Sozialleistungen sorgen für eine sichere Steiermark

Die Teuerung hat im Jahr 2023 das Alltagsleben vieler Menschen schwer belastet. Mit einer Reihe an Maßnahmen konnte das Land Steiermark wirksam gegensteuern. Das zeigt die sozialpolitische Bilanz 2023.

Im zu Ende gehenden Jahr wird die Teuerung vermutlich bei 7,7 Prozent im Jahresdurchschnitt liegen, im November lag sie noch bei 5,3 Prozent – ein Plus bei Preisen, das viele Menschen leider massiv in ihrer Geldbörse spüren. Niemanden zurückzulassen ist das Motto der steirischen Landesregierung in diesen herausfordernden Zeiten, wie auch die sozialpolitische Bilanz 2023 zeigt. So haben in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 200.000 Menschen in der Steiermark einschließlich des Heizkostenzuschuss des Bundes eine Sozialleistung erhalten, um sie in den Zeiten der starken Inflation zu unterstützen.

Soziallandesrätin Doris Kampus: „Mit dem verdoppelten Heizkostenzuschuss des Landes und dem Heizkostenzuschuss des Bundes, aber auch der deutlich erhöhten Wohnunterstützung haben wir gezeigt, dass rasche Hilfe doppelte Hilfe ist. Auch für 2024 gilt, dass wir niemanden zurücklassen und die Entwicklung genau beobachten werden, um rechtzeitig Maßnahmen setzen zu können.”

Klubobfrau Barbara Riener: „Gerade in herausfordernden Zeiten wie diesen müssen wir für einander da sein und die richtigen Schritte zielgerichtet setzen. Ich denke, dass ist uns in diesem Jahr gut gelungen, denn in der Steiermark darf und soll niemand zurückgelassen werden. Nichtsdestotrotz sollte das gemeinsame Ziel sein, dass in Zukunft weniger Menschen auf diese Leistungen angewiesen sind!”

Heizkostenzuschuss des Landes
Der Heizkostenzuschuss des Landes wurde in einem ersten Schritt im Jahr 2021 um 42 Prozent erhöht und 2022 sogar verdoppelt – auf 340 Euro, den höchsten Betrag aller Bundesländer. 20.462 Anträge wurden im Winter 2022/23 bewilligt. Das ist ein Plus von 7.298 Anträgen oder 55,4 Prozent gegenüber 2021/2022. Fast sieben Millionen Euro wurden dafür aus dem Landesbudget aufgewandt. Mehr als 60 Prozent aller Beziehenden des Heizkostenzuschusses sind Frauen. Aktuell sind bis 15. Dezember 2023 14.293 Anträge auf Heizkostenzuschuss positiv erledigt worden.

Wohnunterstützung des Landes
Die Wohnunterstützung wurde im August 2023 um mindestens 20 Prozent angehoben: 17.078 Haushalte in der Steiermark beziehen aktuell eine Wohnunterstützung, davon 43 Prozent oder 7.462 Haushalte den Höchstbetrag für eine Person von 171,60 Euro. 67 Prozent aller Beziehenden leben als Ein-Personen-Haushalt.

Wohn- und Heizkostenzuschuss des Bundes
400 Euro gibt es für jeden Haushalt als Wohn- und Heizkostenzuschuss des Bundes, in dem das Haushaltsnettoeinkommen im Jahr 2022 unter 40.045 Euro lag – in Summe stehen dafür 94,4 Millionen Euro zur Verfügung. Aktuell wurden bis Mitte Dezember bereits an mehr als 180.000 Haushalten das Geld überwiesen. Mehr als 87 Millionen Euro an Zuschüssen konnte an die Steirerinnen und Steirer bereits ausbezahlt werden.

Insgesamt stehen daher in diesem Jahr knapp 125 Millionen Euro zur Verfügung, um für leistbares Wohnen in der Steiermark zu sorgen. Mit dem Wohnbonus, der Geschoßbauförderung neu und der neuen Sanierungsförderungen sind in den kommenden Jahren Gesamtinvestitionen von rund 640 Millionen zu erwarten.

Weitere Maßnahmen für eine soziale Steiermark
Jährlich stellt das Sozialressort neben der Wohnunterstützung und dem Kautionsfonds, der ebenfalls aufgestockt wurde, mehr als fünf Millionen Euro aus, um Wohnungslosigkeit vorzubeugen. Betroffene werden durch Beratung zur Existenzsicherung und Wohnraumsicherung durch die Caritas und die Volkshilfe unterstützt. Einen weiteren Schwerpunkt bilden „housing first”-Projekte, die Menschen die von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffen sind, mit Wohnraum unterstützen.  Für  Jeden Winter sorgt das Paket gegen die Kälte dafür, dass niemand im Winter ohne warmes Zuhause sein muss.

Für alle Sozialleistungen wurde die Einkommensobergrenze vereinheitlicht – sie liegt bei 1.371 Euro, das gilt auch für Kautionsfonds oder SeniorInnen-Urlaubsaktion. Selbstverständlich wird die Einkommensobergrenzen auch im kommenden Jahr angepasst, und die Sozialleistungen werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben erhöht

Das gilt auch für die Gehälter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sozialbereich, die Tag für Tag großartige Arbeit leisten. Auch für 2024 wird in der Steiermark umgesetzt, was die Kollektivvertrags-verhandler vereinbart haben

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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