Red Bull Salzburg: Mit einem Dreier zur Winterkrone 

Mit viel Härte und Durchschlagskraft gewinnen wir den Klassiker beim SK Rapid Wien in der 17. Runde der ADMIRAL Bundesliga mit 1:0. Durch den Erfolg in Wien-Hütteldorf krönen unsere Roten Bullen die Leistung in der Hinrunde und überwintern an der Tabellenspitze. In der Bundeshauptstadt bauen wir außerdem unseren BL-Auswärtsrekord aus: Seit nunmehr 24 Spielen sind wir auf fremdem Rasen ungeschlagen (19 Siege, 5 Unentschieden).

Quelle: Red Bull Salzburg

Spielbericht

Gerhard Struber schickte im Bundesliga-Klassiker mit Kamil Piatkowski und Samson Baidoo eine neu formierte Innenverteidigung aufs Feld. Im nasskalten Wien-Hütteldorf brauchte die Partie einige Minuten, um richtig in Fahrt zu kommen. Trotz beidseitigem Abtasten kamen unsere Roten Bullen durch sehenswerte Passstafetten und frühes Pressing mehrmals vor den gegnerischen Kasten.

Um der Klauß-Elf Chancen zu verwehren, gingen Baidoo und Außenpracker Daouda Guindo ihre Gegenspieler mit ordentlich Muskelkraft an. Das Ergebnis des selbstbewussten Auftritts unserer Burschen zeigte sich in der 19. Minute: Nach einer herrlichen Hereingabe von Luka Sucic im Strafraum lenkte Piatkowski das Kunstleder per Kopf Richtung Wiener Gebälk, und die Kugel senkte sich über Rapid-Keeper Niklas Hedl hinweg zum Führungstreffer ins Netz.

Das 1:0 gab dem Bundesliga-Klassiker jetzt einen spannenderen und vor allem intensiveren Anstrich. Unsere Burschen konnten in diesen Minuten durch einen Tor-Abschluss von Amar Dedic, ein souveränes Tackling von Lucas Gourna-Douath an der Mittellinie und einen Distanz-Versuch von Sucic wichtige Akzente setzen.

Bis zur Halbzeitpause blieben wir bissig, prüften in souveränen Zweikämpfen die Stabilität des Rasens und ließen uns von vereinzelten Wiener Vorstößen nicht aus der Ruhe bringen. Der Schlussmoment des ersten Durchgangs gehörte Oscar Gloukh – unser Youngster knallte die Kugel in die Arme von Torwart Hedl (45.).

Zurück auf dem Rasen zeigten sich unsere Roten Bullen ähnlich gefährlich wie schon im ersten Durchgang: Gloukh schnibbelte einen Distanzschuss in der 50. Spielminute knapp über die Stange, kurz darauf bekam Roko Simic die Möglichkeit, allein aufs Tor zuzulaufen – wenn auch leider ohne erfolgreichen Abschluss (53.).

Dass Piatkowski in Wien-Hütteldorf einen echten Traumtag erwischte, untermauerte unser Abwehr-Brocken nur wenige Spielzüge später: Bei einer Wiener Großchance klärte der Pole die Kugel kurz vor Stürmer Guido Burgstaller und verhinderte so den Ausgleichstreffer (55.). Von den Grün-Weißen kam in dieser Phase wenig Ertragreiches – und wenn Rapid sich mal herantastete, war ohnehin Rückhalt Schlager zur Stelle.

Diese Konstellation galt zumindest bis zur 70. Spielminute: Nach einer Vorlage von Marco Grüll stand Burgstaller erneut parat und schob ein. Der Wiener Torjubel weilte allerdings nicht lange – Referee Walter Altmann entschied nach VAR-Konsultation mit langer Überprüfung auf eine Abseitsstellung und erkannte den Treffer ab.

Eines der letzten Highlights ergab sich nach einem Sucic-Freistoß: Fernando beförderte die Kugel in Richtung Tor und fand Baidoo als Abnehmer. Wieder landete das Spielgerät im Kasten, allerdings entschied der Schiedsrichter erneut auf Abseits (90.+2). Die Hütteldorfer drückten zum Schluss noch mal, unsere hinteren Reihen blieben aber trotz einer aufregenden Crunchtime standhaft.

Aufstellung

Wechsel

Bidstrup für Capaldo (49.), Nene für Konate (49.), Koita für Simic (75.), Fernando für Gloukh (75.), Ulmer für Guindo (81.)

Gelbe Karten

Baidoo (34./Unsportlichkeit), Capaldo (46./Foul), Schlager (90.+7/Unsportlichkeit), Koita (90.+8/Unsportlichkeit)

Personelles

Nicht einsatzbereit für dieses Match waren Maurits Kjaergaard (Schulter), Oumar Solet (Oberschenkel) und Aleksa Terzic (Adduktoren).

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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