9. Internationaler Tag der Patient:innensicherheit am Standort Kalwang

Seit 2015 ruft die „Österreichische Plattform Patient:innensicherheit“ gemeinsam mit ihren Partnerorganisationen aus Deutschland und der Schweiz alle Akteure im Gesundheitswesen auf, am 17. September mit Aktionen mehr Bewusstsein für das wichtige Thema der Patient:innensicherheit zu schaffen.

2019 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den 17. September zum jährlichen Welttag der Patient:innensicherheit.

Der diesjährige 9. Internationale Tag der Patient:innensicherheit stand unter dem Motto „Sicherheit: Für Patient:innen Mit Patient:innen.“ 

Denn für Patient:innensicherheit zu sorgen ist aber nicht nur Aufgabe des Gesundheitspersonals bzw. der Gesundheitseinrichtungen. Auch die Patient:innen selbst können einen wesentlichen Beitrag zu ihrer eigenen Sicherheit leisten. Dies reicht vom Tragen rutschfester Schuhe, über ein Zettelchen in der Brieftasche, auf dem Dauermedikamente und Allergien vermerkt sind, bis hin zu aktivem Nachfragen in Bezug auf unklare Therapievorschläge oder Anweisungen. Patient:innen sollen darüber hinaus ermutigt werden, wahrgenommene Mängel direkt anzusprechen.

Der Brunnen vor dem UKH Steiermark-Standort Kalwang wurde orange beleuchtet.
(C) AUVA

Um in Krankenanstalten, Gesundheitseinrichtungen, Ordinationen und an öffentlichen Plätzen auf den Patient:innensicherheitstag hinzuweisen, werden jedes Jahr rund um den 17. September Gebäude und Sehenswürdigkeiten orange beleuchtet. Mit dieser Signalfarbe soll das Bewusstsein für das wichtige Thema geschärft und weltweit ein leuchtendes Bekenntnis zur Patient:innensicherheit abgegeben werden.

So wurde am Standort Kalwang des UKH Steiermark in der Woche vom 10. bis 17. September 2023 der Brunnen vor dem Haus orange beleuchtet. Des Weiteren wurden Plakate angebracht und Informationsblätter über Medikationssicherheit an alle Interessierten verteilt.

Das CIRPS-Vertrauensteam (CIRPS=Critical Incident Reporting and Prevention System) des UKH Steiermark-Standort Kalwang ermutigt das Personal regelmäßig dazu, die Augen offen zu halten und wahrgenommene Fehler, Beinahefehler oder potentielle Gefahren über eine spezielle Software zu melden. Dabei geht es keinesfalls darum, jemanden an den Pranger zu stellen, sondern kritische Ereignisse offen zu diskutieren, bereits geschehene Fehler aufzuarbeiten und ein Wiederauftreten zu verhindern. Am besten ist es, eine potentiell gefährliche Situation schon im Vorfeld zu erkennen und zu entschärfen bevor überhaupt ein Schaden entsteht.

Patient:innensicherheit braucht die aktive Beteiligung aller Akteure einer Gesundheitseinrichtung. Das UKH Steiermark stellt die Sicherheit seiner Patient:innen in den Fokus seiner Bemühungen, damit Patient:innensicherheit gelebt wird!

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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