Aktuelle steirische Polizeimeldungen. Heizraumbrand

Wettmannstätten, Bezirk Deutschlandsberg.- Aus bisher ungeklärter Ursache kam es Montagabend, 2. Jänner 2023, im Heizraum eines Einfamilienhauses zu einem Brand. Verletzt wurde niemand, der Schaden beträgt mehrere tausend Euro. 

Nach Auskunft des Hauseigentümers legte dieser gegen 17:30 Uhr Holz im Ofen des Heizraumes seines Einfamilienhauses in Wohlsdorf nach und verließ das Objekt. Als er gegen 22:00 Uhr nach Hause kam, bemerkte er den Brand und verständigte die Feuerwehr. Die Feuerwehren Wohlsdorf und Wettmannstätten löschten den Brand und entfernten glosende Holzscheite sowie glosende Bretter aus dem Heizraum. Die Brandursachenermittlung erfolgt in den nächsten Tagen.

Betrug durch Investment-Seiten im Internet

Graz. – Ein 65-Jähriger wurde offenbar Opfer von Betrügern. Unbekannte versprachen ihm hohe Gewinne im Rahmen von Geld-Veranlagungen im Internet. Der Schaden beträgt über 20.000 Euro. 

Die Polizei warnt und gibt Tipps, wie Sie sich vor solchen Betrügereien schützen.

Beim sogenannten „Cyber Trading Fraud“ werden potenzielle Anleger im Internet zu Geldzahlungen für vermeintlich lukrative Investitionsgeschäfte verleitet. Dabei werden die späteren Opfer meist über Internet-Werbeanzeigen, Social Media, Massenmails oder auch Anrufe aus eigens geschaffenen Call-Centern kontaktiert. Die Strukturen der international agierenden Tätergruppen sind in der Regel konzernartig aufgebaut. Auch die gefälschten Plattformen sind meist sehr professionell gestaltet und täuschen anfangs hohe Gewinne vor, um Opfer zu weiteren Zahlungen zu verleiten. Das Geld wird jedoch nicht angelegt, sondern verschwindet im kriminellen Netzwerk.

Grazer getäuscht

Genau dieser Masche viel nun auch ein 65-jähriger Grazer zum Opfer. Er erhielt eine Push-Nachricht mit einem Link auf seinem Smartphone. Als er in der Folge persönliche Daten in ein Portal eingab, kontaktierte ihn kurz darauf eine unbekannte Frau mit akzentfreiem Deutsch. Sie versprach ihm am Telefon hohe Renditen, wenn er auf einer Internetplattform 250 Euro investiere. Einige Tage nach der ersten Überweisung Anfang Oktober zeigte das Portal dem Grazer schließlich bereits erste vermeintliche Gewinne an.

Weitere App installiert

Es folgten neuerliche Anrufe von bislang unbekannten Personen, in denen der 65-Jährige unter anderem dazu ermutigt wurde, weitere Investitionen zu tätigen und eine andere App am Mobiltelefon zu installieren. Letztlich tätigte der Mann in den vergangenen Monaten mehrere Überweisungen in der Höhe von insgesamt mehr als 20.000 Euro auf ein unbekanntes Konto. Betrüger dürften das Geld in der Folge in Bitcoins transferiert und auf unterschiedliche Cryptowallets überwiesen haben. Für den Mann, der keinen Zugriff mehr auf sein Geld hat, entstand dadurch ein beträchtlicher finanzieller Schaden.

So schützen Sie sich

  • Das schnelle Geld und hohe Gewinnchancen gibt es auch im Internet nicht. Wenn Ihnen etwas „zu schön scheint, um wahr zu sein“, ist es höchstwahrscheinlich ein Betrug.
  • Recherchieren Sie im Internet, ob es Warnungen oder Beschwerden zu diesen Plattformen oder Gesellschaften gibt, z.B.: Watchlist Internet, Suchmaschinen-Ergebnisseiten.
  • Vergewissern Sie sich, dass im Falle von Trading- oder Handelsplattformen eine entsprechende Konzession der Finanzmarktaufsicht (FMA) besteht und prüfen Sie, ob bereits eine Warnung der FMA zu dieser Plattform oder den Betreibergesellschaften vorliegt. Hinweise und Anfragemöglichkeiten finden sie unter www.fma.gv.at  .
  • Schauen Sie sich die Trading Plattform genau an: Ist ein Impressum angegeben? Ist ein Verantwortlicher telefonisch erreichbar? Nimmt man sich Zeit, Ihnen das Geschäftsmodell zu erklären? Wenn diese Punkte nicht zutreffen, lassen Sie die Finger von dem Geschäft.
  • Lesen Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, kurz AGBs. Sind diese schlüssig und seriös?
  • Wenn Sie nach der ersten Einzahlung sofort kontaktiert werden und nachdrücklich mehr Geld verlangt wird, zahlen Sie keinesfalls weitere Summen.
  • Kreditkartenzahlungen sind teilweise bis zu drei Wochen stornierbar und die Zahlungen können rückgefordert werden.
  • Wenn Sie bereits einen Schaden erlitten haben, erstatten Sie auf jeden Fall eine Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle. Sie brauchen sich nicht zu schämen – Ihre Mitarbeit kann für Ermittlungstätigkeiten hilfreich sein. Melden Sie den Sachverhalt auch der FMA.

Zigarettenautomat gesprengt

Kalsdorf bei Graz, Bezirk Graz-Umgebung. – In der Nacht auf Dienstag, 3. Jänner 2022, versuchte ein bislang Unbekannter in einen Zigarettenautomaten einzubrechen. Dabei sprengte er den Automaten mit einem massiven pyrotechnischen Gegenstand. Die Ermittlungen laufen.

Gegen 01.30 Uhr verständigte ein Anrainer via Notruf die Polizei, nachdem ein bislang Unbekannter einen Zigarettenautomaten im Bereich einer Bushaltestellte in der Hauptstraße gesprengt hatte. Dabei steckte er einen massiven Böller in den Ausgabeschacht des Automaten, zündete diesen und flüchtete anschließend mit einem Fahrrad. Kurz darauf kehrte der Unbekannte mit dem Fahrrad zum Vorfallsort zurück und versuchte offenbar etwas aus dem beschädigten Automaten zu entnehmen, bevor er kurz darauf wieder flüchtete.

Mit kleinem Fahrrad geflüchtet

Zeugenangaben zufolge flüchtete der Unbekannte mit einem kleinen Fahrrad (vermutlich BMX). Eine sofort eingeleitete Fahndung mit mehreren Polizeistreifen verlief vorerst ohne Erfolg. Nun laufen die Ermittlungen hinsichtlich des unbekannten Täters. Auch Spurensicherungs-Beamte sowie polizeiliche Sprengstoff-Experten (SKO) nahmen umgehend die Ermittlungen auf. Bisherigen Erkenntnissen zufolge handelte es sich beim pyrotechnischen Gegenstand um einen Böller der Kategorie F4. Dabei handelt es sich um Feuerwerkskörper mit großer Gefahr. Sie sind in der Regel erst ab 18 Jahren erhältlich, wobei die Verwendung Personen mit Fachkenntnis (Pyrotechnik-Ausbildung) vorbehalten ist. 

Dem Unbekannten dürfte es trotz der massiven Detonation nicht gelungen sein, ins Innere des Automaten vorzudringen. Der entstandene Sachschaden ist jedoch enorm.

Hinweis an: Polizeiinspektion Kalsdorf bei Graz, 059133/6142

Über den Autor

Dr. Rainer Hilbrand
Medieninhaber u. Geschäftsführer

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert


error: (c) arf.at