ÖSV – Wintersportsplitter: Biathlon – Gandler läuft in die Top-Ten// Schwarz Zweiter im Val d’Isere RTL

Nach ihrem elften Platz gestern lieferte Anna Gandler auch im heutigen Verfolgungsrennen in Hochfilzen (AUT) eine mehr als überzeugende Vorstellung ab. Die Tirolerin leistete sich vor eigenem Publikum im gesamten Rennen lediglich einen Fehlschuss und überquerte am Ende mit einem Rückstand von 1:52,9 Minuten als starke Zehnte die Ziellinie. Die 22-Jährige durfte sich damit über die zweite Top-Ten-Platzierung ihrer Karriere freuen.

Mit Anna Juppe schaffte zudem eine weitere Österreicherin den Sprung in die Weltcuppunkteränge. Die Kärntnerin belegte mit insgesamt fünf Fehlschüssen und einem Rückstand von 3:47,5 Minuten Rang 28. Tamara Steiner (+4:35,3 min./3 Strafrunden) und Lisa Hauser (+4:40,9 min./5 Strafrunden) klassierten sich auf den Rängen 43 und 44.

Der Tagessieg ging heute an Elvira Oeberg. Die Schwedin setzte sich gegen die Schweizerin Lena Häcki-Groß (+11,2 sec.) und die Norwegerin Ingrid Landmark Tandrevold (+13,9 sec.) durch. Alle drei Athletinnen an der Spitze leisteten sich jeweils eine Strafrunde.

STIMME:

Anna Gandler (Zehnte): „Das war heute natürlich ein richtig cooles Rennen. Ich konnte vorne mit den Top-Läuferinnen mitlaufen und es hat einfach echt Spaß gemacht. Mit einem Fehler kann ich auf jeden Fall zufrieden sein, vor allem wenn man es noch mit meiner Schießleistung vor einer Woche vergleicht. Jetzt daheim in den Top-Ten zu sein und ein großes Saisonziel erreicht zu haben – da geht einfach ein Traum in Erfüllung.“

Weiters Weltcup-Programm Hochfilzen (AUT):
Sonntag, 10.12.2023, Staffel Herren, 11:30 Uhr
Sonntag, 12.12.2023, Staffel Damen, 14:15 Uhr

Schwarz Zweiter im Val d’Isere RTL

Marco Schwarz sicherte sich beim Riesentorlauf in Val d‘Isere (FRA) den zweiten Platz. Der Sieg ging an Marco Odermatt aus der Schweiz.

Der Kärntner musste sich am Samstag bei schwierigen Verhältnissen nur dem Schweizer Marco Odermatt um 0,98 Sekunden geschlagen geben. Dritter wurde Joan Verdu aus Andorra (+1,32).
Nach dem ersten Lauf lag der 28-Jährige noch auf Rang vier und konnte sich mit einer beherzten Fahrt noch auf das Podium nach vorne schieben. Schwarz holte damit im zweiten Saisonrennen seinen zweiten Podestplatz und übernimmt auch die Führung im Gesamtweltcup.

Marco Schwarz
Es war unruhig und schlechte Sicht. Unten habe ich einfach den Ski laufen gelassen. Da musste ich einiges riskieren. Ich blicke mit einem guten Gefühl auf den Slalom. Die Umstellung im Training von den langen auf die kurzen Ski ist mir ganz gut gelungen“ so Schwarz nach dem Rennen.

Für eine positive Überraschung aus österreichischer Sicht sorgte Noel Zwischenbrugger, der gleich in seinem ersten Welcuprennen in die Punkteränge fuhr und ausgezeichneter 13. wurde.

Manuel Feller belegte den elften Rang und Patrick Feurstein wurde 16.

Zweiter Platz für Kraft in Klingenthal

Ski Austria Skispringer Stefan Kraft ist auch beim fünften Saisonbewerb am Podest gelandet, auch wenn es diesmal erstmals nicht für ganz oben gereicht hat. Beim ersten von zwei Bewerben im deutschen Klingenthal sicherte sich am Samstag Lokalmatador Karl Geiger den Sieg. Kraft holte mit nur 1,2 Punkten Rückstand Rang zwei und verpasste nur knapp seinen fünften Erfolg in Serie. Dritter wurde der Japaner Ryoyu Kobayashi.

Deutscher Heimerfolg für Karl Geiger

Geiger, der bereits nach dem ersten Durchgang geführt hatte, landete bei 144 und 146 Metern. Kraft war nach dem ersten Sprung auf 140 m noch Vierter gewesen, hätte aber in der Entscheidung mit einem Satz auf 144,5 Meter fast noch Sieg Nummer fünf geschafft. Der Japaner Kobayashi kam auf 140,5 und 142,5 Meter und landete 2,8 Zähler hinter Kraft auf dem dritten Rang.

Eine Steigerung im zweiten Durchgang gelang auch Michael Hayböck, der mit einem 145-m-Satz vom 14. auf den achten Rang hüpfte. Auch Jan Hörl, nach dem ersten Heat noch 15., schaffte als Zehnter den Sprung in die Top Ten. Daniel Tschofenig und Manuel Fettner rundeten das neuerlich starke Mannschaftsergebnis der Österreicher mit den Rängen 19 und 20 ab.

Stimme

Stefan Kraft (2. Platz): „Ja, es war ein richtig cooler Wettkampf. Jeder, der heute zugeschaut hat, ist, glaube ich, richtig begeistert. Ich habe den Schwung mitnehmen können und habe gewusst, dass ich sehr gut drauf bin. Ich habe im zweiten Durchgang sicher meinen besten Sprung über das Wochenende gemacht, und auf dem können wir aufbauen.“

Hütter knapp am Stockerl vorbei

Cornelia Hütter wird auch in der Abfahrt von St. Moritz beste Österreicherin. 

Beim zweiten Rennen von St. Moritz setzt sich die US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin vor den beiden Italienerinnen Sophia Goggia (+0,15 Sek.) und Federica Brignone (+0,17 Sek.) durch. Cornelia Hütter wird Vierte und verpasst das Podium um nur elf Hundertstel.
Auch in der Abfahrt präsentieren sich die Österreicherinnen mannschaftlich stark. Cornelia Hütter wird, wie schon gestern im Super-G, beste Österreicherin. Mirjam Puchner reiht sich hinter der Steirerin auf Platz fünf ein und Stephanie Venier belegt den starken 7. Rang.

Cornelia Hütter: „Es war das Gleiche wie gestern im Super-G. Ich bin oben nicht ganz reingekommen und hab nicht so den Tritt gefunden. Dann konnte ich wieder umschalten, dann ist es ist richtig gut gegangen. Ein paar Rutscher waren dabei, das sind die paar Zehntel, die man hinten ist. Aber es stimmt mich extrem positiv, dass der Grundspeed passt, und es macht einfach Spaß, Rennen zu fahren.“

Nach dem Sturz von Elisabeth Reisinger wurde die Oberösterreicherin in die Klinik Gut zur genauen Abklärung gebracht, die leider einen vorderen Kreuzbandriss im rechten Knie ergeben hat. Für die Speed-Spezialistin bedeutet das ein frühzeitiges Saison-Aus.

Das Rennen wurde dann nach 35 Fahrerinnen wegen schlechter Sicht aus Sicherheitsgründen abgebrochen.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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