Schwerer Verkehrsunfall. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

A2, Bezirk Graz-Umgebung. – Donnerstagabend, 23. November 2023, verunfallte ein Lkw auf der A2. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Er war bei der Fahrt alkoholisiert.

Gegen 18.00 Uhr fuhr der 46-jährige Sattelzugfahrzeuglenker aus Rumänien auf der A2 von Graz kommend in Fahrtrichtung Wien. Aus bislang unbekannter Ursache, vermutlich aufgrund seiner schweren Alkoholisierung, geriet der Mann bei Straßenkilometer 171,65 mit seinem Lkw ins Schleudern. In weiterer Folge stürzte das Sattelzugfahrzeug um.

Der 46-Jähirge erlitt durch den Unfall schwere Verletzungen. Nach der Erstversorgung des Notarztes brachte das Team des Rettungshubschraubers Christophorus 12 den Verletzten ins Landeskrankenhaus Graz.

Am Fahrzeug entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. Die Fahrzeugbergung und Reinigung des Unfallortes verursachten eine vierstündige Sperre des betroffenen Streckenabschnittes. Der Mann war zum Zeitpunkt des Unfalles schwer alkoholisiert.

Ungarische Tätergruppe ausgeforscht

Steiermark, Burgenland. – Kriminalisten der Polizeiinspektion Feldbach forschten eine Gruppe junger Männer aus, die im Verdacht stehen, in verschiedener Zusammensetzung zahlreiche Einbruchsdiebstähle im Südburgenland und in der Steiermark begangen zu haben. Der 37-jährige Haupttatverdächtige ist in Haft.

Im Zeitraum von Ende Jänner 2023 bis Anfang September 2023 ereigneten sich in den Bezirken Südoststeiermark, Weiz, Jennersdorf, Güssing, Oberwart und Oberpullendorf zahlreiche Einbruchsdiebstähle in Kellerabteilen von Mehrparteienhäusern, Garagen, Nebengebäuden und diversen Abstellräumen, bei denen es die Täter vor allem auf E-Bikes und hochwertige Fahrräder abgesehen hatten.

Kooperation mit anderen Dienststellen

Intensive Ermittlungen der Kriminaldienstgruppe Feldbach in Kooperation mit der Außenstelle Oberwart des Landeskriminalamts Burgenland führten zu einer ungarischen Tätergruppe, die offenbar unter der Führung eines 37-jährigen, einschlägig vorbestraften Ungarn stand. Diese Gruppierung dürfte in den angeführten Bezirken in unterschiedlicher Zusammensetzung tätig gewesen sein. Der Gesamtschaden beläuft sich derzeit auf etwa 200.000 Euro.

Festnahme in Ungarn

Anfang Juni 2023 wurden der 37-Jährige, ein 24-Jähriger, ein 19-Jähriger sowie ein 18-Jähriger (alle ungarische Staatsbürger) von der ungarischen Polizei in der Nähe von Szentgotthárd (Ungarn) in einem Mini-Van angetroffen. Im Fahrzeug führten die Personen mehrere Fahrräder mit, die offensichtlich von einem Einbruchsdiebstahl in St. Stefan im Rosental stammten.

Bei einer Beschuldigtenvernehmung Anfang September 2023 in Feldbach zeigten sich der 24-Jährige und der 19-Jährige zu mehreren Fakten geständig. Sie gaben an, dass der 37-Jährige der Anführer der Gruppierung sei.

Haupttatverdächtiger ausgeforscht

Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse sowie eines bestehenden Aufenthaltsverbots in Österreich wurde gegen den 37-Jährigen ein EU-Haftbefehl erwirkt und der Verdächtige daraufhin von Ungarn nach Österreich ausgeliefert. Am 23. November 2023 wurde der Mann von Kriminalisten der Polizeiinspektion Feldbach als Beschuldigter vernommen und zeigte er sich nach anfänglichem Leugnen zu den Taten umfassend geständig.

Zahlreiche Straftaten geklärt

Zusammengefasst kann ausgeführt werden, dass die Tätergruppierung in insgesamt 43 Tatnächten, ausschließlich zum Zwecke der Begehung von Eigentumsdelikten, ins Bundesgebiet eingereist sein dürfte, dabei eine Vielzahl an Kellerabteilen von Mehrparteienhäusern, sowie Garagen, Nebengebäuden und sonstige Abstellräumlichkeiten von Wohnhäusern aufgebrochen, zumindest 47 E-Bikes bzw. hochpreisige Fahrräder im Gesamtwert von rund 150.000 Euro gestohlen und ins benachbarte Ungarn verbracht haben dürfte.

Der Gesamtschaden dürfte, inklusive Sachschäden, etwa 200.000 Euro betragen.

Bei der gegenständlichen Diebstahls- bzw. Einbruchserie dürfte es sich um eine der größten der vergangenen Jahre im Bereich der Südoststeiermark bzw. Südburgenland handeln.

Der 37-Jährige wurde über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert, seine mutmaßlichen Komplizen werden auf freiem Fuß angezeigt.

Ein besonderer Dank ergeht an alle bei den umfangreichen Ermittlungen beteiligten Dienststellen der betroffenen Bezirke, das Landeskriminalamt Steiermark sowie in besonderer Weise an die Kollegenschaft der Außenstelle Oberwart. Durch deren hervorragende Kontakte ins benachbarte Ungarn und besonderen Bemühungen konnten die gegenständlichen Ermittlungen erheblich beschleunigt und positiv abgeschlossen werden.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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