ÖSV – Wintersportsplitter: Stadlober holt als Sechste nächsten Spitzenplatz// Super Skispung-Show am Bergisel: Kraft Vierter…….

Zum Abschluss der Wettkämpfe in Oberstdorf (GER) absolvierten die Damen heute im Rahmen der vierten Etappe der Tour de Ski ein 20 km Verfolgungsrennen in der freien Technik. Dabei präsentierte sich Teresa Stadlober nach ihrem siebenten Platz gestern erneut in starker Verfassung, hielt sich auch heute über weite Strecken des Rennens in den Top-Ten und verbesserte sich im Endklassement mit einem Rückstand von 1:46,2 Minuten sogar auf Rang sechs. Damit durfte sich die Österreicherin über ihr bisher bestes Saisonergebnis und einen weiteren Spitzenplatz in der laufenden Tour de Ski freuen.

Die Salzburgerin, die mit einem Rückstand von 43 Sekunden ins Rennen ging, absolvierte einen Großteil des Wettkampfes gemeinsam mit einer größeren Gruppe von Athletinnen, zu der unter anderem auch die Deutsche Katharina Hennig, die Finnin Kerttu Niskanen und die Norwegerin Heidi Weng gehörten. Die 29-Jährige teilte sich ihr Rennen erneut hervorragend ein, hielt sich bis zur letzten Runde im erweiterten Spitzenfeld und zeigte vor allem im Finish eine sehr starke Leistung. Die Österreicherin nutzte den letzten Anstieg des Rennens, um sich an die Spitze dieser großen Verfolgergruppe zu setzen und holte am Ende als Sechste ihren zweiten Top-Ten-Platz in Folge.
Die zweite Österreicherin im Feld, Lisa Unterweger, belegte mit einem Rückstand von 8:33,8 Minuten Rang 50.

An der Spitze schnappte sich Frida Karlsson ihren zweiten Sieg in Folge. Die Schwedin setzte sich gegen die Finnin Krista Parmakoski (+14,1 sec.) und die Norwegerin Tiril Udnes Weng (+1:28,0 min.) durch.
In der Gesamtwertung rangiert Teresa Stadlober nach dem heutigen Rennen weiterhin auf dem elften Platz. Ihr Rückstand auf die momentane Tour-Leaderin Frida Karlsson beträgt 3:12 Minuten.

STIMME:

Teresa Stadlober (Sechste): „Das war heute natürlich ein super Rennen und ich hatte wieder richtig gutes Material. Oberstdorf liegt und gefällt mir grundsätzlich immer sehr, obwohl das schon ein richtig harter 20 km Wettkampf war. Ich habe einfach das gesamte Rennen versucht, an der Gruppe dranzubleiben. Ich wusste, dass die letzten beiden Anstiege entscheidend sein werden, und habe mir bereits vor der Abfahrt ins Stadion eine gute Position gesichert. Beim letzten Anstieg konnte ich mich dann gemeinsam mit Patricija Eiduka an die Spitze unserer Gruppe setzen und dass es dann am Ende der sechste Platz geworden ist, ist natürlich richtig cool. Jetzt heißt es, sich gut zu erholen und möglichst viele Kräfte zu sparen. Den Sprint am Freitag nehme ich klarerweise mit, aber mein nächstes Highlight folgt dann am Samstag, wo ich wieder richtig angreifen möchte.“

Weiteres Wettkampfprogramm Tour de Ski 2022/23:
Freitag, 06.01.2023, Val di Fiemme (ITA), Sprint Damen und Herren (Klassisch), 12.30 Uhr (Finalläufe)
Samstag, 07.01.2023, Val di Fiemme (ITA), 15 km Massenstart Damen (Klassisch), 11.45 Uhr
Samstag, 07.01.2023, Val di Fiemme (ITA), 15 km Massenstart Herren (Klassisch), 13.30 Uhr
Sonntag, 08.01.2023, Val di Fiemme (ITA), 10 km Massenstart „Final Climb“ Damen (Skating), 11.00 Uhr
Sonntag, 08.01.2023, Val di Fiemme (ITA), 10 km Massenstart „Final Climb“ Herren (Skating), 12.45 Uhr

Super Skispung-Show am Bergisel
Kraft Vierter; vier Österreicher in den Top Ten

Österreichs Skispringer haben beim Heimbewerb am Bergisel neuerlich eine starke Leistung gezeigt. Vier ÖSV-Adler sprangen in die Top Ten. Doch auch im dritten Bewerb der 71. Vierschanzentournee gab es keinen Podestplatz für die Mannschaft von Cheftrainer Andreas Widhölzl. Bester Österreicher wurde einmal mehr Stefan Kraft als Vierter. Michael Hayböck wurde Siebter. Daniel Tschofenig erzielte als Achter seinen dritten Top-Ten-Platz bei der laufenden Tournee. Jan Hörl landete als Neunter ebenfalls unter den besten Zehn. Lokalmatador Manuel Fettner belegte am Ende den 15. Platz.

Der Sieg vor 18.700 Fans im tobenden Hexenkessel am Bergisel ging an den Polen Dawid Kubacki vor dem Tournee-Führenden Halvor Egner Granerud (NOR) und dem Slowenen Anze Lanisek. In der Gesamtwertung der Tournee liegt der Norweger nun 23,3 Punkte vor seinem ersten Verfolger aus Polen (Kubacki). Dem Slowenen Lanisek fehlen als Drittem bereits 54,3 Punkte auf Granerud. Das Finale der 71. Vierschanzentournee steigt in den kommenden beiden Tagen in Bischofshofen in Salzburg. Die Qualifikation findet am morgigen Donnerstag ab 16:30 Uhr statt. Die Entscheidung folgt am Freitag zur selben Uhrzeit. Die ÖSV-Adler wollen den heimischen Fans ein erfolgreiches Tourneefinale bieten.

***Stimmen***

Andreas Widhölzl: „Mannschaftlich sehr gut, aber Michi, Krafti und Jan haben heute alle bei der Landung wichtige Punkte liegengelassen. Es war knapp, der Krafti ist heute nicht weit hinter den besten Drei gewesen. Wir gehen vollen Angriff weiter auf Bischofshofen. Die Mannschaft ist gut drauf. Es sind vier, fünf Leute, die wirklich vorne hineinspringn können. Das hat auch keine andere Nation derzeit. Die Stimmung heute am Bergisel war wieder irrsinnig cool. Da ist heute wieder richtig die Post abgegangen. Wir hätten die Fans wirklich gerne mit einem Stockerplatz belohnt, leider hat es knapp nicht gereicht.“ 

Stefan Kraft: „Vierter, das ist vor diesem Publikum blöd. Best of the Rest, das muss man akzeptieren. Ich wäre natürlich sehr gerne auf dem Podest gestanden. Es haben nur ein paar Punkte gefehlt. Der Granerud hat halt wieder eine richtige Bombe ausgepackt. Ich muss weitermachen. Fühle mich gut für das Finale und freue mich auf die Fans daheim in Salzburg. Die Stimmung wird sicher wieder großartig.“

Michael Hayböck: „Die Leistung heute war wieder eine Steigerung gegenüber zuletzt. Es muss bei mir alles passen derzeit. Der Abstand nach vorne ist etwas groß, aber es waren zwei coole Sprünge. Jetzt bin ich schon sehr auf das Finale in Bischofshofen gespannt. Die Schanze liegt mir. Dort konnte ich auch schon gewinnen. Mit unseren Fans im Rücken ist sicher viel möglich.“

Daniel Tschofenig: „Ich habe wieder eine Harmonie gefunden mit der Schanze. Ich bin zufrieden. Der zweite Sprung hat schon gepasst. Ich war jetzt drei mal bei der Tournee in den Top Ten, das habe ich mir vorgenommen. Natürlich möchte ich diesen Trend vor den eigenen Fans in Bischofshofen gerne noch weiter fortsetzen.“

SKI ALPIN  04 Januar 2023 Zagreb (CRO)

GRITSCH AUF PLATZ 7

In Zagreb (CRO) wurde der erste Damenslalom im neuen Jahr gefahren. Mit den frühlingshaften Verhältnissen hatten die ÖSV-Damen Schwierigkeiten und so sind auf der Ergebnisliste nur Franziska Gritsch und Katharina Liensberger zu finden. Gewonnen hat erneut Mikaela Shiffrin (USA), Zweite wurde Petra Vlhova (SVK) und Dritte Anna Swenn-Larsson (SWE).

Beste Österreicherin wurde Franziska Gritsch auf Rang sieben. „Man darf da einfach nicht zurückziehen, man muss schon von oben weg ordentlich Gas geben. Manche Passagen sind mir sehr gut geglückt, im Zielhang habe ich noch einmal einiges verloren. Zum Glück haben wir morgen noch eine neue Chance. […] Vielleicht fahre ich im zweiten Lauf schon ein wenig befreiter als im ersten, aber ich denke das heute schon zwei gute Läufe dabei waren und jetzt heißt es hier noch die Schritte nach vorne machen.“ Der Rückstand von Franzi Gritsch auf die Siegerin beträgt allerdings schon 2,85 Sekunden.

Katharina Liensberger scheiterte leider ein paar Tore vor dem Ziel und das auf dem Weg zu einer sehr guten Endplatzierung. „Es ist wie verhext momentan. Ich wäre unten wirklich gut ins Fahren gekommen, ich habe gewusst das da ein Loch vor der Haarnadel ist, das habe ich auch so erwischt das es sich ausgegangen wäre. In der Haarnadel hat es mir die Ski noch einmal zusammengezogen und durch das bin ich dann nicht so flink gewesen, dass ich den Außenski wieder gehabt hätte. Das geht leider sehr schnell dann. Mein Wille war da, meine Angriffslust war da und jetzt heißt es einfach die positive Einstellung für morgen mitzunehmen.“ Ein paar Punkte gibt es noch für sie als Letzte in der Wertung.

Katharina Truppe und Katharina Huber sind im zweiten Lauf ausgeschieden. Im ersten Lauf bereits ausgefallen sind Lisa Hörhager und Marie-Therese Sporer. Auch Natalie Flach schied bei ihrem Weltcup Debut bereits im ersten Durchgang aus.

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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