Frau (70) von Hunden attackiert: Lebensgefahr. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Graz. – Dienstagnachmittag, 24. Jänner 2023, wurde eine 70-Jährige in ihrer eigenen Wohnung von den Schäferhunden ihres Enkels attackiert. Die Pensionisten erlitt schwerste Verletzungen und schwebt in Lebensgefahr. Es kam zu mehreren behördlichen Tier-Abnahmen.

Am gestrigen Nachmittag ließ ein 26-Jähriger aus dem Bezirk Deutschlandsberg seine vier belgischen Schäferhunde für einige Zeit in der Wohnung seiner Großmutter (70) in Graz zurück. Der Mann hatte dort vorübergehend übernachtet. Eigenen Angaben zufolge hatte der Weststeirer die Wohnung kurz vor 13.00 Uhr für einige Minuten verlassen, um sein Fahrzeug in der Garage des Wohnhauses zu holen. Dabei soll er jeweils zwei Hunde in getrennten Räumen verwahrt haben. Die 70-Jährige befand sich zu diesem Zeitpunkt alleine in der Wohnung.

Frau brutal attackiert

Als der 26-Jährige schließlich wenige Minuten später in die Wohnung zurückkam, lag seine Großmutter ansprechbar, jedoch schwer verletzt im Vorraum der Wohnung. Der Mann leistete sofort Erste Hilfe und verständigte die Rettungskräfte. Laut bisherigen Angaben des Hundebesitzers war es den Hunden in der Zwischenzeit offenbar gelungen, eine Tür eigenständig zu öffnen. In der Folge attackierte zumindest einer der Schäferhunde die 70-Jährige aus bislang ungeklärter Ursache. Dabei erlitt die Frau mehrere und teils massive Biss- und Risswunden an den Armen, der Schulter sowie im Gesicht.

Notoperation erforderlich

Eine Polizeidiensthunde-Streife stand umgehend für die vorläufige Sicherung der Hunde um Einsatz. Auf Streife befindliche Polizei-Sanitäter sowie Rettungskräfte des Roten Kreuzes kümmerten sich gemeinsam um die medizinische Erstversorgung der schwer verletzten Frau. In Begleitung eines Notarztes wurde die 70-Jährige schließlich ins LKH Graz eingeliefert, wo sie noch in der Nacht stundenlang notoperiert wurde. Aktuellen Informationen zufolge befindet sich die Pensionistin auf der Intensivstation.

Verwahrlost: Mehrere Tiere abgenommen

In der Wohnung der 70-Jährigen stellten Beamte insgesamt vier belgische Schäferhunde sowie mehrere Katzen fest. Aufgrund des offensichtlich verwahrlosten und abgemagerten Zustandes der Hunde wurde auch ein Amtstierarzt der Stadt Graz hinzugezogen. Er machte sich auch vor Ort ein Bild der Lage und verfügte die behördliche Abnahme von den vier Hunden und drei Katzen.

Der 26-Jährige wird der Staatsanwaltschaft Graz angezeigt. Dabei geht es unter anderem um den Verdacht der Fahrlässigen Körperverletzungen und den Verdacht der Tierquälerei.

Auch in Sachen tierschutzrechtlicher Bestimmungen wird der mehrfache Hundebesitzer angezeigt.

Mordverdacht: Obduktion abgeschlossen

Mürzzuschlag, Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. – Wie berichtet war es Dienstagnachmittag, 24. Jänner 2023, in einem Wohnhaus zu einer Gewalttat gekommen, bei der eine 34-Jährige tödliche Verletzungen erlitten hatte.

Die von der Staatsanwaltschaft Leoben angeordnete und in der Gerichtsmedizin durchgeführte Obduktion ergab, dass die Frau an mehreren Dutzend Stich- und Schnittverletzungen vorwiegend im Kopf- und Halsbereich verstorben ist.

Am Tatort wurde der Griff eines Küchenmessers mit abgebrochener Klinge vorgefunden. Ob es sich um die Tatwaffe handelt, wird erst eine genaue Spurenauswertung zeigen. Nach der Klinge des Messers wurde heute im Umfeld des Tatortes gesucht, diese konnte jedoch bislang nicht aufgefunden werden.

Weitere Einvernahmen des Tatverdächtigen und anderer Auskunftspersonen werden von den Kriminalisten noch geführt.

Nach Unfall: Fast 20 Stunden im eigenen Pkw „gefangen“

Edelschrott, Bezirk Voitsberg. – Bereits Dienstagnachmittag, 24. Jänner 2023, verunfallte ein 39-Jähriger mit seinem Pkw. Er stürzte samt Fahrzeug über eine Böschung, blieb vorerst unbemerkt und konnte sich erst rund 20 Stunden später aus dem total beschädigten Pkw befreien. Sein Hund dürfte ihm das Leben gerettet haben.

Am frühen Nachmittag fuhr der 39-jährige Pkw-Lenker aus dem Bezirk Voitsberg auf der B70 von Edelschrott in Richtung Köflach. Auch sein belgischer Schäferhund befand sich zu diesem Zeitpunkt an Bord. In der Folge dürfte der 39-Jährige aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit von der nassen und mit Schnee bedeckten Fahrbahn abgekommen sein. Dabei verfehlte er nur knapp eine Leitschiene und stürzte samt Fahrzeug über eine Böschung in ein Waldstück. Dort prallte er gegen einen Baum und überschlug sich offenbar mehrmals, bevor der Pkw am Dach zu liegen kam.

Im Fahrzeug eingeschlossen

Dem Weststeirer war es in der Folge vorerst nicht möglich, sich aus eigener Kraft aus dem total beschädigten Fahrzeug zu befreien. Auch weitere Verkehrsteilnehmer bemerkten den verunfallten Mann im Waldstück scheinbar nicht. Mobiltelefon hatte der 39-Jährige keines dabei, weshalb er auch telefonisch keine Hilfe holen konnte. Erst knapp 20 Stunden später gelang es dem Mann schließlich, sich selbstständig aus dem Wrack zu befreien.

„Hund rettete mir das Leben“

Noch aus eigener Kraft und mit Unterstützung seines Hundes schleppte sich der 39-Jährige am heutigen Vormittag kurz vor 10.00 Uhr zur Bundesstraße. Dort wurde er von einem Passanten entdeckt. Dieser leistete sofort Erste Hilfe und setzte die Rettungskette in Gang. Der 39-Jährige erlitt eine Gehirnerschüttern sowie Prellungen am ganzen Körper und dürfte zum Unfallzeitpunkt glücklicherweise angegurtet gewesen sein. Der Mann war über Nacht stark ausgekühlt und wurde vom Roten Kreuz ins UKH Graz eingeliefert, wo er stationär aufgenommen wurde. Eigenen Angaben zufolge hatte sein belgischer Schäferhund (Name/Alter unbekannt) durch seine Anwesenheit und Körperwärme für das Überleben des 39-Jährigen gesorgt.

Einsatzkräfte der Feuerwehren Köflach und Edelschrott sorgten heute Vormittag für die Bergung des Unfallfahrzeuges. 

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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