Richtig Vögel füttern im Winter ist nicht schwer

Geeignetes Futter und sauberes Vogelhaus sind grundlegend / Tipps von der Vogelexpertin des Landes

Je nach Schneelage werden die Futterstellen in Salzburgs Gärten oder auf den Balkonen besonders im Winter gerne und oft von den verschiedensten Vögeln aufgesucht. Man kann beim Füttern nicht sehr viel falsch machen. Ein paar grundlegende Dinge sind aber zu beachten, damit die Tiere gesund bleiben und wir weiterhin die Vielfalt der heimischen Arten aus nächster Nähe beobachten können.

Am wichtigsten beim Vögel füttern im Winter ist die Wahl der Futterstelle. Das Vogelhaus sollte so beschaffen sein, dass die Tiere sich nicht ins Futter setzen können. Sollten die Körner, Samen, Beeren, Flocken, Getreideschrot, Früchte oder Meisenknödel mit Vogelkot in Berührung kommen, könnten Krankheiten oder Seuchen übertragen werden – mit schlimmen Folgen für die gefiederten Gäste im Garten.

Svazek: „Artenvielfalt hautnah erleben.“

Für Landeshauptmann-Stellvertreterin Marlene Svazek ist die Futterstelle im Garten „eine einfache aber hervorragende Möglichkeit die heimische Artenvielfalt aus nächster Nähe beobachten zu können. Wenn wir dabei auf ein paar Hinweise der Experten achten, ist das auch eine echte Hilfe, damit die Tiere besser durch den Winter kommen“, so Svazek.

Ein schlampiger Garten ist ideal

Susanne Stadler, Vogelexpertin des Landes Salzburg, gibt im Interview mit dem Landes-Medienzentrum (LMZ) die wichtigsten Tipps zum Vögel füttern im Winter.

LMZ: Was kann man fasch machen beim Vögel füttern?

Susanne Stadler: Im Grunde nicht viel. Das Futter muss sauber und trocken sein, am besten sind Futtersilos geeignet, wo die Vögel am Rand sitzen und das Futter raus rieselt. Das Futterhaus außerdem regelmäßig mit heißem Wasser und Bürsten reinigen. Und die Vogelhäuser nicht nahe an Glasscheiben dafür in der Nähe von Bäumen oder Sträuchern und vor Katzen gesichert aufhängen.

LMZ: Welches Futter brauchen die Vögel?

Susanne Stadler: Manche Arten wie Meisen, Buchfinken, Gimpel und Zeisig fressen Körner. Andere wie Rotkehlchen, Amsel oder Zaunkönig brauchen Weichfutter wie Haferflocken und Früchte. Sie sind unterm Jahr Insektenfresser. Man bietet am besten für beide Arten etwas an, es gibt auch Mischfutter zu kaufen.

LMZ: Sind auch die beliebten Meisenknödel geeignet?

Susanne Stadler: Ja schon, nur die Sackerl oder Netze rundherum sind nicht ideal. Darin können sich die Vögel verfangen und verletzen. Besser man tut sie in eigene Behälter. Was gar nicht geht sind gewürzte Speisereste, Zucker oder auch Speckschwarten.

LMZ: Was kann man im Garten sonst noch tun für Vögel?

Susanne Stadler: Dafür sorgen, dass Laub am Boden liegen bleibt und Insekten darunter zu finden sind oder einfach ein wenig Obst und Früchte auf Bäumen und Sträuchern sowie Samen auf Wildkräutern lassen. Nur nicht zu sehr aufräumen. Ein schlampiger Garten ist am besten für die Tiere.

Richtig Vögel füttern im Winter ist nicht schwer. Geeignetes Futter und sauberes Vogelhaus sind grundlegend. Je nach Schneelage werden die Futterstellen in Salzburgs Gärten oder auf den Balkonen besonders im Winter gerne und oft von den verschiedensten Vögeln aufgesucht. im Bild: Blaumeise

Copyright: NPHT/Rieder

Salzburger Landeskorrespondenz

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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