ENORMER SACHSCHADEN – Telefonzelle gesprengt: Täter ausgeforscht. Aktuelle steirische Polizeimeldungen

Eggersdorf bei Graz, Bezirk Graz-Umgebung. – Drei junge Männer im Alter von 23 bis 26 Jahren stehen im Verdacht, einen Straßenleitpflock sowie eine Telefonzelle mutwillig mittels Böller gesprengt zu haben. Durch kriminalistischen Spürsinn forschten Polizisten aus Eggersdorf die drei Männer innerhalb kurzer Zeit aus.

Bereits bei der Aufnahme in den Polizeidienst gehört sie zu den relevantesten Fähigkeiten einer Polizistin bzw. eines Polizisten – die Merkfähigkeit. Dass dies nicht von ungefähr kommt, zeigte diese Geschichte. Doch von Anfang an:

Extreme Detonationen: Gleich mehrere Anzeigen

Gegen 22.00 Uhr langten vergangenen Montag, 2. Jänner 2022, die ersten Anzeigen bei der Polizeiinspektion Eggersdorf bei Graz ein. Unbekannte hatten in einer Sackgasse in Hart bei Eggersdorf einen Straßenleitpflock mittels Böller gesprengt und dabei massiven Lärm verursacht. Dass es sich dabei um massive Böller handeln musste, wurde gerade einmal 14 Minuten später erneut klar. Gleich mehrere Anrufe gingen bei der Polizei ein, als offenbar dieselben Personen rund vier Kilometer entfernt neuerlich „zuschlugen“. Dabei sprengten die vorerst Unbekannten eine Telefonzelle im Bereich der B72/Grazer Straße. Mehrere Ohrenzeugen berichteten von lauten und sogar spürbaren Detonationen sowie teils vibrierenden Fensterscheiben. 

Hinweis auf Fahrzeug

Polizisten nahmen daraufhin die Ermittlungen auf und sammelten akribisch Hinweise auf die Täter. Auch Tatortbeamte des Bezirkspolizeikommandos Graz-Umgebung nahmen die Spurensicherung auf. Auf einer sichergestellten Videoaufzeichnung erkannte eine Polizistin schließlich (auch ohne ersichtliches Kennzeichen) den entscheidenden Hinweis auf das verwendete Fluchtfahrzeug und drei tatverdächtige Männer. Die Beamtin hatte in Erinnerung, den Pkw von einer länger zurückliegenden Hausdurchsuchung im Bereich der Suchtmittelkriminalität zu kennen.

Männer geständig: Sprengkraft unterschätzt

Weitere Ermittlungen führten die Beamten schließlich zum Wohnort eines 24-Jährigen, bei dem das Fahrzeug vermutet wurde. Mit dem vorliegenden Sachverhalt konfrontiert, zeigte sich der 24-Jährige sowie seine beiden Kumpels (23, 26) schließlich geständig. Sie gaben an, die Böller lediglich getestet haben zu wollen, wobei sie deren Sprengkraft unterschätzt hatten. Bei ihren Sprengungen verwendeten die Männer aus dem Bezirk Graz-Umgebung gleich mehrere Packungen und insgesamt 45 pyrotechnischen Feuerwerkskörper der Kategorien F2 sowie F4. Vor allem bei Letzteren handelt es sich um Feuerwerkskörper mit großer Gefahr. Die Zündung dieser ist laut Gesetz lediglich Personen mit Pyrotechnik-Ausbildung (Fachkenntnis) vorbehalten.

Die Höhe des entstandenen Sachschadens steht noch nicht fest, ist jedoch enorm. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die drei Männer werden der Staatsanwaltschaft angezeigt.

ZEUGENAUFRUF

Mädchen (14) niedergestoßen und beraubt

Hartberg, Bezirk Hartberg-Fürstenfeld. – Eine 14-Jährige wurde Dienstagmittag, 3. Jänner 2023, von einem bislang Unbekannten niedergestoßen und beraubt. Der Täter flüchtete samt einer Geldbörse und Bargeld. Das Mädchen blieb unverletzt.

Gegen 12.30 Uhr war die 14-jährige Oststeirerin zu Fuß auf dem Heimweg vom Stadion Hartberg kommend in Richtung B54. Sie hatte eigenen Angaben zufolge kurz zuvor bei einem Supermarkt nahe dem Stadion (Martin-Luther-Platz) eingekauft und wollte alleine am Geh- und Radweg über die Stefan-Seedoch-Allee nach Hause gehen. Dabei hielt sie die silberne Geldtasche ihrer Mutter in den Händen.

Von maskiertem Mann niedergerempelt

Wenige hundert Meter vom Supermarkt entfernt wurde die 14-Jährige plötzlich von einem mit Sturmhaube maskierten Mann attackiert. Dabei kam der Unbekannte von hinten auf das Mädchen zu und stieß es wortlos, sodass die 14-Jährige zu Boden stürzte. Mit der entwendeten Geldtasche samt geringen Bargeldbeständen, Gutscheinen und Dokumenten flüchtete der Mann schließlich zu Fuß in Richtung Bundesschulzentrum Hartberg. Das Mädchen blieb unverletzt und erstattete kurz darauf Anzeige.  

Täter auf der Flucht – Zeugenaufruf

Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Flüchtigen verlief bislang ohne Erfolg. Dabei kontrollierten Polizisten im Rahmen der ersten Fahndungsmaßnahmen auch mehrere auf die Personsbeschreibung passende Personen, wobei jedoch kein Hinweis auf eine Tatbeteiligung erhoben werden konnte.

Beim Täter soll es sich um einen etwa 180 bis 190 Zentimeter großen Mann mittlerer Statur gehandelt haben. Er war mit einem schwarzen Kapuzenpullover, einer schwarzen Jacke, einer schwarzen Hose mit Seitentaschen sowie schwarzen bzw. klobigen Nike-Schuhen bekleidet. Der Mann trug eine schwarze Sturmhaube und soll laut Beschreibung dunkelbraune Augen gehabt haben.

Mögliche Zeugen der Straftat – insbesondere im Bereich Martin-Luther-Platz/Stadion Hartberg bzw. Stefan-Seedoch-Allee – werden ersucht, sich bei der Polizei zu melden. Auch Hinweise zum Tatverdächtigen werden (vertraulich) entgegengenommen.

Hinweise an: Polizeiinspektion Hartberg, 059133/6230

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

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