Schibericht der Loser Bergbahnen

Wetter:

In der Früh halten sich noch Restwolken, stellenweise fallen auch ein paar Regentropfen. Sehr rasch lockert es aber auf und es setzt sich schon am Mittwochvormittag verbreitet der Sonnenschein durch. Es weht mäßiger bis lebhafter Wind aus westlichen Richtungen, es wird dabei recht mild. Frühwerte zwischen -1 und 4 Grad, mit Wind schon deutlich milder, am Nachmittag sind dann allgemein 6 bis 11 Grad zu erwarten.

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Titelbild:©Tom Lamm

Lawinenwarndienst Steiermark: Seit Neujahr Bildung von einigen frischen Triebschneelinsen! Außerdem nach wie vor mäßige Lawinengefahr durch spontane Gleitschneelawinen!

Bereiche unter Gleitschneerissen meiden, Triebschnee in der Höhe vorsichtig beurteilen.

Gefahrenbeurteilung

Seit Neuhjahr haben sich einige frische Triebschneelinsen gebildet. Die Gefahrenstellen befinden sich oberhalb der Waldgrenze vor allem im erwiterten ostseitigen Steilgelände hinter kammnahen Geländeübergängen. Diese können bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden und als kleine Schneebrettlawine abrutschen. Im verharschten oder vereisten Steilgelände herrscht akute Absturzgefahr bzw. Ausrutschgefahr! Die meist dünne Neu- bzw. Triebschneeauflage bindet hier schlecht!

Außerdem herrscht in allen Höhenbereichen noch die Gefahr durch spontane Gleitschneelawinen! Aus allen Expositionen – vermehrt aber aus Süd – sind aus steilen Wiesenhängen nach wie vor spontane Gleitschneelawinen möglich, die vereinzelt noch größere Ausmaße annehmen und exponierte Verkehrswege erreichen können. Offene Schneemäuler sind als Gefahrenzeichen zu werten, Bereiche darunter sind nach Möglichkeit zu meiden! 

Schneedeckenaufbau

Bis zu 25cm Neuschnee sind in der Nacht zu Neujahr auf den steirischen Bergen gefallen, am meisten schneite es dabei von der Turrach über das Zirbitzgebiet bis zur Koralpe. Deutlich weniger waren es in den Tauern und Nordalpen. Mit dem bei Frontdurchgang recht stürmischen Westwind bildete sich eine dünne Triebschneeauflage, die auf der verharschten Altschneedecke schlecht bindet. Diese ist kompakt und ohne nennenswerte Schwachschichten und schließt mit einer dicken, tragfähigen Schmelzharschkruste ab, die für Schifahrer unangenehmen Rillen sind mit dem Regen von Weihnachten entstanden. Es besteht auf Steilhängen akute Ausrutsch- bzw. Absturzgefahr! Auf glattem Untergrund gleitet die Schneedecke und reißt auf.

Wetter

Eine schwach wetterwirksame Kaltfront aus Westen zieht über Nacht rasch nach Südosten ab. Nach letzten Regen- und Schneeschauern am Morgen lockern die Wolken rasch auf und der Mittwoch wird tagsüber überall recht sonnig. Der sonst schwache bis mäßige Westwind weht entlang der Nordalpen auch stark. Die Mittagstemperaturen erreichen in 2.000m 0 Grad und in 1.500m +4 Grad.

Überwiegend sonniges Bergwetter zeichnet sich am Donnerstag für die Regionen südlich des Alpenhauptkammes ab. Alpennordseitig können die Wolken tagsüber zeitweise dichter sein und auch für kurze Schauer sorgen. Mit lebhaftem Westwind kühlt es in allen Höhen gegenüber Mittwoch um ca. 3 Grad ab.

Tendenz

Die Lawinensituation ändert sich nur wenig.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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