In der Steiermark im Vorjahr zwei Todesopfer durch Geisterfahrer

VCÖ: Mehr Alkoholkontrollen in der Nähe von Autobahnauffahrten durchführen
Der einzige tödliche Geisterfahrerunfall des Vorjahres passierte leider in der Steiermark, informiert die Mobilitätsorganisation VCÖ. Zwei Menschen kamen im Mai bei einem Geisterfahrerunfall auf der A9 Pyhrnautobahn ums Leben. In den fünf Jahren davor gab es keinen tödlichen Geisterfahrerunfall in der Steiermark, aber 13 Menschen wurden verletzt. Laut Ö3 wurden im Vorjahr in der Steiermark 84 Geisterfahrer gemeldet, die zweitmeisten nach Kärnten. Der VCÖ spricht sich für mehr Alkoholkontrollen im Umfeld von Autobahnauffahrten aus.  

Zwei Menschen verloren im Mai des Vorjahres bei einem Geisterfahrerunfall auf der A9 ihr Leben. Das war der einzige tödliche Geisterfahrerunfall in Österreich im Vorjahr. Im 5-Jahres-Zeitraum 2020 bis 2024 gab es in der Steiermark keinen tödlichen Geisterfahrerunfall, österreichweit kamen in diesem Zeitraum sechs Menschen ums Leben, 76 wurden verletzt, berichtet der VCÖ. 

Laut Ö3-Geisterfahrerstatistik wurden in der Steiermark 84 Geisterfahrer gemeldet. “Das sind um vier weniger als im Jahr 2024. Aber im Bundesländer-Vergleich ist das nach Kärnten der zweithöchste Wert”, stellt VCÖ-Sprecher Christian Gratzer fest. Der Abschnitt mit den meisten Geisterfahrermeldungen in der Steiermark war die S6 zwischen dem Knoten St. Michael und Tunnel Semmering mit 19. Dahinter folgen die A2 zwischen Lieboch und Bad St. Leonhard mit elf, die A9 zwischen Graz/Webling und St. Michael, die A9 zwischen Bosrucktunnel und St. Michael mit neun und die A9 zwischen Graz/Webling und Spielfeld mit sieben. 

Die typischen Geisterfahrer sind Männer. Häufig sind Geisterfahrer alkoholisiert. Die meisten Geisterfahrer waren laut Ö3-Geisterfahrerstatistik auch im Vorjahr am Wochenende und in den späten Abendstunden unterwegs. Um die Zahl der Geisterfahrer zu reduzieren, helfen verstärkte Alkoholkontrollen im Umfeld von Autobahnauffahrten. Als präventive Maßnahme helfen auch mehr öffentliche Verkehrsverbindungen am Wochenende in der Nacht, wie etwa Nachtbuslinien und Discobusse. Der VCÖ schlägt vor, einen Teil der Einnahmen aus Verkehrsstrafen für die Umsetzung von Nacht- und Discobussen zu verwenden. 

Über den Autor

Markus Raich
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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