Errichtung der Portalkräne als nächster Meilenstein im Ausbau des Terminals Graz Süd

Terminal Graz Süd in Werndorf als wirtschaftlicher Impulsgeber der Region

Graz (13. Dezember 2023).- Der Terminal Graz Süd in Werndorf wurde 2003 eröffnet und ist somit seit 20 Jahren in Vollbetrieb. Mit der Errichtung der beiden Portalkräne steht nun der nächste Meilenstein im Ausbau der Terminal-Infrastruktur an. Durch diesen Schritt wird sichergestellt, dass der Terminal auch für die zukünftigen Anforderungen wettbewerbsfähig bleibt.

Mit der Eröffnung des Cargo Center Graz im Juni 2003 wurde im Süden von Graz eine wichtige Drehscheibe für den Schienen- und Straßengüterverkehr geschaffen. In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich der Standort bestens etabliert. Am Terminal im steirischen Zentralraum werden Waren effizient und umweltschonend verteilt. Damit rückt die Steiermark noch stärker in das Zentrum des europäischen und internationalen Güterverkehrs.

Im Mobilitätsmasterplan 2030 des Bundesministeriums ist vorgesehen, den Modal Split für die Schiene bis 2040 von derzeit 28 auf 40 Prozent zu erhöhen. Mit der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene trägt der Ausbau des Terminals wesentlich zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele bei.

Der nächste Meilenstein in der Realisierung der Umschlagsanlage ist die Errichtung der Krananlagen vier und fünf. Die Aufnahme des Teilbetriebs mit dem ersten Portalkran ist für Mitte April 2024 geplant. Die Gleisbauarbeiten der künftigen Anschlussbahn beginnen im Februar 2024. Aus heutiger Sicht kann die Anschlussbahn Nord planmäßig Ende 2024 in Vollbetrieb gehen. Die Güterterminal Werndorf Projekt GmbH wird bis 2025 rund 100 Millionen Euro investieren.

Die Erreichbarkeit des Terminalgeländes mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist mit der Errichtung neuer Haltestellen der Buslinien 681 und 650 sowie dem Anschluss an die S-Bahnen S5 und S6 gegeben.

Landeshauptmann-Stv. Anton Lang: „Es freut mich stets sehr am Terminal Werndorf zu Besuch zu sein, denn es ist schon beeindruckend, was hier bereits alles gelungen ist. In den vergangenen Jahren haben wir große Investitionen getätigt, die sowohl für die heimische Wirtschaft als auch den Klimaschutz in unserem Bundesland von großer Bedeutung sind. Die Kranerrichtung ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung der Anschlussbahn Nord und zeigt, dass man am Terminal noch viel vorhat.“

Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl: „Das Cargo Center Graz ist von großer Bedeutung für unseren Wirtschaftsstandort und eine bedeutende logistische Drehscheibe im Herzen Europas. Die erfolgreiche Entwicklung basiert auf den laufenden Investitionen und der steten Weiterentwicklung. Auch im Sinne des Klimaschutzes nimmt das Cargo Center einen besonderen Stellenwert ein, da es die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene vorantreibt.“

Die Anschlussbahn Nord in Zahlen:

  • auf 10 ha Grund werden Umschlagplätze für Leer- und Vollcontainer errichtet
  • Gesamtlagerleistung max. 10.000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit bzw. Zwanzig-Fuß-Standardcontainer)
  • 5.300 TEU Vollcontainerlagerplatz
  • 2.900 TEU Leercontainerlager
  • 1.850 TEU Stellplätze für Container mit Gefahrgut
  • Begasungs-/Belüftungscontainer
  • Kühl-/Heizcontainer
  • 4 Ladegleise mit einer Länge von 650 m werden errichtet
  • 2 schienengebundene Portalkräne werden gebaut
  • Kranschienenlänge rd. 650 m
  • Hubhöhe rd. 18,5 m
  • Hublast max. 45 Tonnen
  • teil- und vollautomatische Abwicklung

Einbindung der Öffentlichkeit
Während der Errichtungsarbeiten der Anschlussbahn Nord wird besonders auf die Kommunikation mit den AnrainerInnen der Nachbargemeinden Wert gelegt. Nachdem erste Vorinformationen bereits stattgefunden haben, wurde mit Baubeginn auch ein Infotelefon (03135 / 930 88; Mo-Do 8-16 Uhr) eingerichtet. Direkt am Standort befindet sich ein Infobüro. Nach Terminvereinbarungen können Interessierte mit den Projektverantwortlichen Ihre Fragen und Anliegen besprechen. Über wesentliche Baufortschritte wird über Bauinfo-Flyer vorab informiert.

Die Kennzahlen des bestehenden Terminals:

  • 1634 MitarbeiterInnen in den Ost-A9-Standortfirmen
  • 100 ha Gesamtfläche
  • 320.000 m2 Büro- und Warehouseflächen
  • >300 Mio. Euro Investitionsvolumen
  • Anzahl der Unternehmen: 43
  • Warenumschlag: 245.000 TEU/Jahr
  • 4 kranbare Gleise
  • 3 Portalkräne
  • Kapazitätsgrenze derzeit erreicht

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

error: (c) arf.at