Skitourengeher vermisst: Suchaktion. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Weinebene, Bezirk Deutschlandsberg. – Im Koralmgebiet suchen Polizei und Bergrettung seit Donnerstagabend, 2. Februar 2023, nach einem 55-jährigen Skitourengeher aus dem Bezirk Leibnitz. Eine groß angelegte Suchaktion musste in der Nacht abgebrochen werden und wird heute fortgesetzt.

Bereits am 1. Februar 2023 (Mittwoch) soll der durchaus sportliche Südsteirer (55) gegen Mittag zu einer Skitour ins Koralmgebiet aufgebrochen sein. Dabei stellte der Mann seinen Pkw am Parkplatz Grünangerhütte ab. Von dort aus machte er sich alleine mit den Tourenski auf den Weg.

Handyakku leer

Gestern Mittag (Donnerstag, 2. Februar 2023) traf der 55-Jährige am Fuße der sogenannten „Hühnerstütze“ (Nähe Grillitschhütte) auf einen weiteren Alpinisten. Über dessen Mobiltelefon verständigte der 55-Jährige in der Folge eine Bekannte, um einen vereinbarten Termin abzusagen. Sein eigener Handy-Akku soll über die Dauer seiner Tour bereits leer geworden sein. Eigenen Angaben zufolge soll der noch sehr fit wirkenden und gut ausgestattete 55-Jährige bereits die Nacht zuvor in den Bergen verbracht haben. Wo genau ist derzeit nicht bekannt. 

Nicht zurückgekehrt

Nachdem der Mann auch bis in die gestrigen Abendstunden nicht zu seinem Auto zurückgekehrt und er auch telefonisch nicht erreichbar war, starteten Einsatzkräfte von Bergrettung und Polizei eine Suchaktion. Dabei verlief eine Nachfrage bei sämtlichen Hütten bislang negativ. Die Dunkelheit sowie die Witterungsbedingungen samt Neuschnee gestalteten eine nächtliche Suche zudem schwierig, weshalb diese gegen Mitternacht vorerst ergebnislos abgebrochen werden musste.

Für den heutigen Freitag (3. Februar 2023) ist eine neuerliche bzw. größer angelegte Suchaktion nach dem Mann mit oranger Jacke und blauem Stirnband geplant. Diese soll um 08.30 Uhr im Bereich Weinebene starten. Die Bergrettung hat dazu einen Gebietsalarm für den Bereich Weststeiermark ausgelöst.

Hinweise zum Aufenthalt des Mannes sind an die nächste Polizeidienststelle bzw. die Polizeiinspektion Schwanberg (059133/6109) erbeten.

Fußgänger am Schutzweg angefahren

Gnas, Bezirk Südoststeiermark. – Ein 66-jähriger Fußgänger wurde Donnerstagmittag, 2. Februar 2023, am Schutzweg von einem Pkw-Lenker (84) erfasst und leicht verletzt.

Kurz nach 12.30 Uhr fuhr der 84-jährige Südoststeirer mit seinem Pkw auf der Marktstraße im Ortsgebiet von Gnas. Als der Pensionist den Kreisverkehr im Bereich einer Trafik in Richtung Bad Gleichenberg verließ, dürfte er zwei Fußgänger übersehen haben. Die beiden Männer (66, 67) waren gerade dabei, den dortigen Schutzweg in Richtung Pfarrkirche Gnas zu überqueren. Es kam zu einem Zusammenprall zwischen der rechten vorderen Seite des Pkw und den Fußgängern. Dabei erlitt der 66-Jährige am Bein sowie am Kopf Verletzungen unbestimmten Grades. Der Mann wurde vom Roten Kreuz ins LKH Feldbach eingeliefert. Der 67-Jährige blieb unverletzt. Ein Alkotest verlief negativ.

Desolaten Sattelzug aus dem Verkehr gezogen

Seiersberg, Bezirk Graz-Umgebung. – Ein Sattelzug mit schweren, teils gefährlichen technischen Mängeln wurde Donnerstagnachmittag, 2. Feber 2023, überprüft und abgestellt. Der Lenker und der Zulassungsbesitzer wurden angezeigt.

Gegen 16:00 Uhr fiel einer Polizeistreife ein offensichtlich desolater Lkw samt Anhänger bei einer Tankstelle im Raum Seiersberg auf. Schon bei der ersten Sichtkontrolle wurden offensichtliche technische Mängel festgestellt. Am Lkw und am Anhänger waren österreichische Überstellungskennzeichen montiert. Bei der genaueren Untersuchung der Fahrzeuge stellte sich heraus, dass in Summe 25 schwere Mängel, vier davon mit Gefahr im Verzug, vorlagen. Unter anderem waren lockere und fehlende Radbolzen am beladenen Sattelanhänger sowie eine gebrochene Bremsscheibe feststellbar. Der Sattelzug war von Deutschland über die A9 in Richtung Slowenien unterwegs und sollte in Seiersberg nur betankt werden. Die Kennzeichen wurden abgenommen, die Weiterfahrt bis auf Weiteres untersagt und der 59-jährige Lenker aus Serbien sowie der Zulassungsbesitzer an die Bezirkshauptmannschaft Graz-Umgebung angezeigt. Zur Sicherung des Strafverfahrens wurde eine vorläufige Sicherheitsleistung in der Höhe von mehreren Tausend Euro eingehoben.

Falscher Polizist: Vollendeter Betrug

Graz, Bezirk Geidorf. – Eine 64-Jährige wurde Opfer von „Falschen Polizisten“. Die Frau übergab Donnerstagmittag, 2. Februar 2023, unbekannten Tätern ihren gesamten Goldschmuck.

Das Landeskriminalamt Steiermark warnte erst 24 Stunden zuvor, dass wieder eine „Welle“ an Betrugsversuchen den Ballungsraum Graz und Graz-Umgebung erreicht. Trotz dieser Präventivmaßnahme fiel die 64-Jährige auf die Betrüger herein. Die Täter kontaktierten die Frau gegen 11.30 Uhr am Festnetz. Sie gaben sich als Polizei aus und manipulierten ihr Opfer wie folgt:

Täuschungshandlung

„Ihre Tochter ist für einen Verkehrsunfall mit Todesfolge verantwortlich“. Anschließend wurde das Opfer mit der vermeintlichen Tochter kurz verbunden, welche jedoch heftig weinte. Dann musste das Opfer ihre Handynummer bekannt geben und gleichzeitig die Telefonverbindung am Festnetz aufrechterhalten. Zeitgleich erhielt die 64-Jährige am Handy einen Anruf von einem Anwalt. Der Mann gab sich als Rechtsvertreter der vermeintlichen Tochter aus. Er könne diese vor dem Gefängnis bewahren. Jedoch müsse eine Kaution bezahlt werden.

Schmuck gefordert

Nachdem die Frau nicht genug Bargeld zu Hause hatte, fragte der „Anwalt“ nach Schmuck. Diesen musste das Opfer sogar abwiegen und in Samtsäcke verpacken. Danach wurde sie angewiesen vor ihr Haus zu gehen und es dort einem anwesenden Boten zu übergeben.

Schmuck übergeben

Gegen 13.00 Uhr kam es zur vollendeten Tat. Ein unbekannter Täter nahm den Schmuck entgegen und entfernte sich zu Fuß in unbekannte Richtung. Auch nach der Übergabe musste das Opfer die Telefonverbindung für rund 45 Minuten aufrecht halten. Erst dann beendete sie das Telefonat von selbst. Die Grazerin wurde misstrauisch und rief ihre tatsächliche Tochter an. Nun bemerkte sie, dass sie Opfer einer Straftat geworden ist. 

Vermisster Tourengeher lebend aufgefunden

Weinebene, Bezirk Deutschlandsberg. – Wie mit Presseaussendung Nr. 1 von heute berichtet, war eine großräumige Suchaktion nach einem 55-jährigen Tourengeher im Gange. Der 55-Jährige wurde nun stark unterkühlt aber lebend von der Besatzung eines Polizeihubschraubers gefunden.

Nachdem die großräumige Suchaktion gestartet und auch ein Polizeihubschrauber der Flugeinsatzstelle Klagenfurt im Einsatz war, kann nun ein Erfolg bekannt gegeben werden. Der 55-Jährige wurde von der Besatzung des Polizeihubschraubers gesichtet. Nach einer gewagten Außenlandung konnte mit dem Mann bereits Kontakt aufgenommen werden. Er ist offenbar unverletzt, jedoch stark unterkühlt, da er immerhin zwei Nächte im Freien verbracht hatte. Er wird nun von Kameraden der Bergrettung gerettet und in ein Krankenhaus zur gesundheitlichen Abklärung gebracht.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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