Green Startupmark: Österreichs neue Pilotregion für grüne Startups

Kapfenberg, 24. November 2023 – Mit sechs Millionen Euro wird die Obersteiermark zur „Green Startupmark“ und damit zu Österreichs Pilotregion für grüne Startups. Schülerinnen und Schüler, Studierende und Forschende erhalten finanzielle und fachliche Unterstützung am Weg zu ihrem nachhaltigen Unternehmen. Mit fünf starken „Säulen“ werden grüne Startups beim Wachstum sowie regionale Betriebe in ihrer grünen Transformation unterstützt. Einreichungen für die erste Runde sind ab sofort bis 15. Februar 2024 möglich.

Wenn es um grüne Tech-Gründungen geht, dann stehen die jungen Unternehmen in der Steiermark österreichweit ganz oben auf der Liste. Umso mehr gilt es, dieses Know-how, diesen Erfindergeist, diese Motivation für nachhaltiges Unternehmertum zu heben, zu fördern und mittels Expertise und wissenschaftlicher wie wirtschaftlicher Kooperationen auf marktreife Schienen zu bringen. Deshalb haben das Zentrum für angewandte Technologie (ZAT), die Montanuniversität Leoben sowie das Zentrum für IT-Gründerinnen und -Gründer KAIT (an der FH Joanneum in Kapfenberg) gemeinsam mit dem Land Steiermark und dem Green Tech Valley jetzt Österreichs Pilotregion für grüne Startups – die „Green Startupmark“ – ins Leben gerufen.

Gebündelt wird das neue, starke Netzwerk für junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit Green-Tech-Schwerpunkten im „Startupmark“-Stärkefeld der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG. Starke Unterstützung gibt es vom Land, hier werden sechs Millionen Euro aus dem Just Transition Funds (JTF), den die EU im Zuge des Green Deals ausgerufen hat, zur Verfügung gestellt.

Foto v.l. Helmut Antrekowitsch (Vizerektor für Forschung und Nachhaltigkeit der Montanuniversität Leoben), Kurt Wallner (Bürgermeister Stadt Leoben), Barbara Eibinger-Miedl (Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrätin), Friedrich Kratzer (Bürgermeister Stadtgemeinde Kapfenberg), Martin Payer (kaufmännischer Geschäftsführer FH JOANNEUM).
© FH JOANNEUM/Seidl

Bis zu 3.500 Euro für einen grünen Businessplan – bis 15. Februar einreichen!

Der Startschuss erfolgte heute in Kapfenberg mit der sogenannten „Startup-Combo“. Diese bietet neben wissenschaftlich-wirtschaftlicher Expertise auch finanzielle Unterstützung für Schülerinnen und Schüler, Studierende sowie Forschende. Je nach Fortschritt bzw. wissenschaftlicher Reife erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur umfassende Beratung, sondern auch 1.500 bis 3.500 Euro an „Anschubfinanzierung“ für ihre grünen Startups bzw. Forschungskonzepte.

Der Start erfolgt heute Nachmittag. Durch die „Startup-Combo“ haben Schüler:innen, Studierende bzw. Forschende die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeit mit einer grünen Businessplanerstellung zu kombinieren und dafür finanzielle Förderungen zu erhalten. Dadurch werden Entrepreneurial-Spirit und Neugründungen gefördert. Bei der Erarbeitung ihrer grünen Startup-Konzepte werden sie durch Mentoring und verschiedenste Workshop vom ZAT Leoben (Zentrum für angewandte Technologie) und Green KAIT Kapfenberg (Kapfenberger Accelerator & Incubator for Green IT) intensiv unterstützt.

Einreichung ist ab sofort bis 15. Februar 2024 unter www.green-kait.at möglich.

Pilotregion wächst auf fünf Säulen

Die „Startup-Combo“ ist nur eine Säule der Green Startupmark. Aufbauend auf insgesamt fünf starken Fundamenten, die von den jeweiligen Projektpartnern bespielt werden, wächst diese neue Pilotregion auf fest verankertem, stabilem Untergrund.  Die erste Säule, der „Green Incubator“ (Lead: Montanuniversität Leoben) umfasst Maßnahmen zur neuen benötigten Infrastruktur an der Montanuniversität. Säule zwei, die „Startup-Combo“, wird von KAIT und ZAT geführt, ebenso wie Säule drei – „Green Incubee“. Hier werden grüne Gründungsprojekte finanziell unterstützt. Umfassende Beratungsleistung (für Startups und Corporates) stellt das Green Tech Valley in Säule vier bereit. Den Abschluss bildet der gemeinsame „Green Startup-Support“ aller Kooperationspartner in Säule fünf.

Dieser umfassende Zugang mit den fünf Säulen, den durchdachten Unterstützungs- und Beratungsleistungen je nach Gründungsphase sowie der Zugang über die unterschiedlichen Kompetenzen machen die „Green Startupmark“ zu einem wirklichen Hotspot für grüne Startups.

Zielregion: Obersteiermark

In der sogenannten „JTF-Zielregion“ östliche und westliche Obersteiermark (sowie punktuell in den weiteren JTF-Zielgebieten Graz-Umgebung und Deutschlandsberg) wird durch den Ausbau und die Zusammenarbeit der Partner das Ökosystem für Startups gestärkt.

Der Mehrwert auf regionaler und nationaler Ebene

JTF-Maßnahmen fokussieren auf Transformation und Diversifizierung, verbunden mit Qualifikation für Strukturwandel in Richtung C02-armes Wirtschaften. Die östliche und westliche Obersteiermark als JTF-Zielregionen haben als Hochschul- und Industriestandorte hohes Potenzial für Startups mit Technologien im Bereich des Green Deal. Dafür stehen im JTF Startup-Projekt Steiermark sechs Millionen Euro Budget zur Verfügung, die direkt bei den Akteuren im Ökosystem – bei den Talenten, Startups und Unternehmen – beispielsweise über externe, maßgeschneiderte Beratungen wirksam werden.

Der Mehrwert für die JTF-Region östliche Obersteiermark liegt zum einen in der Stärkung des gesamten Innovationsökosystems durch dessen Ausbau und Vernetzung, die durch das Projekt gestartet werden. Die Synergien, die zwischen Startups, Corporates, Forschungseinrichtungen und Netzwerkpartnern als Innovationskräfte geschaffen werden, prägen das grüne Innovations-Ökosystem dieser Region nachhaltig. Die Stimulierung von Talenten in der Region für Neugründungen in den relevanten Fachgebieten des Green Deal –  Klimaschutz, saubere Energie, Beseitigung von Umweltverschmutzung, nachhaltige Industrie, Gebäude & Renovierung, nachhaltige Mobilität, Biodiversität, nachhaltige Landwirtschaft – wirken regional wie auch national.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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