Global Support Team der GeoSphere Austria: erfolgreiche Bilanz nach erstem Jahr


Das Global Support Team der GeoSphere Austria erstellt regelmäßig Analysen und Wetterprognosen für weltweit tätige Organisationen, wie das EU-Krisenzentrum und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR. Zu den Themenbereichen zählen Extremwetter, Erdbeben und Weltraumwetter.

Vor einem Jahr, im März 2025, startete die GeoSphere Austria das Global Support Team. „Wir sind zehn Expertinnen und Experten aus den Bereichen Meteorologie und Atmosphärenphysik und beraten europäische und internationale Organisationen zu weltweit aktuellen oder bevorstehenden Extremwettereignissen. So können zum Beispiel Hilfseinsätze rechtzeitig und effizient geplant werden“, erklärt Teamleiterin Monika Weis. „Die Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Abteilungen in Wien, Salzburg, Innsbruck und Graz stehen dem Global Support Team zusätzlich zu ihrer normalen Arbeit zur Verfügung und sorgen mit regelmäßigen Berichten und Bereitschaftsdiensten für eine 24/7-Betreuung.“

Multi-Hazard-Ansatz

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit ist der sogenannte Multi-Hazard-Ansatz. „Der Multi-Hazard-Ansatz beachtet, wie unterschiedliche Naturgefahren in Wechselwirkung stehen oder sich verstärken und wie sich das auf die Gesamtsituation auswirken kann. Wenn zum Beispiel nach einem Erdbeben in der Region Regen oder Schnee zu erwarten ist, müssen sich die Hilfsorganisationen auf zusätzliche Anforderungen vorbereiten. Wetter ist somit bei jedem Naturereignis von Bedeutung”, sagt Weis.

Drei Aufgabenbereiche

Im Global Support Team der GeoSphere Austria ist die Betreuung von drei großen Aufgabenbereichen zusammengefasst, die teilweise schon länger bestehen:

ARISTOTLE (EU): ARISTOTLE ist ein vom Europäischen Amt für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) finanziertes Projekt und stellt dem Europäischen Zentrum für die weltweite Koordinierung von Notfallmaßnahmen (ERCC) rund um die Uhr Expertise zu globalen Naturkatastrophen zur Verfügung.

Die GeoSphere Austria ist seit 2016 eine Partnerin von ARISTOTLE, sowohl als beitragende Organisation dieser internationalen Zusammenarbeit als auch durch die Bereitstellung von aktiver Unterstützung im Bereich Erdbeben. Seit 2024 haben sich die operationellen Dienstleistungen erweitert, seit 2025 übernimmt das Global Support Team 17 Wochen pro Jahr die operationellen Dienste im Bereich Wetter.

Weltweiter Koordinierungsmechanismus der Weltorganisation für Meteorologie (WMO): Der Coordination Mechanism der WMO erstellt weltweit Berichte über zu erwartende Extremereignisse mit Schwerpunkt Starkregen, Hochwasser, Dürre und Hitze. Betreut wird unter anderem das UNHCR (Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen) mit einem Fokus auf Regionen mit Flüchtlingslagern. Der Multi-Hazard-Ansatz berücksichtigt dabei zum Beispiel Besonderheiten in der Verwundbarkeit, Gefährdung und Bewältigungskapazität von Ländern und Regionen. Die GeoSphere Austria arbeitet hier gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst, der MeteoSchweiz und dem Afrikanischen Zentrum für meteorologische Anwendungen für Entwicklung (ACMAD).

AMAS Global für Österreichs Innenministerium und Krisensicherheitsbüro: AMAS Global ist ein Pilotprojekt und liefert für das Innenministerium und das Krisensicherheitsbüro in Österreich regelmäßige Einschätzungen zu weltweiten Naturereignissen wie Extremwetter, Erdbeben, Sonnenstürmen, Vulkanausbrüchen, Sandstürmen und Waldbränden. AMAS Global basiert auf dem Austrian Multi-Hazard Impact-based Advice Service (AMAS) der GeoSphere Austria, das die Abstimmung zwischen unterschiedlichen Organisationen koordiniert, wie zum Beispiel Katastrophenschutz, Wetterdienst, Erdbebendienst, Hochwasserschutz, Lawinenwarndienst, Geologischem Landesdienst, Landesgesundheitsdirektion und Wildbach- und Lawinenverbauung.

Positive Bilanz nach dem ersten Jahr Global Support Team

Monika Weis, die Leiterin des Global Support Teams der GeoSphere Austria, zieht eine durchwegs positive Bilanz nach dem ersten operationellen Jahr: „Wir haben besonders im Bereich Multi-Hazard, wo es um die Kombination von Gefahren geht, viel zusätzliches Wissen und Erfahrung erlangt. Wir bekommen aus der internationalen Zusammenarbeit mit anderen Organisationen wertvolle Inputs und können auch selber viel beisteuern. Die regelmäßigen Feedbackrunden mit den Endusern bestätigen, wie hilfreich und wichtig unsere Arbeit ist. Das zeigt auch der Wunsch nach Ausbau und Ergänzung der Produkte. Somit stärken wir mit unserer Arbeit im Rahmen des Global Support Teams die Position der GeoSphere Austria als wertvoller Teil bei internationalen Projekten und Dienstleistungen und fördern außerdem die Reputation Österreichs als verlässlicher Partner auf internationaler Ebene.“

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

error: (c) arf.at