Exakt 400 Jahre nach dem Aufschlagen des Kriechbaumbergstollens im Jahr 1625 erwacht das historische Anfahrtsgebäude der Salinen Austria AG am Stolleneingang zu neuem Leben.
Innerhalb von nur vier Tagen haben vier japanische Handwerksmeister im Rahmen der japanischen TV-Produktion „Shokunin Wagon“ einen traditionellen japanischen Teeraum in einem bislang leerstehenden Raum beim Einfahrtsgebäude „Kriechbaumberg“ errichtet. Die Reality-TV-Show erreicht in Japan über 10 Millionen Zuseher pro Folge.
Gearbeitet wurde am Stolleneingang bis tief in die Nacht – ausgerechnet in jener Woche, in der der Winter mit kräftigem Schneefall im Ausseerland Einzug hielt. Trotz der intensiven Dreharbeiten nutzten die Gäste aus Japan die Gelegenheit zu einem Besuch der Salzwelten Altaussee. Der Austausch vor Ort zeigte, wie wertvoll internationale Begegnungen für beide Seiten sein können und wie solche Kooperationen kulturelle Perspektiven erweitern.
Die Wände des neu geschaffenen Raumes wurden mit traditionellem Stroh-Lehmputz versehen, eine gemütliche Sitznische gestaltet und eine klassische japanische Altarnische eingebaut. Bei der Abnahme zeigten sich die Bergmänner beeindruckt vom Ergebnis. Höhepunkt der finalen Dreharbeiten war eine japanische Teezeremonie, die bei den Mitarbeitern großen Anklang fand. Als Dank überreichten Salzwelten-Geschäftsführer Torsten Pedit sowie Petra Kirchschlager vom TVB Ausseerland Natursalz aus Altaussee und kleine Aufmerksamkeiten aus der Region.
„Diese Zusammenarbeit war etwas ganz Besonderes“, sagt Salzwelten-Geschäftsführer Torsten Pedit. „Dass japanische Meisterhandwerker hier bei uns in Altaussee einen traditionellen Teeraum errichten, zeigt, welche internationale Strahlkraft dieser Ort hat. Das Ergebnis verbindet jahrhundertealte Bergbaugeschichte mit japanischer Handwerkskunst auf beeindruckende Weise – und steht stellvertretend für jene Form von Interkulturalität, die Regionen wie das Ausseerland nachhaltig bereichert. Solche Kooperationen sind wertvoll, weil sie Menschen zusammenbringen und neue Perspektiven eröffnen.“
Ob der neu geschaffene Raum künftig öffentlich zugänglich sein wird, steht noch nicht fest.
















