ÖSV-Doppelsieg in Bad Gastein – Ulbing triumphiert vor Riegler


*** Payer fährt bei den Herren als Zweiter auf das Podest ***

Daniela Ulbing und Claudia Riegler haben am Dienstag beim Weltcup-Parallelslalom in Bad Gastein für einen rot-weiß-roten Doppelsieg gesorgt! Einen dritten Podestplatz für das ÖSV-Team steuerte Alexander Payer bei, der sich bei den Herren erst im großen Finale dem Italiener Maurizio Bormolini beugen musste und starker Zweiter wurde. Im Duell um Platz drei zog Fabian Obmann gegen den Deutschen Stefan Baumeister um 0,13 Sekunden den Kürzeren und wurde als zweitbester Österreicher Vierter.

Mit den Rängen eins (Riegler) und drei (Ulbing) schufen sich die ÖSV-Ladies in der Qualifikation eine perfekte Ausgangsposition für das 16er-Finale, in dem Ulbing auf dem Weg in das große Finale Patrizia Kummer (SUI/+1,01), Annamari Dancha (UKR/+1,18) und Jessica Keiser (SUI/+0.80) nicht den Funken einer Chance ließ. Die 49-jährige Riegler zog durch Laufsiege über Melanie Hochreiter (GER/DNF), ihre ÖSV-Teamkollegin Sabine Schöffmann (+0,07) und Ladina Jenny (SUI/+1,45) in das Duell um Platz eins ein, in dem die fehlerlos fahrende Ulbing letztlich um 0,72 Sekunden die Oberhand behielt.

Für die 24-jährige Kärntnerin war es bereits der fünfte Weltcupsieg in Bad Gastein, nachdem Ulbing bereits 2017 und im Vorjahr im Einzel sowie 2017 und 2019 im Teambewerb (jeweils mit Benjamin Karl) auf der Bucheben triumphiert hatte. „Es freut mich sehr, dass ich auf diesem schwierigen Hang meine Topleistung abrufen konnte. Ich habe mich von Lauf zu Lauf immer wohler gefühlt. Es war cool, mit Claudia (Riegler, Anm.) im großen Finale zu fahren, das haben wir bisher noch nie geschafft. Vor dem großen Finale habe ich mir gedacht, dass wird jetzt ein Lauf zum Genießen, und wir haben dann auch ein cooles Duell geboten“, sagte Ulbing, die von der großen Zuschauerkulisse und der grandiosen Stimmung angetan war: „Man hat den Jubel der Leute am Start gehört, sie haben ordentlich Gas gegeben und uns richtig nach vorne gepeitscht.“

Claudia Riegler dachte in einer ersten Reaktion an ihren im vergangenen Oktober verstorbenen Vater: „Heute ist mein Papa voll präsent gewesen. Ich habe schon gestern gesagt, als es so geregnet und geschneit hat: ,Geh bitte, regle mir das mit der Startnummer‘ – und dann hat er mir gleich die Nummer eins für die Qualifikation organisiert“, gewährte die Salzburgerin einen Einblick in ihre Gefühlswelt. „Dann habe ich die Quali gewonnen, und das ist immer ein gutes Zeichen. Im Finale waren die Bedingungen tipptopp, weil es angezogen hat und die Piste härter geworden ist. Da habe ich gewusst, da ist für mich etwas drinnen. Bis auf den letzten Lauf ist mir auch alles perfekt aufgegangen, aber Dani (Ulbing, Anm.) ist souverän gefahren und hat sich den Sieg verdient. Ich bin mit meinem zweiten Platz superhappy“, freute sich Claudia Riegler.

Im kleinen Finale behielt Ladina Jenny gegen ihre Schweizer Landsfrau Jessica Keiser die Oberhand und wurde Dritte. Sabine Schöffmann landete im Endklassement auf Rang sieben. Martina Ankele (22.), Miriam Weis (25.), Jessica Pichelkastner (27.) und Carmen Kainz (29.) verpassten zwar die Finalentscheidung der Top 16, holten aber allesamt Weltcuppunkte.  

Nach dem Sieg beim Weltcupstart in Winterberg (GER) im Dezember ließ Alexander Payer mit Rang zwei in Bad Gastein das nächste Topresultat im Parallelslalom folgen: „Mit einem Sieg in die Saison zu starten, ist natürlich schön, aber diesen Erfolg mit einem zweiten Platz zu bestätigen, ist ein richtig cooles Gefühl. Mit solchen Ergebnissen kann man beruhigt in die nächsten Rennen gehen. Ich hätte ,Bormo‘ (Maurizio Bormolini, Anm.) nicht meine Boards zum Testen geben sollen, denn er fährt seit heuer das gleiche Material wie ich und ist damit wieder ganz vorne dabei. Aber Spaß beiseite – er ist einer der besten Athleten im Slalom und hat das hier eindrucksvoll bewiesen“, sagte Alexander Payer.

Hinter Fabian Obmann rundeten Sebastian Kislinger (6.), Andreas Prommegger (7.), Benjamin Karl (8.) und Arvid Auner (12.) die starke mannschaftliche Vorstellung des ÖSV-Teams ab. Der Steirer Christoph Karner belegte unmittelbar hinter Aron Juritz Rang 28 und fuhr damit gleich bei seinem Debüt seine ersten Weltcuppunkte heraus.

*** Das weitere Programm: ***

Mittwoch, 11.01.2023 (Mixed-Teambewerb):
11.45 Uhr: Pre-Finals
12.45 Uhr: Finale (16 Teams)

*** TV-Hinweis: ***
ORF 1 überträgt den Mixed-Teambewerb im Rahmen des Snowboard-Weltcups in Bad Gastein am Mittwoch, 11.01.2023, ab 12.35 Uhr LIVE!

SKI ALPIN 11 Januar 2023 Flachau
PLATZ SECHS FÜR LIENSBERGER


Katharina Liensberger holte beim Heimrennen in der Flachau den ersehnten Top Ten Platz für die ÖSV-Technikdamen. Gewonnen hat das Nightrace Petra Vlhova (SVK), vor Mikaela Shiffrin (USA) und Lena Dürr (GER).

Beste Österreicherin ist Katharina Liensberger auf Platz sechs. „Immerhin jetzt einmal ein sechster Platz ist schon einmal etwas in die richtige Richtung. Es geht momentan einfach nicht so leicht von der Hand und ich denke, es tut jetzt einfach gut, dass wieder ein wenig Stabilität reinkommen kann auf der ich jetzt auch darauf aufbauen kann. Ich habe heute abschnittsweise die Schwünge wirklich gespürt, wo ich dann die Lockerheit noch bekommen habe und den Ski laufen lassen konnte. Es ist einfach ein richtiger Unterschied und da ist auch von der Zeit noch sehr viel drin.“

Die zweite Österreicherin im Endklassement ist Katharina Truppe auf Platz 12. Sie war im zweiten Lauf bis zum Fehler bei der letzten Kuppe sehr gut unterwegs. „Ich bin schon einmal froh, dass es bis dorthin gut gegangen ist. Ich habe in Kranjska Gora schon gesagt, ich bin lieber schnell und mach einen groben Fehler und scheide aus, bevor ich sowas wie in Kranjska Gora noch einmal erlebe. Es war von mir, glaub ich, ein sehr gutes Skifahren. Ich bin schon lange nicht mehr so gut gefahren. Natürlich abhacken, die Stimmung hier noch aufsaugen, es ist einfach so cool und weitermachen.“

Die beiden weiteren ÖSV-Läuferinnen im zweiten Durchgang waren Katharina Huber, die 16. wurde, und Franziska Gritsch, auf Platz 20.

Marie-Therese Sporer konnte sich für den zweiten Lauf leider nicht qualifizieren. Ausgeschieden im ersten Durchgang sind Lisa Hörhager, Sophia Waldauf und Valentina Pfurtscheller.


Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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