Würzig scharf oder süßlich mild: Senf in aller Munde

In der Grillsaison erfreut sich Senf besonders großer Beliebtheit, über das Jahr hinweg lassen wir uns ein ganzes Kilogramm davon schmecken. Zum Tag des Senfs am 6. August tischt Land schafft Leben die spannendsten Fakten zur geschmackvollen gelben Paste auf.

Ob im Kartoffelsalat oder zum Grillwürstel, Senf ist aus der österreichischen Küche nicht wegzudenken. Die Senfvorlieben unterscheiden sich allerdings innerhalb des Landes. So wird im Osten Österreichs der würzig-scharfe Estragon-Senf bevorzugt, während im Westen der Geschmack zunehmend süßer wird.

Sortenvielfalt ohne Grenzen

Speisesenf gibt es in einer Vielzahl an Geschmacksrichtungen, die von der Senfsorte, aber vor allem auch von den beigemengten Zutaten wie Gewürzen, Kräutern, Obst oder Gemüse abhängt. Selbst Bier oder Whiskey findet als Zutat im Senf Anwendung. Die mit Abstand beliebteste Senfsorte ist der Estragon-Senf: 50 Prozent des im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel verkauften Senfs ist Estragon-Senf. Auf Platz zwei liegt mit 16 Prozent der Kremser-Senf.

Farben des Senfs

Senf wird aus Senfsamen hergestellt, von denen es weltweit über 40 verschiedene Arten gibt. In Mitteleuropa – Österreich inklusive – werden vor allem drei Arten für den menschlichen Konsum angebaut: der Gelbe, der Braune und der Schwarze Senf. Diese drei unterscheiden sich nicht nur in Geruch und Geschmack, sondern auch in ihrem Aussehen und ihrer Kultivierung. Estragon-Senf etwa besteht hauptsächlich aus Gelbem Senf, Dijon-Senf aus Braunem oder Schwarzem.

Höhepunkte des Senfkonsums

Der Senfkonsum hierzulande unterliegt gewissen saisonalen Schwankungen. Aktuell essen wir besonders viel Senf, weil Grillsaison ist und der Senf zum Bratwürstel natürlich nicht fehlen darf. Die nächsten Spitzen sind zur Weihnachtszeit und an Ostern.

Senf im Glas oder in der Tube?

Hierzulande sind 90 Prozent des Senfs in Tuben verpackt. Das ist historisch bedingt: Aufgrund einer Rohstoffknappheit nach dem 2. Weltkrieg begann die Industrie mit dem Abfüllen von Tuben anstatt von Gläsern. Es stellte sich heraus, dass die Tube die Inhaltsstoffe des Senfs vor Licht schützt und zudem praktischer im Gebrauch ist. Somit wurde Österreich zum „Tubenland”, anders als zum Beispiel England oder Frankreich, wo noch immer das Glas als Senfverpackung vorherrscht. Geschmacklich macht es übrigens keinen Unterschied, ob der Senf aus Tube oder Glas kommt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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