Betrugsmasche: Kriminelle nehmen „Trade Republic“-Nutzer ins Visier. Aktuelle steirische Polizeimeldung

Betrugsmasche: Kriminelle nehmen „Trade Republic“-Nutzer ins Visier

Steiermark. – In den vergangenen Tagen verzeichnet die steirische Polizei eine Häufung von Betrugsdelikten zum Nachteil von Kunden der Online-Bank „Trade Republic“. Die Täterschaft täuscht unbefugte Kontozugriffe vor, um Opfer zu Überweisungen auf ausländische Konten zu verleiten.

Seit dem 26. März 2026 wurden allein in der Steiermark mindestens sieben Anzeigen mit diesem spezifischen Modus Operandi erstattet. Dabei wurde den Opfern bei jedem einzelnen Fall mehrere tausend Euro entlockt. Die Betrüger gehen äußerst professionell vor: Den Opfern wird – oft per SMS – suggeriert, dass ihr Depot oder Konto bei „Trade Republic“ durch einen unbefugten Zugriff gefährdet sei.

Unter dem Vorwand, das Guthaben vor einem drohenden Diebstahl schützen zu müssen, werden die Geschädigten dazu gedrängt, ihr Geld kurzfristig auf vermeintlich sichere Konten im Ausland zu überweisen. In Wahrheit landen diese Beträge direkt auf den Konten der kriminellen Organisationen.

Präventionstipps der Polizei

  • Kein Zeitdruck: Lassen Sie sich nicht durch Behauptungen über „unbefugte Zugriffe“ oder „Eilmeldungen“ unter Druck setzen. Banken fordern Sie niemals dazu auf, Geld auf fremde Konten zu überweisen, um es zu „sichern“.
  • Offizielle Kanäle nutzen: Loggen Sie sich ausschließlich über die offizielle App oder die verifizierte Webseite des Anbieters ein. Betrüger erstellen oft Kopien der Website.
  • Vorsicht bei Auslands-IBAN: Seien Sie besonders misstrauisch, wenn Sie aufgefordert werden, Geld auf Konten mit ausländischer Kennung zu transferieren. Banken fordern Sie niemals auf, Anlagen zu verkaufen oder Geld an „Treuhandkonten“ zu überweisen.
  • Kontakt zur Bank: Suchen Sie bei Unklarheiten die offizielle Support-Nummer Ihres Anbieters selbst heraus und rufen Sie dort an. Verwenden Sie nicht die im Schreiben oder Anruf angegebene Nummer.

Was tun im Schadensfall?

Sollten Sie bereits eine Überweisung getätigt haben, kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank, um einen Rückholversuch der Zahlung zu veranlassen. Erstatten Sie zudem unverzüglich Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.

Unser Präventionsvideo dazu auf Instagramhttps://www.instagram.com/reel/DWlaBnyDN1y/?utm_source=ig_web_copy_link&igsh=MzRlODBiNWFlZA==

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

error: (c) arf.at