Wintersportsplitter: ÖSV-Damen siegen bei Superteam-Premiere

Die Skispringerinnen Eva Pinkelnig und Chiara Kreuzer haben in Zao (JPN) die Weltcup-Premiere des Super-Team-Bewerbs gewonnen. Das rot-weiß-rote Duo lag am Samstag nach drei Durchgängen mit einem Vorsprung von 35,3 Punkten vor Norwegen und Deutschland (+42,8 Zähler).

Die Weltcup-Gesamtführende Pinkelnig sowie Kreuzer waren bereits am Freitag als Zweite und Dritte auf dem Podium gelandet. Tags darauf schlossen die Zimmerkolleginnen bei nebligen Bedingungen sowie schwierigen Windverhältnissen an ihre Leistungen an.
Pinkelnig bestätigte ihre herausragende Form mit ausschließlich starken Sprüngen (93,5/91,0/94,5 m), die 34-jährige Vorarlbergerin war zuletzt siebenmal in Serie aufs Stockerl gesprungen. Kreuzer überragte im zweiten Durchgang mit der Tageshöchstweite von 97,0 m, im Finale legte die 25-Jährige 94,0 m nach.

Beim Super-Team-Bewerb gingen zwei Athletinnen pro Nation an den Start. Die besten acht von zwölf Duos qualifizierten sich für den dritten Durchgang. Die Männer tragen Mitte Februar in Lake Placid erstmals einen Welcup in diesem Format aus. Die Weltpremiere konnten Manuel Fettner und Daniel Tschofenig im September beim Sommer Grand Prix in Rasnov (ROU) für sich entscheiden. 

Am Sonntag (8.00 Uhr MEZ) steht in Zao ein weiterer Einzel-Wettkampf als Abschluss der zweiwöchigen Japan-Tour auf dem Programm.

***Stimmen***
Cheftrainer Harald Rodlauer: „Dieser Premierensieg bedeutet sehr viel. Das war eine Topleistung von beiden Athletinnen, Sprünge auf hohem Niveau. Auch das ganze Betreuerteam hat perfekt gearbeitet. Man hat wenig Zeit zwischen den Durchgängen, das Material muss wieder vorbereitet werden. Das war eine Topleistung von allen gemeinsam.“

Platz drei in Scuol – Prommegger auch beim dritten Saison-PGS am Podest

Andreas Prommegger hat auch im dritten Weltcup-Parallelriesentorlauf in dieser Saison den Sprung auf das Podest geschafft! Nach dem Sieg in Carezza und Platz zwei in Cortina fuhr der 42-jährige Salzburger am Samstag in Scuol (SUI) als Dritter erneut aufs Stockerl. Nach Erfolgen über Michal Nowaczyk (POL/+0,36) in der Auftaktrunde und Gastein-Sieger Maurizio Bormolini (ITA/+0,06) im Viertelfinale musste Prommegger im Halbfinale dem späteren Sieger Oskar Kwiatkowski um 17 Hundertstel den Vortritt lassen. Im kleinen Finale behielt der Österreicher, der bereits in der Qualifikation starker Zweiter gewesen war, dann jedoch gegen den Slowenen Tim Mastnak um 0,85 Sekunden die Oberhand. Der Pole Kwiatkowski bezwang im großen Finale auch den Italiener Mirko Felicetti und durfte sich über seinen ersten Weltcupsieg freuen.

„Es ist genial, im Riesentorlauf mit drei Podestplätzen zu starten, nachdem ich davor zwei Jahre lang keinen Stockerlplatz in dieser Disziplin geholt habe. Dass ich auch hier in Scuol zum ersten Mal am Podium gestanden bin, freut mich besonders, weil ich dieses Rennen extrem gerne mag. Ich habe heute eine Topleistung abrufen können. Vom ersten bis zum letzten Lauf hat alles perfekt geklappt, im Semifinale war Oskar (Kwiatkowski, Anm.) einfach um den Tick schneller. Er hat sich den Sieg mehr als verdient“, sagte Andreas Prommegger, der sowohl im Gesamtweltcup als auch in der PGS-Wertung weiterhin in Führung liegt.

Olympiasieger Benjamin Karl, der in der Startrunde den Schweizer Dario Caviezel besiegt hatte, hatte im Viertelfinale gegen Felicetti um lediglich zwei Hundertstelsekunden das Nachsehen und wurde unmittelbar vor Alexander Payer als zweitbester Österreicher Fünfter. Payer musste sich nach einem Achtelfinal-Erfolg über Elias Huber (GER) in der Runde der letzten acht ebenfalls Kwiatkowski geschlagen geben. Der Steirer Arvid Auner, der als vierter ÖSV-Boarder das 16er-Finale erreicht hatte, reihte sich nach seinem Aus in der Auftaktrunde gegen Felicetti an der 13. Stelle ein. Die weiteren Platzierungen der Österreicher: 19. Fabian Obmann, 28. Aron Juritz, 34. Sebastian Kislinger, Matthäus Pink (ohne Wertung).

Bei den Damen konnten die Österreicherinnen nicht in die Vergabe um die Podestplätze eingreifen. Für Daniela Ulbing war nach einem Auftaktsieg über Jessica Keiser (SUI) im Viertelfinale gegen die Schweizerin Julie Zogg nach einem Fahrfehler Endstation. Die Kärntnerin landete als Beste des ÖSV-Teams auf Rang fünf, damit verteidigte Ulbing auch ihre Führung im Gesamtweltcup. Sabine Schöffmann hielt zunächst die Polin Aleksandra Krol in Schach, musste sich dann jedoch im Viertelfinale der Deutschen Carolin Langenhorst beugen und wurde Achte. Claudia Riegler unterlag in der Auftaktrunde der Japanerin Tsubaki Miki und belegte im Endklassement Platz 14. Wie bei den Herren gab es auch bei den Damen durch Langenhorst, die sich im großen Finale gegen ihre deutsche Landsfrau Ramona Hofmeister durchsetzte, eine Premierensiegerin. Rang drei ging an Lokalmatadorin Zogg.

Der Weltcup der Raceboarder:innen wird am kommenden Wochenende (21./22. Jänner 2023) im bulgarischen Bansko fortgesetzt, wo ursprünglich ein PGS und ein PSL geplant gewesen waren, aufgrund der aktuellen Schneesituation aber nun zwei Parallelslaloms ausgetragen werden.

SKI ALPIN 14 Januar 2023 St. Anton
TIPPLER AUF PLATZ FÜNF


Beim ersten von zwei Super-G in St. Anton am Arlberg war keine ÖSV-Läuferin am Podest, aber zwei Athletinnen schafften es in die Top 10. Gewonnen hat die Italienerin Federica Brignone vor den beiden Schweizerinnen Joana Hählen und Lara Gut-Behrami

Tamara Tippler wurde Fünfte und somit beste Österreicherin. „In den letzten Tagen beim Training habe ich schon probiert, dass ich mich annähernd an das Limit heranteste, weil wenn es im Training nicht funktioniert, wird es im Rennen auch schwierig. Es freut mich das es einigermaßen geklappt hat. Herunten hab ich ihn noch einmal gescheit eingeparkt leider, da wäre noch ein bisschen mehr gegangen. Aber sind wir einmal zufrieden.“

Ebenfalls in die Top-Ten fährt als Neunte Cornelia Hütter.

Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Damen sind: Mirjam Puchner Platz 11, Stephanie Venier Platz 19, Nicole Schmiedhofer Platz 21, Ramona Siebenhofer Platz 22, Ricarda Haaser Platz 24, Nadine Fest Platz 27 und Christina Ager Platz 32.

Leider nach ein paar Fahrsekunden bereits ausgeschieden ist Nina Ortlieb.

Veronika Aigner vollendet perfekte Weltcup-Woche


Beim Paraski-Weltcup in Veysonnaz (SUI) hat Veronika Aigner am Samstag auch den Slalom der sehbehinderten Frauen gewonnen und damit eine perfekte Rennwoche vollendet. Bereits die drei Riesentorläufe hatte die Niederösterreicherin die letzten Tage für sich entschieden. Aigner hält nun bei insgesamt sieben Saisonsiegen und hat im Gesamtweltcup bereits 290 Punkte Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin, die Italienerin Martina Vozza. Die Niederösterreicherin fährt damit in den technischen Disziplinen als Top-Favoritin zu den Weltmeisterschaften in Espot (ESP).

Im heutigen Slalom führte Veronika Aigner (mit Guide und Schwester Elisabeth) bereits nach dem ersten Durchgang und verteidigte ihren Vorsprung mit einem soliden zweiten Lauf. Am Ende hatte die zweifache Paralympicssiegerin von Peking 73 Hundertstel Vorsprung auf die Britin Menna Fitzpatrick. 

„Es war eine sehr intensive und kräfteraubende Woche mit vier Rennen. Mit meiner Leistung in den Riesentorläufen bin ich sehr zufrieden, da haben wir uns richtig stark präsentiert. Im Slalom ist es richtig eng geworden, Gott sei Dank konnte ich zum Schluss noch etwas zulegen. Ich reise mit einem super Gefühl nach Hause. Jetzt heißt es gut regenerieren und auf die WM vorbereiten“, so Veronika Aigner. 

Dritte wurde heute die Kärntnerin Elina Stary (mit Guide Anna Stoss), die ebenso nach zwei zweiten Plätzen und einem dritten Platz in den vergangenen Riesentorläufen eine erfolgreiche Gesamtbilanz vom Weltcup in der Schweiz ziehen kann.

Bei den stehenden Männern schied Thomas Grochar im ersten Durchgang aus. Manuel Rachbauer belegte als bester ÖSV-Läufer in der Endabrechnung Platz zehn. Der Sieg ging in dieser Klasse an den Schweizer Robin Cuche vor Thomas Walsh (USA) und Jordan Broisin (FRA). 

Weiter geht es für die Paraski-Asse nun mit den Weltmeisterschaften in Espot. Kommenden Donnerstag steht das erste von zwei Abfahrtstrainings auf dem Programm. Am Samstag folgt dann mit der Abfahrt die erste Medaillenentscheidung.

SKI ALPIN  13 Januar 2023 Tarvis (ITA)

EC: RIESER HOLT ZWEI SIEGE

Stefan Rieser zeigte im Europacup groß auf! Sowohl bei der gestrigen als auch bei der heutigen Abfahrt in Tarvis (ITA) stand der 24-jährige Salzburger am obersten Treppchen. Für ihn sind es seine ersten beiden Siege im Europacup. 

„Heute war es zum Fahren ein bisschen besser als gestern. Es war sehr wichtig, dass ich gute Punkte mache hier in Tarvis, da ich bei den vergangen Rennen in St. Moritz leer ausgegangen bin.“ Stefan Rieser

Im ersten Rennen (12.01) verpasst Felix Hacker als Vierter das Podest nur knapp. Insgesamt schaffen es fünf ÖSV-Läufer in die Top-30!

ERGEBNIS

Bei der zweiten Abfahrt wird ebenfalls Felix Hacker zweitbester Österreicher als Sechster. Mit Manuel Traninger fährt ein dritter rot-weiß-roter Läufer in die Top-10.

ERGEBNIS

KRIECHMAYR AUF PLATZ VIER

SKI ALPIN 13 Januar 2023 Wengen (SUI)

Die Ski Alpin Herren sind dieses Wochenende in Wengen am Start. Beim heutigen Super-G am Lauberhorn schaffte es leider kein ÖSV-Athlet aufs Podest. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) stand wiedereinmal am Podest ganz oben, umgeben von den beiden Schweizern Stefan Rogentin auf Platz zwei und Marco Odermatt auf Platz drei.

Bester Österreicher wurde Vincent Kriechmayr auf Platz vier, mit bereits über einer Sekunde Rückstand auf den Sieger. „Am Start war ich gefühlt schon eine Stunde hinten. Es ist schon fast ein wenig peinlich, dass ich da so viel Zeit verliere. […] Im Mittelteil muss ich einfach mehr kämpfen und dann musste ich gegen die Spuren auch noch fahren, dass ist nicht die optimale Kombination.

Zweit bester Österreicher auf Platz 18 wurde Marco Schwarz, der diesmal mit im Aufgebot der Mannschaft bei den Lauberhornrennen ist und seinen dritten Super-G in dieser Saison fuhr. „Die Fahrt war ganz okay. Ich habe probiert attackieren, es war teilweise schon ein wenig schlagig, unten haben die Oberschenkel ordentlich gebrannt.“

Daniel Hemetsberger ging als erster ÖSV-Läufer ins Rennen und war unterwegs zu einer Topzeit. Mit einem kleinem Schnitzer im Hanneggschuss wurde es nur Rang 22. „Ich wollte heute das Kernen-S relativ schnittig fahren, also auf Zug durch, und ich war beim Timing wie in der Abfahrt. Nur die Super-G Ski machen mehr zu und dadurch bin ich voll ins Tor reingefahren. Das war von ideal ganz weit weg, aber ich bin noch halbwegs schön durchgekommen, also passt schon.“

Die weiteren Platzierungen der ÖSV-Herren sind: Raphael Haaser Platz 21, Andreas Ploier Platz 25, Julian Schütter Platz 28, Stefan Babinsky Platz 30, Otmar Striedinger Platz 38 und Lukas Feurstein Platz 44.


Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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