g auf ein Weltcupstockerl geschafft. Detail am Rande: Gigler hatte sich am Donnerstag als 16. der Qualifikation gerade noch das letzte Finalticket gesichert – mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf die Schweizerin Isabelle Zippert.
Gigler fuhr im Finale im Windschatten von Daniela Maier von der Auftaktrunde bis zum großen Finale jeweils auf Rang zwei. Im Kampf um die Podestplätze behauptete sich die couragiert auftretende Österreicherin zunächst in einem harten Duell mit Sandra Näslund und danach auch im Fotofinish gegen Marielle Thompson. Im ersten Rennen am Freitag war Gigler als Vierte des kleinen Finales auf Gesamtrang acht gelandet. Katrin Ofner war als Qualifikations-18. in der Entscheidung der zweiten Konkurrenz nicht mit dabei.
„Dieses Podest ist richtig gut für das Gemüt und zugleich eine große Erleichterung. Ich bin nicht nur über meine Performance happy, sondern auch darüber, dass es jetzt auch vom Kopf her wieder in die richtige Richtung geht. Der Dezember war noch schwierig und hat mir gezeigt, dass sich nichts erzwingen lässt. Ich bin gestern und heute jeweils drei Heats gefahren und habe mit jedem Lauf ein besseres Gefühl bekommen. In einem so stark besetzten großen Finale Zweite zu werden, macht mich schon stolz. Veysonnaz ist einfach ein guter Boden für mich, denn hier bin ich vor vier Jahren schon Junioren-Weltmeisterin geworden“, freute sich Gigler.
Für die ÖSV-Herren, die sich für das 32er-Finale qualifiziert hatten, verlief der Samstag-Bewerb nicht nach Wunsch, denn für Johannes Aujesky (19.) und Adam Kappacher (22.) kam bereits im Achtelfinale das Aus. Der am Freitag schwer gestürzte Tristan Takats trat nicht an und wurde als 32. gewertet. Der Niederösterreicher wurde im Verlauf des Samstagnachmittags von Genf zur genaueren medizinischen Abklärung nach Graz geflogen.
Der Sieg ging an den Kanadier Reece Howden, der den Deutschen Tim Hronek und den Franzosen Melvin Tchiknavorian auf die Plätze zwei und drei verwies.
Österreichs Mixed-Staffel belegt Rang sieben
Für das heimische Biathlonteam stand heute in Nové Město na Moravě (CZE) eine Mixed-Staffel auf dem Programm. Das rot-weiß-rote Quartett lieferte vor einer unfassbaren Atmosphäre im tschechischen Traditionsort über weite Strecken des Rennens eine beachtliche Vorstellung ab und war lange mittendrin im Kampf um einen absoluten Spitzenplatz. Am Ende belegten Anna Gandler, Anna Juppe, Patrick Jakob und Dominic Unterweger mit insgesamt nur sieben Nachladern und einem Rückstand von 1:43,3 Minuten den siebenten Platz.
Der Sieg ging an das Team aus Italien. Dorothea Wierer, Lisa Vittozzi, Lukas Hofer und Tommaso Giacomel setzten sich mit zehn Nachladern und einem Vorsprung von 24,7 Sekunden gegen die Mannschaft aus Frankreich (7 Nachlader) durch. Das Podest komplettierte das Quartett aus Tschechien (+57,2 sec./7 Nachlader).
Stimmen:
Anna Gandler: „Das Rennen war heute richtig cool. Ich bin so happy, dass ich heute alle zehn Schüsse getroffen habe, denn das war für meinen Kopf war das heute ganz, ganz wichtig. Ich habe mir im Laufe des Rennens vorgenommen, als Erste an Anna zu übergeben, habe alles gegeben und beim letzten Anstieg richtig angegriffen. Zudem hatten wir auch noch super Material – ein geiler Tag und so fährt man jetzt definitiv gerne nach Antholz.“
Anna Juppe: „Alles in allem war es ein richtig cooler Wettkampf. Anna hat mir als Erste übergeben, was natürlich das Beste ist, was einem auf der zweiten Position passieren kann. Ich konnte mit dieser ungewohnten Situation ganz gut umgehen und bin nach dem Liegendschießen auch wieder als Erste vom Schießstand weg. Das Stehendschießen war nicht ganz ideal, aber ich konnte die Strafrunde vermeiden und habe auf der Schlussrunde einfach noch einmal alles gegeben.“
Patrick Jakob: „Die Mädels haben mir wirklich eine großartige Ausgangsposition ermöglicht. Die erste Runde hat gut gepasst und auch beim Liegendschießen bin ich gut durchgekommen. In der zweiten Runde habe ich versucht, mein Tempo zu laufen und gegebenenfalls mit meinen Konkurrenten mitzugehen. Stehend war die Belastung dann schon ziemlich hoch, ich hatte ordentlich zu kämpfen, aber konnte die Fehler gut abarbeiten. Auf der Schlussrunde habe ich noch einmal alles gegeben.“
Dominic Unterweger: „Das war heute einfach nur cool. Ich war zum ersten Mal Schlussläufer bei einer Mixed-Staffel und bin zum ersten Mal hier in Tschechien beim Weltcup am Start. Es sind so viele Fans hier, es ist unfassbar laut und die Stimmung ist ein Wahnsinn. Ich denke, wir haben heute eine solide Leistung gezeigt, auch wenn es natürlich ein bisschen schade ist, dass sich der sechste Platz so knapp nicht ausgegangen ist. Alles in allem bin ich aber zufrieden.“
Weiteres Programm Weltcup Nové Město na Moravě (CZE):
Sonntag, 25.01.2026, Massenstart Herren, 15:15 Uhr
Sonntag, 25.01.2026, Massenstart Damen, 18:15 Uhr






