Wintersportsplitter: Fettner und Kraft in Klingenthal in den Top-Ten

Österreichs Skispringer gingen am Sonntag in Klingenthal (GER) erstmals in dieser Saison im Kampf um die Podestplätze leer aus. Bester Ski Austria Adler wurde Manuel Fettner auf dem sechstem Platz. Stefan Kraft, der die ersten vier Saisonbewerbe für sich entscheiden konnte, landete als Neunter ebenfalls in den Top-Ten. 

Der 30-jährige Weltcup-Dominator war davor saisonübergreifend zehnmal in Serie auf das Stockerl gesprungen. Erstmals seit 16 Weltcup-Springen war kein österreichischer Skispringer in den Top drei zu finden.

Alle Österreicher erneut in den PunkterängenEin voller Erfolg war das Wochenende für die deutschen Skispringer. Karl Geiger konnte auch den zweiten Bewerb in Klingenthal für sich entscheiden. Andreas Wellinger wurde hinter Gregor Deschwanden (SUI) Dritter. 

Die weiteren ÖSV-Adler taten sich auf der Schanze unmittelbar neben der tschechischen Grenze schwer. Daniel Tschofenig landete auf Rang 16, Michael Hayböck wurde 21. und Jan Hörl, in dieser Saison schon zweimal auf dem Podest, kam nicht über den 23. Platz hinaus. Daniel Huber, der am Samstag den zweiten Durchgang verpasst hatte, sprang als 25. wieder in die Weltcup-Punkte.

Stimmen

Manuel Fettner (6. Platz): „Ich habe es alle drei Tage hier eigentlich nicht wirklich geschafft, eine Konstanz rein zu bringen. Gestern der letzte Sprung war eigentlich ein guter und auch heute der letzte. Aber ein Sprung pro Wettkampf ist dann doch ein bisschen zu wenig, wenn man vorne rein will. Somit hab ich trotzdem das Maximale raus geholt.”

Stefan Kraft (9. Platz): „Die Gunst der Stunde war sicher nicht ganz bei mir. Der zweite Sprung war aber leider auch nicht gut, da war ich zu spät. Da ist mal ein Sprung im Wettkampf missglückt, vom Wind war es nicht ganz einfach. Klingenthal war ein kleiner Rückschlag, aber wir werden etwas daraus mitnehmen und uns in Engelberg von unserer besten Seite zeigen.”

Österreichs Damen belegen Rang sechs

Mit einem Staffelrennen der Damen endete heute vor einer großartigen Kulisse der Heimweltcup in Hochfilzen. Dabei war wie bei den Herren zuvor das norwegische Team eine Klasse für sich und sicherte sich souverän den Tagessieg. Juni Arnekleiv, Marit Ischol Skogan, Karoline Offigstad Knotten und Ingrid Landmark Tandrevold leisteten sich im gesamten Rennen lediglich sechs Nachlader und setzten sich mit 31,6 Sekunden Vorsprung gegen die Damen aus Schweden (10 Nachlader) durch. Das Podest komplettierte das Team aus Frankreich (+1:01,5 min./8 Nachlader/1 Strafrunde).
Das österreichische Quartett mit Tamara Steiner, Anna Gandler, Anna Juppe und Lisa Hauser lieferte zum Abschluss der Heimrennen noch einmal eine solide Vorstellung ab und belegte mit insgesamt zehn Nachladern und einem Rückstand von 2:20,1 Minuten den sechsten Platz.

Gelungener Abschluss in Hochfilzen

Tamara Steiner sorgte vor heimischem Publikum für einen starken Auftakt. Die Steirerin lieferte wie gewohnt eine fehlerfreie Schießleistung ab und übergab als Fünfte (+16,7 sec.) an Anna Gandler. Die Tirolerin, die sich das gesamte Wochenende in großartiger Form präsentierte, hatte liegend zunächst jedoch einige Probleme. Die 22-Jähirge benötigte alle drei Zusatzpatronen, konnte aber mit viel Nervenstärke eine Strafrunde verhindern. Das Stehendschießen gelang der jungen Österreicherin mit nur einem Fehlschuss deutlich besser und sie klassierte das Team dank einer starken Schlussrunde zur Halbzeit auf Rang fünf (+1:02,7 min.). Anschließend war Anna Juppe an der Reihe. Nach einer fehlerfreien Liegendserie hatte die Kärntnerin stehend ordentlich zu kämpfen, musste dreimal nachladen und übergab als Sechste (+1:36,2 min.) an Lisa Hauser. Österreichs Schlussläuferin lieferte zum Abschluss ebenfalls eine solide Vorstellung ab, leistete sich insgesamt drei Fehlschüsse und überquerte am Ende als Sechste (+2:20,1 min.) die Ziellinie.

STIMMEN:

Tamara Steiner: „Am Schießstand bin ich mit den zwei Nullern natürlich total happy. Ich war heute schon ein bisschen nervös, denn die Staffel ist immer etwas besonderes und vor allem daheim sehr speziell. Ich war zudem noch nie Startläuferin und bin wirklich froh und erleichtert, dass es heute so gut geklappt hat.“

Anna Gandler: „Ich habe heute auf der Loipe fast zu viel Gas gegeben für das Schießen und auch der drehende Wind war richtig schwierig. Gott sei Dank habe ich das mit drei Nachlader noch gut runtergebracht, von daher war es ok. Auf der Schlussrunde wollte ich dann einfach nochmal alles herausholen und das ist mir auch aufgegangen.“

Anna Juppe: „Es war heute extrem schwierig. Ich war mit meinem Liegendschießen sehr zufrieden und vor dem Stehendschießen wusste ich, dass mit einer guten Serie viel möglich wäre. Die ersten beiden Schüsse habe ich solide getroffen, aber dann ist es mit den Nerven ziemlich schwierig geworden. Gott sei Dank konnte ich die Strafrunde vermeiden.“

Lisa Hauser: „Ich bin mit meinem Rennen und drei Nachladern eher nicht zufrieden und war sehr froh, dass mir die drei Mädels zuvor diesen Zeitpuffer für meinen Turn mitgegeben haben. Der sechste Platz war vor dem Rennen unser Ziel und das haben wir heute vor heimischer Kulisse geschafft. Das freut uns alle natürlich riesig.“

Stadlober läuft in die Top-15

Beim heutigen 10 km Einzelstartrennen in Östersund (SWE) lieferte Teresa Stadlober erneut eine solide Vorstellung ab und belegte mit einem Rückstand von 1:19,5 Minuten Rang 14. Die Salzburgerin präsentierte sich bei tief winterlichen Verhältnissen im Skating-Distanzrennen von Beginn an gut in Form und durfte sich am Ende über ihr zweites Top-15-Ergebnis in diesem Winter freuen.
An der Spitze setzte sich die US-Amerikanerin Jessie Diggins souverän gegen die Norwegerin Heidi Weng (+23,0 sec.) und die Victoria Carl aus Deutschland (+29,1 sec.) durch.

Vermeulen auf Rang 16

Bei den Herren zuvor sorgte Mika Vermeulen mit Rang 16 (+1:11,0 min.) für eine weitere österreichische Top-20-Platzierung. Auf die Top-Ten fehlten dem Steirer am Ende lediglich knapp sechs Sekunden. Benjamin Moser, der gestern im Sprint Rang 27 belegte, landete mit einem Rückstand von 2:39,0 Minuten auf Rang 64.
An der Spitze feierte mit Norwegen die derzeit dominierende Nation im Langlauf-Weltcup einen Fünffachsieg. Harald Oestberg Amundsen setzte sich gegen seine Landsleute Simen Hegstad Krueger (+8,1 sec.), Didrik Toenseth (+14,3 sec.), Iver Tildheim Andersen (+18,9 sec.) und Jan Thomas Jenssen (+38,8 sec.).

STIMME:

Teresa Stadlober (14. Platz): „Ein Top-15-Ergebnis in einem 10 km Skatingrennen ist für mich, vor allem jetzt zu Beginn der Saison, absolut in Ordnung. Die ersten beiden Runden habe ich mich sehr gut gefühlt und konnte ein gutes Tempo anschlagen. In der letzten Runde haben mich dann doch ziemlich die Kräfte verlassen und dadurch habe ich am Schluss noch ein wenig Zeit verloren. Trotzdem stimmt mich die Leistung positiv für das nächste Wochenende in Trondheim, wo dann ein 10 km Klassisch-Rennen und ein Skiathlon auf dem Programm stehen. Darauf freue ich mich jetzt schon sehr.“  

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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