Lurch des Monats: Die Wechselkröte

Gut getarnt und widerstandsfähig – die Wechselkröte (Bufotes viridis) liebt als Pionierart dynamische, neu entstandene Gewässer ohne Fischbesatz. Früher besiedelte sie vor allem Restwassertümpel von geschiebeführenden Flüssen, die jedoch durch Begradigungen und Eindämmungen rar geworden sind. Ihre grünen Flecken auf hellem Grund tarnen die Wechselkröte gut vor unterschiedlichen Hintergründen und machen sie gleichzeitig gut bestimmbar. Durch den weitflächigen Verlust ihrer Lebensräume ist die Wechselkröte wie keine andere Amphibienart auf vom Menschen geschaffene Strukturen angewiesen. Im Rahmen des Projekts “Netzwerk Amphibienschutz” lädt der Naturschutzbund dazu ein, die heimischen Amphibien des Monats besser kennenzulernen.

Die Wechselkröte wird bis 9 cm groß und ist mit ihren oliv-grünen Flecken auf beigem Grund eindeutig bestimmbar. Während der Paarungszeit von April bis Juni kann man das melodische Trillern der Männchen hören, das an das Zirpen einer Maulwurfsgrille erinnert. Die bevorzugten Lebensräume sind (halb-)offene Kulturlandschaften wie Äcker, Brachflächen und Ruderalflächen mit lockerem Boden. Das Hauptaugenmerk bei der Wahl des Laichgewässers liegt auf Fisch- und Pflanzenfreiheit, Salzgehalt und temporäre Austrocknung machen ihr dabei wenige Probleme. Als Laichhabitate werden neben den natürlichen Laken im Seewinkel viele unterschiedliche Gewässer angenommen: Tümpel in Abbaugebieten (Sand, Kies, Schotter), Regenrückhaltebecken oder auch Garten- und Schwimmteiche. Neben den passenden Gewässern sind auch immer nahe Landlebensräume entscheidend, am besten mit lockerem Boden, in den sich die Kröten tagsüber eingraben können. für Besonders gefährdet ist die Wechselkröte durch den Verlust ihrer Lebensräume, man kann sie aber durch die Anlage von geeigneten Tümpeln und Teichen unterstützen!

Weitere Details zur Wechselkröte finden Sie im angehängten Steckbrief!

Projekt „Netzwerk Amphibienschutz“

Der Schutz unserer Amphibien ist nicht nur eine Aufgabe für Expert*innen, sondern eine Herausforderung, der wir uns alle stellen müssen. Deshalb hat der Naturschutzbund Österreich ein ehrgeiziges Ziel: die Schaffung einer umfassenden Plattform für den Amphibienschutz. Mit dem LE-Projekt “Netzwerk Amphibienschutz” soll dazu beigetragen werden, regionale und landesweite Aktivitäten zu vernetzen und zu koordinieren, um bedrohte Arten zu schützen und das Bewusstsein in der Bevölkerung zu erhöhen. Auf der Projekt-Website naturschutzbund.at/netzwerk-amphibienschutz sind stets aktuelle Informationen über laufende Aktionen und Ereignisse zu finden!

Weiß man über Verbreitung und Lebensräume der Amphibien Bescheid, können Schutzmaßnahmen schnell zu guten Ergebnissen führen. Daher ist jede Meldung von Frosch & Co auf naturbeobachtung.at oder der gleichnamigen App von großem Wert!

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

error: (c) arf.at