Race Around Austria feiert 15. Jubiläum

In genau einer Woche startet das wohl emotionalste Radrennen Österreichs. Bei Race Around Austria geht es neben der Umrundung Österreichs auch um die Kurzvariante Rund um Oberösterreich. Der Extremradsportklassiker zählt mittlerweile zu den wichtigsten Ultra-Events weltweit. Und erstmals startet auch eine Olympiasiegerin!

Heute in einer Woche wird St. Georgen im Attergau zum Nabel der Ultra-Radsportwelt. Das Race Around Austria presented by evil eye, 2.200 Kilometer und 30.000 Höhenmeter im Uhrzeigersinn rund um Österreich, jährt sich dabei zum 15. Mal. Von 14. bis 20. August 2023 findet eines der weltweit wichtigsten Ultra-Radrennen statt. Darüber hinaus gibt es auch die Challenge rund um Oberösterreich, presented by Fever-Tree. Die Kurzversion über 560 Kilometer – Start und Ziel befinden sich ebenso in der Raiffeisen Arena in St. Georgen im Attergau – bietet ein Ultra-Flair binnen 24 Stunden.

Unsupported als neue Volksdroge
Die Challenge wird auch als unsupported-Variante angeboten. “Unsupported-Rennen, wo man ohne Hilfe von außen fährt, boomen absolut. Ein Christoph Strasser zeigt gerade vor, welchen Trend diese Rennen erleben. Deshalb bieten wir auch die 560 Kilometer Distanz in diesem Segment an”, sagt Organisator Michael Nussbaumer. Anders als bei klassischen Unsupported-Rennen ist die Strecke bei der CHALLENGE UNSUPPORTED vorgegeben. Zudem gibt es für die Teilnehmer nach 300 Kilometern ein Depot, wo persönliche Dinge wie Essen und Bekleidung in einer Box hinterlegt werden können. Die vielen Fanzonen – geplant sind solche in Julbach und Aigen-Schlägl, zwei traditionell RAA-verrückte Ortschaften mit hunderten Fans an der Strecke – und die immer wieder passierenden Begleitfahrzeuge von Teilnehmern und der Rennorganisation spannen zudem ein engmaschiges Sicherheitsnetz um das 40-köpfige Fahrerfeld.

RAA-Favoriten Philipp Kaider gegen Martin Moritz
Beim klassischen Race Around Austria presented by evil eye führt heuer der Sieg wohl über den Niederösterreicher Philipp Kaider und den Wiener Martin Moritz, der im Vorjahr die Challenge Unsupported gewann. Kaider zählt nach Christoph Strasser zu den derzeit weltbesten Ultra-Radfahrern. Erst vor einem Monat stellte er mit 19 Stunden einen sensationellen Weltrekord quer durch Österreich auf. Die Vorzeichen für das RAA waren bis vor kurzem bei Kaider alles andere als optimal: “Nach meinem Weltrekord durch Österreich fing ich mir Corona ein. Zwei Wochen lang konnte ich gar nicht trainieren. Doch jetzt fühle ich mich wieder fit und auch der Sieg ist heuer möglich. Ich werde auch die Schlafpausen konservativer angehen. Im Vorjahr fuhr ich 93,5 Stunden, heuer will ich die 90 Stunden Schallmauer knacken, das wäre eine Traumzeit. Und der Sieg beim RAA steht ganz oben auf meiner To-Do-Liste!”

Fechtolympiasiegerin wagt sich auf die Extremdistanz
Dorina Vaccaroni gewann in Los Angeles Olympiagold und krönte sich zur mehrmaligen Weltmeisterin im Fechten. Die Italienerin, die in Los Angeles wohnt, ist der absolute Star des diesjährigen RAA. Vaccaroni wagt sich dabei über die Extremdistanz. “Sie absolvierte bereits das Race Across America erfolgreich und geht nächste Woche erstmals in Österreich an den Start. 1982 und 1983 wurde sie Italienische Sportlerin des Jahres”, freut sich der Organisator auf den klingenden Namen

Das Race Around Austria ist bereit und auch die Fans freuen sich schon auf den Ultra-Klassiker. Bei den Zieleinläufen in der Raiffeisen Arena in St. Georgen werden wieder tausende Besucher:innen erwartet. Das absolute Highlight ist das Marktfest am 19. August, wo über 5.000 Zuseher die Finisher des RAA gebührend empfangen werden!

Fotos/Copyright: Jure Gasparic

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


error: (c) arf.at