mindestens eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Gerade in Zeiten hoher Spritpreise kann man durch den Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr mit einer Jahreskarte viel Geld sparen, betont die Mobilitätsorganisation VCÖ. Der Preis für eine Jahreskarte des Öffentlichen Verkehrs entspricht etwa den Kosten für ein Monat Autofahren.
28,5 Prozent der Haushalte in der Steiermark haben mindestens eine Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr. Damit liegt die Steiermark im Bundesländer-Vergleich im unteren Mittelfeld, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt. Außerhalb der Großstadt Wien, wo 75 Prozent der Haushalte eine Öffi-Jahreskarte haben, hat das Bundesland Salzburg mit 36,5 Prozent den höchsten Anteil an Jahreskarten-Haushalten, knapp vor Tirol mit 36,2 Prozent und Vorarlberg mit 33,4 Prozent. Es folgen die Flächenbundesländer Niederösterreich (31,9 Prozent) vor Oberösterreich (28,9 Prozent) und Steiermark (28,5 Prozent).
“In Zeiten steigender Spritpreise kann sich die Bevölkerung durch den Umstieg auf den Öffentlichen Verkehr mit der Jahreskarte besonders viel Geld sparen”, stellt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. Das Klimaticket Steiermark, mit dem ein ganzes Jahr lang mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in der Steiermark gefahren werden kann, kostet derzeit 514 Euro und ab 1. Juli 532 Euro. Legt man das amtliche Kilometergeld zugrunde, kommt man zum aktuellen Preis für das Klimaticket Steiermark mit dem Auto nur 1.028 Kilometer weit, was etwas mehr als einem Monat Autofahren entspricht, verdeutlicht der VCÖ.
Umso wichtiger ist es für eine leistbare Mobilität der Bevölkerung, dass das Angebot an öffentlichen Verkehrsverbindungen verstärkt ausgebaut wird, die Zahl der Bus- und Bahnverbindungen weiter erhöht wird. “Eine Lehre aus der Ölpreis-Rallye durch den Iran-Krieg muss sein, dass wir die Erdölabhängigkeit des Verkehrs rasch deutlich verringern. Um dieses Ziel zu erreichen, spielt der Öffentliche Verkehr eine zentrale Rolle”, betont VCÖ-Experte Michael Schwendinger.
Im Vorjahr wurden laut Verkehrsverbund Steiermark 101.000 Klimatickets in der Steiermark verkauft. Ein dichtes Öffi-Netz ist zentral, damit ein großer Teil der Bevölkerung häufig mit den Öffis mobil ist. Neben der Quantität ist auch die Qualität von Haltestellen sehr wichtig. Und diese unterzieht der VCÖ derzeit einem Fahrgast-Check. Die Fahrgäste sind aufgerufen, Mängel bei Haltestellen zu melden. In einer Online-Karte auf https://map.vcoe.at können Probleme bei der jeweiligen Haltestelle gemeldet werden. Dabei kann zwischen verschiedenen Kriterien gewählt werden, beispielsweise fehlende Sitzgelegenheit, mangelnde Barrierefreiheit oder Mängel bei Witterungsschutz, Beschattung oder Information. Einen Schwerpunkt setzt der VCÖ auch auf die Verkehrssicherheit im Umfeld von Haltestellen.
Bis zum 30. April können Fahrgäste unter https://map.vcoe.at Mängel melden. Der VCÖ sammelt die Einträge und leitet sie dann an die zuständigen Stellen weiter.
Haltestellen im Fahrgast-Check https://map.vcoe.at
VCÖ: Die Steiermark liegt beim Anteil der Haushalte mit Öffi-Jahreskarte im unteren Mittelfeld (Anteil der Haushalte mit einer Jahreskarte für den Öffentlichen Verkehr)
Wien: 74,6 Prozent
Salzburg: 36,5 Prozent
Tirol: 36,2 Prozent
Vorarlberg: 33,4 Prozent
Niederösterreich: 31,9 Prozent
Oberösterreich: 28,9 Prozent
Steiermark: 28,5 Prozent
Burgenland: 19,4 Prozent
Kärnten: 18,2 Prozent
Österreich: 40,4 Prozent
Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2026
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