„Fabula Rasa oder die Königin des Grand Hotels“ heißt der neue Roman von Vea Kaiser.
Treffender könnte der Titel dieses Romans gar nicht heißen. Auf 555 Seiten erzählt Vea Kaiser spannende Geschichten rund um eine Buchhalterin, aus kleinen Verhältnissen kommend, aber blitz gescheit und lebenshungrig, die vom Hoteldirektor selbst zu Beginn ihrer Tätigkeit-weil man sich ja so auf sie verlassen kann-aufgefordert wird, Bilanzen schön zu schreiben, damit das ehrwürdige Haus nicht in „falsche Hände“ kommt.
Daraus wird täglich mehr, denn Geli (Angelika Moser) braucht für ihr „nicht alltägliches Leben“ viel Geld und die „Türen“ öffnen sich fast von alleine. Als alleinerziehende, unternehmungslustige, nach Abenteuer suchende hübsche Wienerin, die den Avancen der Männer nie abgeneigt war, braucht Bares, um die vielen „Luxusrechnungen“ bezahlen zu können. Das Buch ist eine Milieustudie per excellance. Jede Seite bietet alles, was man sich in einem „Grand Hotel Leben“ nur vorstellen kann. Die „Königin des Grand Hotels” wird schlussendlich ein anderes „Etablissement“ aufsuchen müssen, aber auch diese Zeit nimmt sie mit „Grandezza“ an.
Vea Kaiser besucht die „Königin“ im Gefängnis und erfährt fast alles aus diesem aufregenden Leben,denn der Roman entstand nach einer Zeitungsschlagzeile und einem Tatsachenbericht. Dies hat Vea Kaiser neugierig gemacht.Sie begann zu recherchieren. Daraus wurde dieser ausgezeichnete Roman bzw. diese spannende „Fallstudie“,nach dem Motto: „Wie das Leben halt so spielt!“ Die Literatur Lounge in der Wasnerin war wieder bis auf den letzten Platz besetzt.Gernot Reiter moderierte durch den „lustigen“ Abend. Auf das neue Literatur-Programm 2026 freuen sich bereits alle und man ist gespannt,was 2026 überhaupt noch „getopt“ werden kann!
© Doris Bittmann





