PA – Forum Pro LKH Bad Aussee: Gesprächsverweigerung des Landeshauptmannes und frühzeitige Demontage des LKH Bad Aussee

Gesprächsverweigerung von Landeshauptmann Mario Kunasek

Der 16. Dezember war für die Einwohner des Ausseerlandes ein hoffnungsvoller Tag: im Rahmen eines Großprotestes in Graz zeigten Sie der Landesspitze, dass sie über den „Plan B“ mehr als unglücklich sind, sich von Seiten der FPÖ mit falschen Wahlversprechen getäuscht sehen und von Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl, in dessen Einflussbereich es gelegen hätte, das LKH Bad Aussee ordentlich zu bespielen, massiv enttäuscht sind. Bei der Übergabe einer Petition versprach Landeshauptmann Mario Kunasek „im Gespräch zu bleiben“, dazu versprach Landeshauptmann-Stv. Manuela Khom, dass Sie sich bei Gesundheitslandesrat Karlheinz Kornhäusl für die Anliegen der Ausseer stark machen würde. „Es ist seither nichts passiert – im Gegenteil. Am 14. Jänner bekamen wir Post aus dem Büro von Landeshauptmann Kunasek, bei dem er den Referenten für Katastrophenschutz und Landesverteidigung, Maximilian Fender-Tarczaly, schreiben ließ, dass man „gegenwärtig keinen Bedarf für einen Termin sieht“, so Forums-Sprecher Herbert Angerer und weiter: „Der Herr Landeshauptmann hat augenscheinlich keine Ahnung, was hinter seinem Rücken gemacht wird. Die neue Pflegeleiterin des Krankenhausverbundes Rottenmann-Bad Aussee, Daniela Jamnig erklärt aktuell den 160 Mitarbeitern des LKH Bad Aussee, dass „der neue Regionale Strukturplan Gesundheit raschest umgesetzt wird und ab 1. April keine Operationen mehr am LKH Bad Aussee stattfinden werden und auch dass Mitarbeitern, die ‚gehen wollen, keine Steine in den Weg gelegt werden‘. Es gibt einen Gesprächsbedarf und zwar einen riesigen, denn diese Demontage des LKH Bad Aussee ist nicht akzeptabel!“ 

Die Gespräche für die geplante Übernahme der Patienten aus dem Ausseerland im LKH Bad Ischl sind noch nicht einmal ordentlich angelaufen und es ist fraglich, ob das LKH Bad Ischl personell diesem Ansturm überhaupt gerecht wird. Erst gestern wurde ein Notfall vom LKH Bad Ischl mit dem Hinweis, keine Patienten aufnehmen zu können, abgewiesen. Mit einer vertraglich abgesicherten Situation rechnen kann man nicht vor Juli 2026 rechnen. “Wir hängen somit vollkommen in der Luft. Ganz zu schweigen von den rund hundert Arbeitsplätzen, die am LKH Bad Aussee ohne mit der Wimper zu zucken abgebaut werden. Man interessiert sich nicht für die Schicksale von diesen Menschen – und das, obgleich die FPÖ bei den Landtags- und Gemeinderatswahlen ganz was anderes versprochen hat! Man fährt einfach drüber. Das ist sie also, die soziale Heimatpartei’ mit ihren Wahlversprechen …“, wie Herbert Angerer verärgert anmerkte. 

Die Postionen zwischen den Forderungen des Forums Pro LKH Bad Aussee und der Landesregierung sind nicht mehr weit auseinander entfernt. „Umso weniger verstehe ich es, warum man das Gespräch mit uns verweigert. Frühere Politiker setzen sich bei Bedarf mit uns an einen Tisch und wir verhandelten und fanden einen Kompromiss. Aktuell scheint es der Plan zu sein, alles einfach auszusitzen. Wir haben einen bis ins Detail ausgearbeiteten Plan, der uns alle zufriedenstellen würde aber man gibt uns nicht einmal die Chance, diesen zu besprechen!“, so der Forums-Sprecher, der auch gleich weitere Maßnahmen ankündigte, um sich Gehör zu verschaffen: „Die Bandbreite reicht von einem erneuten Großprotest in Graz, bei dem wir aber mit noch mehr besorgten Bürgern in der Herrengasse aufkreuzen werden über ‚zivilen Ungehorsam‘ bis hin zu einer eigenen Bürgerliste, denn mit dieser ignoranten und katastrophalen Gesundheitspolitik von FPÖ und ÖVP werden im Ausseerland hinkünftig bei keiner Wahl mehr Stimmen gemacht – es haben sogar schon hochrangige Kommunalpolitiker diesbezüglich ihre Unterstützung bei einer Bürgerbewegung zugesagt und der Rückhalt aus der Bevölkerung ist groß“, wie Herbert Angerer abschließend festhielt. 

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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