ÖSV – Wintersportsplitter: Pinkelnig in Zao (JPN) erneut siegreich

Eva Pinkelnig hat am Sonntag das zweite Einzel-Springen der Damen im japanischen Zao gewonnen. Die 34-jährige Vorarlbergerin setzte sich um 1,3 Punkte gegen die Deutsche Selina Freitag durch, Dritte wurde die Norwegerin Anna Odine Ström. Pinkelnig feierte bei dichtem Schneefall ihren fünften Saisonsieg und baute die Führung im Gesamtweltcup aus.

Die Vorarlbergerin, die im 13. Weltcup-Bewerb in diesem Winter zum zwölften Mal aufs Stockerl gesprungen ist, liegt 263 Zähler vor der Deutschen Katharina Althaus, die diesmal Siebente wurde. Mit Sara Marita Kramer (9.) und Chiara Kreuzer (10.) schafften es zwei weitere ÖSV-Damen in die Top Ten.

Einen Tag zuvor hatte die Saisondominatorin mit Chiara Kreuzer den erstmals ausgetragenen Super-Team-Bewerb gewonnen, beide waren bereits am Freitag hinter der kanadischen Überraschungssiegerin Alexandria Loutitt auf dem Podest gelandet. In zwei Wochen geht es mit dem Weltcup im deutschen Hinterzarten weiter.

Stimmen

Eva Pinkelnig: „Es ist ein Traum. Unglaublich, ich bin sprachlos und beeindruckt von mir selbst. Das ist unglaublich, wie viele Menschen dafür arbeiten, dass ich mit einem Grinser am Balken sitzen und befreit Gas geben kann. Ich schaffe es im Moment einfach perfekt, das wirklich zu vollenden.“

Harald Rodlauer: „Wieder ein sensationelles Ergebnis. Nach dieser Japan-Tour können wir alle wirklich stolz sein. Wir waren bei jedem Wettkampf auf dem Podium und sind mannschaftlich sehr stark. Beeindruckend, unglaublich was Eva leistet. Man sieht einfach das Selbstvertrauen, das sie hat. Momentan ist sie fast unschlagbar.“

SKI ALPIN 15 Januar 2023 Wengen (SUI)
SCHWARZ BESTER ÖSTERREICHER


Beim Slalom in Wengen (SUI) konnten die Österreicher leider nicht um den Sieg mitfahren. Gewonnen hat der Norweger Henrik Kristoffersen, vor Loir Meillard (SUI) und Lucas Braathen (NOR). Bester ÖSV-Läufer wurde Marco Schwarz auf Rang sieben.

Insgesamt waren vier Läufer des ÖSV in der Entscheidung mit dabei. Marco Schwarz konnte sich noch um drei Plätze verbessern und wurde Siebenter.

„Heute war ein richtig zaches Rennen. Im ersten Durchgang ist es mit Startnummer 15 sehr schwierig näher heranzukommen und im 2. Lauf habe ich alles riskiert
Johannes Strolz konnte endlich punkten und wurde Zwölfter, somit zweitbester Österreicher.

Ebenfalls dabei im zweiten Lauf waren Michael Matt, der auf Platz 15 fuhr, und Adrian Pertl, der leider einige Plätze zurückfiel auf Platz 23.

Für den zweiten Durchgang leider nicht qualifizieren konnte sich Joshua Sturm. Ausgeschieden im ersten Lauf sind Manuel Feller, Dominik Raschner und Fabio Gstrein.

SKI ALPIN  15 Januar 2023 St. Anton

PLATZ 5 FÜR SIEBENHOFER

Beim zweiten Super-G der Damen in St. Anton waren zwei ÖSV-Athletinnen in den Top Ten. Gewonnen hat Lara Gut-Behrami (SUI), vor der gestrigen Siegerin Federica Brignone (ITA) und Marta Bassino (ITA).

Hauser im Massenstart auf Rang sieben

Nach den Herren stand heute auch für die Damen zum Abschluss der Weltcup-Rennen in Ruhpolding (GER) ein Massenstart-Wettkampf auf dem Programm. Dabei schnappte sich die momentane Gesamtweltcup-Führende Julia Simon nach einem spannenden Rennen ihren dritten Einzelsieg in dieser Saison. Die Französin setzte sich mit drei Strafrunden und einem Vorsprung von 2,6 Sekunden knapp gegen die Italienerin Lisa Vittozzi (1 Fehlschuss) durch. Auf Platz drei landete mit Anais Chevalier-Bouchet (+6,7 sec./1 Fehlschuss) eine weitere Französin.

Für Lisa Hauser endete ein turbulenter Wettkampf mit einem weiteren Spitzenresultat. Die Tirolerin positionierte sich nach einem fehlerfreien ersten Liegendschießen zunächst an der Spitze des Feldes, kam jedoch in der zweiten Runde unglücklich zu Sturz und brach sich dabei auch einen ihrer Stöcke. Die 29-Jährige ließ sich durch diese kleine Schrecksekunde jedoch nicht beeinflussen, hielt sich das weitere Rennen immer in den Top-Ten und belegte am Ende mit zwei Fehlschüssen und einem Rückstand von 44,6 Sekunden den beachtlichen siebenten Rang.
Tamara Steiner musste bei ihrer Massenstart-Premiere im Weltcup insgesamt zweimal in die Strafrunde abbiegen und klassierte sich mit einem Rückstand von 2:54,5 Minuten auf Rang 24.

STIMME:

Lisa Hauser (Siebente): „Der siebente Platz freut mich heute wirklich sehr. Die Verhältnisse waren schwierig, denn es war windig, die Spur war sehr nass und einen Stockbruch hatte ich auch noch. Der Sturz war an der gleichen Stelle, wie im Einzel und von daher ist es einfach sehr ärgerlich. Der siebente Platz ist aber richtig cool und dass ich heute mit dem roten Trikot am Start stehen durfte, war auch etwas ganz Besonderes.“

Kraft Dritter in Zakopane (POL)

Nach dem spannenden Team-Sieg vom Vortag hat ÖSV-Skispringer Stefan Kraft am Sonntag auch im Einzelbewerb den Sprung aufs Podest in Zakopane (POL) geschafft. Der Tagessieg ging an den norwegischen Tournee-Sieger Halvor Egner Granerud, der den zur Halbzeit führenden polnischen Lokalmatador Dawid Kubacki noch um 1,1 Punkte abfing.

Bei schwierigen, weil äußerst wechselhaften Windbedingungen zeigten sich die ÖSV-Adler nach ihrem Triumph im Team-Springen auch im Einzel in sehr guter Form. Jan Hörl, nach dem ersten Durchgang auf dem zweiten Platz, wurde am Ende erfreulicher Fünfter. Mit Daniel Tschofenig (9.) und Clemens Aigner (10.) kamen zwei weitere ÖSV-Adler in die Top Ten. Michael Hayböck wurde Zwölfter, Manuel Fettner 15. und Clemens Leitner 24.

Für die ÖSV-Adler geht es bereits in zwei Tagen weiter nach Japan, wo in Sapporo von Freitg bis Sonntag drei Einzelentscheidungen am Programm stehen.

Stimmen

Stefan Kraft: „Es hat vom Wind her sehr schwer ausgeschaut, dass wir überhaupt einen Wettkampf springen können. Es war dann sehr turbulent, aber ich habe zwei Mal gute Verhältnisse und auch zwei richtig coole Sprünge erwischt. Vor allem der zweite war wieder einmal genau so wie ich es mir vorstelle. Ich bin megaglücklich. Erster und Dritter an einem Wochenende. Perfekt gelaufen!“

Cheftrainer Andreas Widhölzl: „Sehr positive Bilanz nach diesem Wochenende. Gestern war es ein knapper Fight und wir sind sehr glücklich, dass wir den Teambewerb gewonnen haben. Wir haben doch wieder sehr lange auf das nächste Stockerl gewartet. Krafti hat einen Supersprung gemacht, er hatte auch ein bisschen Glück mit dem Wind. Aber das muss man auch ausnützen und er ist da wirklich eiskalt geblieben.“

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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