Ski Cross: Adam Kappacher schrammt am Podest vorbei / Paraski: Sieg und zweiter Platz für Aigner Geschwister in Steinach am Brenner

Adam Kappacher hat am Donnerstag beim ersten von zwei Weltcup-Rennen in Innichen (ITA) einen Podestplatz knapp verpasst! Der 30-jährige Salzburger landete im großen Finale hinter dem kanadischen Sieger Jared Schmidt sowie den beiden Franzosen Nicolas Raffort und Youri Duplessis Kergomard auf Rang vier. Kappacher hat damit sein bestes Weltcup-Resultat seit Jänner 2022 erreicht, als er in Idre Fjäll (SWE) Dritter geworden war.

Mathias Graf gewinnt kleines Finale und wird Fünfter

Im Kampf um Position zwei lieferte sich Kappacher im großen Finale mit Duplessis Kergomard einen Zweikampf, aus dem der Franzose als Sieger hervorging. Der Österreicher fiel dabei auf Position vier zurück und büßte zudem viel Speed ein. Das machte es Kappacher in weiterer Folge unmöglich, noch einen Angriff auf die Podestplätze zu starten. Bereits im Semifinale war es zwischen Duplessis Kergomard und Mathias Graf zu einem Duell gekommen, das dem Vorarlberger den Einzug in das große Finale kostete. Graf entschied jedoch das kleine Finale für sich und belegte im Endklassement als zweitbester Österreicher Rang fünf.

„Ich habe im großen Finale extra das Gate ganz links gewählt, weil ich darauf gesetzt habe, dass ich den Start gewinne. Das habe ich aber leider nicht und dann bin ich in der zweiten Kurve auch noch mit Youri (Duplessis Kergomard, Anm.) in Turbulenzen geraten, der uns in die Pampa geschickt hat. Dabei habe ich meinen ganzen Speed verloren, deshalb war nach vorne nichts mehr zu machen. Schade, dass es für das Podium nicht gereicht hat, aber der vierte Platz macht Appetit auf mehr“, sagte Adam Kappacher.

„Im Semifinale ist es heute etwas blöd gelaufen. Da sind ein, zwei Kleinigkeiten nicht so aufgegangen, wie ich mir das vorgestellt habe, aber ansonsten war es ein gutes Rennen von mir. Für morgen habe ich mir vorgenommen, alle Läufe so zu fahren wie heute das kleine Finale, in dem ich eine perfekte Fahrt erwischt habe“, meinte Mathias Graf.

Für die Niederösterreicher Johannes Aujesky (17.) und Tristan Takats (19.) sowie den Steirer Robert Winkler (23.) und den Oberösterreicher Johannes Rohrweck (28.) verlief der erste Weltcup-Bewerb in Innichen mit dem Aus im Achtelfinale nicht nach Wunsch.

Bei den Damen reihte sich Katrin Ofner als Dritte ihres Viertelfinal-Heats im Endklassement an der zehnten Stelle ein. Der Sieg ging an die schwedische Olympiasiegerin Sandra Näslund, die die Schweizerin Fanny Smith und die Kanadierin Hannah Schmidt auf die Ränge zwei und drei verwies.

Paraski: Sieg und zweiter Platz für Aigner Geschwister in Steinach am Brenner

Im heutigen Riesentorlauf in Steinach am Brenner gab es für das Ski Austria Team die nächsten Spitzenplatzierungen. Veronika Aigner (mit Guide und Schwester Elisabeth) holte sich in ihrem ersten Rennen der Saison gleich den Sieg, bei den Herren landete Johannes Aigner erneut auf dem starken zweiten Platz.

Perfekten Bedingungen bei Heimrennen

Mit dem heutigen Rennen startete Veronika Aigner in ihre Weltcupsaison. Schon im ersten Durchgang übernahm sie gemeinsam mit ihrer Schwester und zugleich Guide Elisabeth die Führung. Die Niederösterreicherin lies sich auch im zweiten Durchgang die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und feiert mit 8,6 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierte Eva Nikos (GRE) einen Heimsieg. Auf Platz drei landete Alexandra Rexova (SVK).

In der Sehbehinderten-Wertung der Männer landet Johannes Aigner (Guide Nico Haberl) auf dem zweiten Platz. Nur 32 Hundertstel trennten Aigner vom Sieg, der an den Italiener Giacomo Bertagnolli geht. Dritter wurde der gestrige Sieger im zweiten Super-G, Hyacinthe Deleplace (FRA). Das zweite Ski Austria Gespann am Start, Michael Scharnagl mit Guide Florian Erharter, kam leider im ersten Durchgang nicht ins Ziel und somit nicht in die Wertung

Bei den stehenden Herren verpassten die österreichischen Paraskiasse die Spitzenplatzierungen.
Als bester Österreicher landete der Kärntner Markus Salcher an seinem Comeback-Wochenende auf dem elften Platz, ex aequo mit ihm sein Teamkollege und ebenso Kärntner Landsmann Nico Pajantschitsch. Auf Platz 14 landete der Tiroler Manuel Rachbauer, 15. wurde Thomas Grochar.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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