Prommegger/Ulbing gewinnen Mixed-Teambewerb in Bad Gastein

Einen Tag nach ihrem Erfolg vor Claudia Riegler im Parallelslalom hat Daniela Ulbing beim Heimweltcup in Bad Gastein auch im Mixed-Teambewerb triumphiert! Die Kärntnerin setzte sich mit Lokalmatador Andreas Prommegger im großen Finale gegen die deutsche Paarung Stefan Baumeister/Ramona Hofmeister durch und feierte damit ihren insgesamt bereits sechsten Weltcupsieg auf dem Buchebenhang (je drei im Einzel und im Team). Im kleinen Finale mussten sich Alexander Payer und Sabine Schöffmann dem Team Schweiz 2 mit Dario Caviezel und Julie Zogg geschlagen geben und landeten in der Endabrechnung auf Rang vier.

Nach Erfolgen gegen Deutschland 4 mit Ole-Mikkel Prantl und Carolin Langenhorst (+0,91 Sekunden) im Achtelfinale sowie Italien 1 mit Maurizio Bormolini und Elisa Caffont (+0,64 Sekunden) im Viertelfinale lieferten sich Prommegger und Ulbing in der Vorschlussrunde mit Caviezel und Zogg ein dramatisches Duell. Caviezel holte eine halbe Sekunde Vorsprung heraus, doch eine glänzend fahrende Ulbing drehte den Spieß noch um und zwang die Schweizerin um den Hauch von zwei Hundertstel in die Knie. Im großen Finale ließ sich Ulbing auch von einem Fehler im Mittelteil nicht bremsen und drückte weiter aufs Tempo. Als sich Hofmeister in weiterer Folge im Schlussabschnitt einen Ausrutscher leistete, war der Sieg des ÖSV-Duos perfekt.

„An den beiden Tagen in Bad Gastein habe ich wirklich nichts auszusetzen. Ich habe mich sehr wohl auf dem Hang und auch wohl am Board gefühlt. Der gestrige Sieg hat für den Teambewerb noch zusätzlich Aufschwung gegeben. Ich war generell sehr motiviert, zusammen mit Andi (Prommegger, Anm.) wieder anzugreifen. Nachdem ich im großen Finale im Hintertreffen war, habe ich einfach weiter Gas gegeben, eine andere Wahl hatte ich ja nicht“, sagte Daniela Ulbing, die als Führende im Gesamt-, Parallelslalom- und Teamweltcup mit drei Leadertrikots aus Bad Gastein abreiste.

„In Bad Gastein vor Heimpublikum zu fahren, ist immer speziell. Gestern haben die Zuschauer beim Flutlichtspektakel für eine extrem coole Stimmung gesorgt. Ich möchte mich auch bei OK-Chef Franz Weiss und seinem Team bedanken, die einmal mehr für eine perfekte Piste gesorgt haben. Im Halbfinale hat mich Dani (Ulbing, Anm.) mit ihrer Aufholjagd herausgerissen, aber gerade das macht den Team-Event aus. Es war heute schwierig zu fahren und ein harter Fight, deshalb ist dieser Sieg auch umso schöner“, freute sich Andreas Prommegger.

„Wir hätten uns mehr erhofft, als Vierter verliert man halt gleich zweimal hintereinander. Wir hoffen, dass wir es beim nächsten Mal besser machen“, resümierte Sabine Schöffmann nach dem knapp verpassten Sprung auf das Podest. Arvid Auner und Claudia Riegler belegten nach ihrem Aus im Achtelfinale gegen die Polen Oskar Kwiatkowski und Aleksandra Krol im Endklassement Platz neun. Für Benjamin Karl und Martina Ankele war in den Pre-Heats gegen Prantl/Langenhorst Endstation, womit sich die vierte ÖSV-Paarung auf Rang 19 einreihte.

Der Weltcup der Raceboarder:innen wird bereits am kommenden Samstag, 14. Jänner 2023, mit einem Parallelriesentorlauf in Scuol (SUI) fortgesetzt.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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