Lawinenbericht Steiermark: Störanfälligen Triebschnee beachten!

Gefahrenbeurteilung

Über der Waldgrenze herrscht erhebliche Lawinengefahr. Gefahrenstellen bilden störanfällige Triebschneeansammlungen speziell in erweiterten Süd- und Ostexpositionen. Besonders in Rinnen und Mulden sowie hinter Geländekanten können Schneebrettlawinen mittlerer Größe leicht (bei geringer Zusatzbelastung) ausgelöst werden. Die Gefahrenstellen nehmen mit der Höhe zu.

Das Gleitschneeproblem nimmt etwas ab. Aus sehr steilen Hängen mit Rasenflächen oder glattem Fels können in allen Expositionen vereinzelt Gleitschneelawinen abgehen. Bereiche unter Gleitschneemäulern sollten gemieden werden.

Schneedeckenaufbau

In den letzten 48 Stunden fielen 20 bis  40cm Neuschnee meist unter starkem Windeinfluss. Somit bestehen störanfällige Triebschneeansammlungen die auf eine verharschte Schneeoberfläche abgelagert wurden. Störanfällige Schwachschichten bestehen innerhalb des Triebschneepakets (weichere Schichten) sowie in Form von kantigen Kristallen im Übergang zum Altschnee. In den mittleren Lagen hat sich der Triebschnee besser mit der feuchten Altschneedecke verbunden.

Durch den Regeneintrag ist die Schneedecke stellenweise bis in mittlere Lagen durchfeuchtet und kann weiterhin jederzeit aus sehr steilen Hängen am Boden abgleiten.

Wetter

Am Samstag ist es in den Nordalpen am Vormittag noch einmal trüb durch dichte Wolken, viele Gipfel stecken im Nebel, und es schneit zeitweise leicht. Der Schneefall klingt aber bald ab, am Nachmittag werden sonnige Auflockerungen auch hier immer häufiger. Im Randgebirge steht nach Auflösung von Hochnebelfeldern ein strahlend sonniger Tag bevor. Der Höhenwind flaut etwas ab, weht in exponierten Lagen aber weiterhin lebhaft aus Nordwest. In 2000m Seehöhe hat es zu Mittag um – 7 Grad, abends setzt deutliche Erwärmung ein.

Tendenz

Hochdruckeinfluss sorgt ab Sonntag allerorts für überwiegend sonniges Bergwetter, zudem wird es in allen Höhenlagen überaus mild mit deutlich positiven Temperaturen in 2000m. Das Triebschneeproblem nimmt ab, die Nassschneeproblematik steht (in schneereicheren Regionen) im Vordergrund.

Quelle: Lawinenwarndienst Steiermark

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

error: (c) arf.at