Ich schreibe hier meine Sicht als betroffene Patientin. Vielleicht ist diese Perspektive auch für dich & die Öffentlichkeit interessant.
Ich bin eine der betroffenen Patientinnen. Ich habe acht Wochen auf meinen OP-Termin gewartet und mich ganz bewusst für eine Operation im LKH BA entschieden, weil Dr. Wallner mich bereits mehrfach operiert hat und genau weiß, welche Eingriffe an meinem Knie bzw. Fuß bereits durchgeführt wurden.
Ich bin die Patientin, die nicht einmal 40 Stunden vor der geplanten Operation (am 05.02. um 8:00) die Absage bekommen hat (Anruf von Dr. Wallner) – eine Absage, die für mich nicht nachvollziehbar ist. Weil:
• der behandelnde Arzt ist dienstfähig und einsatzbereit,
• ausreichend Pflegepersonal ist vorhanden,
• der OP-Saal ist funktionsfähig,
• die für meine Operation benötigten Implantate bzw. Materialien sind bereits bestellt und im Krankenhaus vorhanden,
• andere Operationen im Haus werden weiterhin durchgeführt.
Laut diesem Bericht (https://steiermark.orf.at/stories/3340603/) kam es aufgrund der Behandlung einer einzelnen Patientin – die letztlich an einem anderen Krankenhaus operiert wurde – zur Absage von rund 35 geplanten Operationen, ohne dass den betroffenen Patienten zeitnah konkrete Alternativen angeboten wurden.
Ich frage mich ernsthaft, wie es zu rechtfertigen ist, dass so viele Menschen die Konsequenzen tragen müssen, ohne einen klaren Plan für das weitere Vorgehen zu erhalten.
Ich selbst wäre – wie bereits mitgeteilt – morgen operiert worden. Auf diesen Termin habe ich meine berufliche und private Planung ausgerichtet, einschließlich der notwendigen Zeit für Erholung und Rehabilitation. Als selbständige Patientin habe ich laufende Projekte abgesagt und bewusst keine neuen Aufträge für 3 Monate angenommen.
Die kurzfristige Absage ist nicht „nur“ eine abgesagte Operation. Sie bedeutet anhaltende Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit, massive Planungsunsicherheit sowie eine erhebliche finanzielle Belastung.
Der Hinweis, was ich heute Nachmittag im kurzen E-Mail von KAGEs bekommen habe (erste Reaktion von KAGEs 15 Stunden vor geplante Operation), dass ich „zeitnah kontaktiert“ werde, ist für mich nicht ausreichend. Ich erwarte klare und verbindliche Informationen:
- wann konkret mit einer Kontaktaufnahme zu rechnen ist und
- in welchem realistischen Zeitraum ein alternativer Operationstermin an einem anderen Standort möglich ist.
Ich frage mich, warum die gesamte Last dieser Entscheidung nun von mir – und anderen betroffenen Patient – getragen werden muss. Eine Verletzung und die damit verbundenen Schmerzen sind bereits Belastung genug. Die zusätzliche Unsicherheit, ist für mich schwer nachvollziehbar und emotional belastend.
Liebe Grüße
Jana






